VG-Wort Pixel

Brasilien Er ging zu spät zum Arzt: Mann stirbt drei Tage nach Spinnenbiss

Sanitäter bringen einen Patienten in die Notaufnahme
Der 48-jährige Brasilianer weigerte sich zunächst, nach seinem Spinnenbiss in die Notaufnahme zu gehen (Symbolbild)
© Andreas Arnold / DPA
In Brasilien ist ein Mann an den Folgen eines Spinnenbisses gestorben, weil er die Symptome zunächst nicht ernstnahm. Seine Familie fordert alle Betroffen auf, rechtzeitig zum Arzt zu gehen.

Drei Tage, nachdem er von einer Spinne gebissen worden war, ist ein Mann in Brasilien an den Nachwirkungen des Bisses gestorben. Der 48-jährige Luciano Marchioro aus der Stadt Pato Branco war im Schlaf von einer Braunen Einsiedlerspinne ins Bein gebissen worden, berichtete sein Sohn laut dem australischen Portal "7News". Er habe allerdings zuerst keinen Arzt aufgesucht, da er "nicht glaubte, dass er medizinische Hilfe brauchte", erklärte der Sohn des Toten.

Zunächst habe sein Vater seine Beschwerden für einen Virus gehalten. Erst nach drei Tagen ging Marchioro zum Arzt. Zu diesem Zeitpunkt sei das Bein bereits stark angeschwollen gewesen, auch habe Marchioro seit dem Biss nicht mehr urinieren können. Sofort wurde er ins Krankenhaus verlegt, doch auch auf der Intensivstation konnten die Ärzte nicht mehr viel für ihn tun – die Infektion hatte sich bereits im Körper ausgebreitet, auch die Niere war stark in Mitleidenschaft gezogen. Marchioro starb kurz nach seiner Einlieferung an den Folgen des Bisses.

Toter hatte eine starke Abneigung gegen Ärzte

Möglicherweise hätte sein Leben gerettet werden können, hätte er früher ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Marchioros habe schon immer eine ausgeprägte Abneigung gegenüber Ärzten gehabt, erklärte seine Familie nach seinem Tod. "Er hasste es, zum Arzt zu gehen und wollte sich nicht durchchecken lassen", sagte sein Sohn. Wie die britische Zeitung "Daily Mail" schreibt, sieht die Famiie eine direkte Verbindung zwischen dem Tod von Marchioro und seiner "sturen Weigerung, zum Arzt zu gehen" sowie seinem "machohaften Verhalten". 

"Er hat versucht, es durchzustehen wie ein harter Kerl, aber das war der falsche Weg", sagte seine Mutter. Die Familie redet so offen in den Medien über die Umstände des Todes, um andere Betroffene und deren Angehörige zu warnen. "Sorgt dafür, dass sie in die Notaufnahme gehen", fordert Marchioros Mutter die Familien von Betroffenen auf. "Wenn es Männer sind, gebt euch nicht mit machohaften Entschuldigungen zufrieden, weil sie glauben, dass es unmännlich wäre."

Quellen:"7News" / "Daily Mail"

epp

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker