China Mindestens 68 Bergarbeiter sterben


Die Serie von Grubenunglücken in China setzt sich besonders schlimm fort: Bei einer Explosion in einem Kohlebergwerk im Nordosten des Landes starben mindestens 68 Kumpel, viele weitere werden vermisst.

Nach einer Grubenexplosion im Nordosten Chinas sind mindetens 68 Kumpel tot geborgen worden. Das Schicksal von 100 Verschütteten in dem Kohlebergwerk in Qitaihe mehr als 300 Kilometer östlich von Harbin (Provinz Heilongjiang) war ungewiss. 70 Bergleute kamen mit dem Leben davon, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Demnach waren 221 Bergleute unter Tage, als die Kohlenstaubexplosion am Sonntagabend passierte. Der China News Service sprach dagegen von 220 Bergarbeitern.

48 Kumpel sind lebend aus der Unglücksgrube herausgekommen. Rettungstrupps bemühten sich, weitere 22 Überlebende aus dem Bergwerk ans Tageslicht zu holen, berichtete Xinhua. Die Explosion habe das Ventilationssystem lahm gelegt. Am Montagmorgen habe die Belüftung aber wieder aufgenommen werden können.

Serie setzt sich fort

Die Grubenexplosion in der nordostchinesischen Region an der russischen Grenze, die nach einem Chemieunfall vor zwei Wochen bereits von der Umweltkatastrophe auf dem Fluss Songhua heimgesucht wird, setzt eine Serie von Grubenunglücken in China fort. Der chinesische Bergbau leidet unter Sicherheitsmängeln, rückständiger Ausrüstung, mangelnder Aufsicht und hohem Förderdruck wegen des Energiemangels im Land.


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