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Badetote in der Ostsee: DLRG will weiter ehrenamtlich Leben retten

Immer wieder musste die DLRG zuletzt Schwimmer aus der aufgewühlten Ostsee retten. Jetzt ist eine Debatte entbrannt, ob Leichtsinnige, die Warnhinweise ignorieren, für die Rettung zahlen sollen.

Eine Rettungsschwimmerin beobachtet am Timmendorfer Strand die Badenen

Eine Rettungsschwimmerin beobachtet am Timmendorfer Strand die Badenen

Die zahlreichen Rettungseinsätze an der Ostsee haben zu einer Debatte geführt, ob leichtsinnige Schwimmer zur Kasse gebeten werden sollen. Die Deutsche Lebens- und Rettungsgesellschaft (DLRG) kündigte an, weiter ehrenamtlich zu retten.

In einem Interview hatte DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje auf die Frage, ob eine Rettung durch die DLRG kostenfrei bleiben soll, erklärt: "Unter dem Eindruck dessen, was wir in den letzten Tagen erlebt haben, müssen wir darüber nachdenken." Es gebe bereits in den Küstenländern Bestrebungen, entsprechende Änderungen bei den Rettungsdienstgesetzen vorzunehmen.

Der DLRG-Präsident fügte in dem Interview aber zugleich hinzu: "Grundsätzlich gilt für die DLRG auch in Zukunft: Wir retten ehrenamtlich auf freiwilliger Basis." Später ergänzte er in einer Erklärung: "Die DLRG wird auch zukünftig bei Opfern von Wasserunfällen keine Gebühren für ihre Einsätze eintreiben. Die Rettungsschwimmer arbeiten seit über 100 Jahren ehrenamtlich, und das wird auch so bleiben."

In der Erklärung appellierte die Deutsche Lebens- und Rettungsgesellschaft an die Politik, "den Wasserrettungsdienst angemessen in die Rettungsdienstgesetze" zu integrieren. Neben bestehenden individuellen vertraglichen Vereinbarungen mit Kurverwaltungen sollten auch generelle Regeln für eine Kostenerstattung geschaffen werden.

Auch ein Badeverbot ist möglich

Bei hohen Wellen und starken Strömungen haben DLRG-Retter in den vergangenen Tagen an der Ostsee Dutzende Male Schwimmer aus dem Wasser gerettet. Viele Schwimmer badeten direkt vor den roten Fahnen der DLRG-Wachen. In der vergangenen Woche hatte es bundesweit mehrere tödliche Badeunfälle gegeben, bei einigen gilt Unvernunft als Ursache. Am schlimmsten waren die Ostseeküsten wegen der extremen Wind- und Strömungslage betroffen.

Die DRK-Wasserwacht Mecklenburg-Vorpommern hatte Sanktionen für den Fall gefordert, dass Badegäste die warnenden roten Flaggen ignorieren. "Ein Verbot kann die Zahl der Unfälle reduzieren", hatte Landesreferent Thomas Powasserat begründet. Rechtlich wäre ein Badeverbot nach Expertenmeinung auch möglich. Die Kommunen könnten das Schwimmen dann als Ordnungswidrigkeit ahnden. Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) wies aber entsprechende Forderungen zurück. "Wer sein Leben sinnlos aufs Spiel setzt, den werden auch Bußgelder nicht davon abhalten."

Die DLRG rechnete für das Wochenende damit, dass sich die Gefährdungslage an der Ostsee zum Wochenende beruhigen wird.

tis/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.