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Brände in Russland Moskau versinkt im Qualm


Trotz einiger am Samstag erwarteter kurzer Regenschauer ist in Moskau kein Ende der ungewöhnlich langen Hitzewelle in Sicht. Die Temperatur in der Hauptstadtregion werde sogar wieder auf an die 40 Grad Celsius steigen, meldete die russische Nachrichtenagentur Itar-TASS am Morgen unter Berufung auf den Wetterdienst Rosgidromet.

Wegen der Wald- und Torfbrände rund um Moskau werde es weiter schwer sein zu atmen. Smog verringerte die Sicht auf den Moskauer Hauptstraßen am Freitagabend auf weniger als 150 Meter. Wegen des Smogs ist die Industrie in der Hauptstadtregion angewiesen worden, ihren Schadstoffausstoß um 40 Prozent zu verringern, meldete Itar-TASS weiter. Ärzte empfohlen den Einwohnern, in ihren Wohnungen zu bleiben, öfters zu duschen und nicht zu rauchen.

Deutsche Rettungskräfte sind nach unbestätigten Berichten ihren russischen Kollegen im Kampf gegen die gewaltigen Waldbrände im Riesenreich zu Hilfe geeilt. Auch Trupps aus Italien und Bulgarien seien in der Nacht zum Samstag in Moskau eingetroffen, sagte ein Mitarbeiter des Zivilschutzministeriums der Agentur Interfax. Um wie viele Helfer es sich handelt, war zunächst nicht bekannt. Bislang hatte Russland nicht auf ein Hilfsangebot der Bundesregierung geantwortet.

Unterdessen kämpften weiter Hunderttausende Feuerwehrleute, Soldaten und Freiwillige in vielen Regionen Russlands mit teils primitiven Mitteln gegen die verheerende Feuersbrunst. Landesweit zählte das Zivilschutzministerium etwa 840 Wald- und Torfbrände. Auf dem Gelände des atomaren Forschungszentrums in Sarow rund 400 Kilometer östlich von Moskau konnte in der Nacht ein Brand gelöscht werden.

Nach offiziellen Angaben kamen bislang 52 Menschen durch die Flammen ums Leben. Russische Hilfsorganisationen schätzen, dass die Zahl der Opfer weit höher liegt.

Die USA und Großbritannien rieten von nicht notwendigen Reisen nach Moskau und in die Waldbrandgebiete ab. Am Vortag hatte bereits das Auswärtige Amt einen entsprechenden Sicherheitshinweis veröffentlicht. Vor allem chronisch Kranke, ältere Menschen sowie Kinder sollten die betroffenen Regionen meiden.

APN/DPA DPA

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