Belgien Aufräumen nach der Gasexplosion


Einen Tag nach der verheerenden Gasexplosion in Belgien mit mindestens 15 Todesopfern werden die Aufräumarbeiten und Ermittlungen an der Unglücksstelle fortgesetzt.

König Albert II. will im Tagesverlauf mit Opfern und Angehörigen sprechen. Rund 120 Menschen waren verletzt worden, viele erlitten lebensgefährliche Brandverletzungen. Drei Menschen waren am Abend noch vermisst worden, wie Ministerpräsident Guy Verhofstadt am Unglücksort bei Ath in der Provinz Hainaut (Hennegau) berichtete. Die Ursache die Katastrophe stand noch nicht fest.

Behörden rechnen mit langwierigen Untersuchungen

Am Freitagmorgen war in einem Industriegebiet eine Erdgas-Pipeline in die Luft geflogen, als die Feuerwehr wegen des Lecks gerade einen Noteinsatz vorbereitete. Bei mehreren schweren Explosionen wurden Menschen hunderte Meter weit durch die Luft geschleudert und mehrere Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Die Regierung kündigte nationale Trauer für Tag der Beerdigung der Opfer an und ließ im ganzen Land die Fahnen auf Halbmast setzen.

Die Behörden rechnen mit langwierigen Untersuchungen zur Klärung der Unglückursache. Die unterirdische Gasfernleitung war leck geschlagen. Aber was genau die Explosion ausgelöst hat, müsse noch näher untersucht werden, sagte der wallonische Umweltminister Benoît Lutgen.


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