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Doppelmord: Deutsche wird ausgeliefert

Eine Deutsche, die vor Ostern in Schweden zwei Kleinkinder ermordet haben soll, wird kommende Woche dorthin ausgeliefert. Das hat jetzt die Generalstaatsanwaltschaft Celle beschlossen. Die 31-Jährige bestreitet die Tat und hatte sich vergeblich gegen die Auslieferung gewehrt.

Nach der Ermordung zweier Kleinkinder in Schweden wird eine tatverdächtige 31 Jahre alte Deutsche in der kommenden Woche ausgeliefert. Sämtliche Beschwerden der in Hannover inhaftierten Studentin gegen ihre Überstellung nach Schweden seien abgewiesen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Celle mit.

Die Verdächtige hatte zeitweise ein Verhältnis mit dem Lebensgefährten der Mutter der ermordeten Kinder. Die Ein- und Dreijährigen waren am Montag vor Ostern mit einem Werkzeug erschlagen worden, ihre Mutter wurde bei der Attacke schwer verletzt. Die Deutsche gilt als einzige Verdächtige, bestreitet allerdings eine Verwicklung in die Tat in der schwedischen Kleinstadt Arboga.

Bisher nur Indizien

"Darauf haben wir vier Wochen gewartet. Jetzt kann unsere Fahndungsarbeit ganz anders betrieben werden", sagte Polizeisprecher Börje Strömberg im schwedischen Västerås. Die bei der Bluttat schwer verletzte 23 Jahre alte Mutter der Kinder lag fast zwei Wochen im Koma, hat aber nach Angaben von Strömberg inzwischen im Krankenhaus Aussagen gemacht. "Wir haben immer mal wieder mit ihr sprechen können", so Strömberg. Der Frau gehe es jetzt "zumindest körperlich immer besser".

Der Polizeisprecher wollte Stockholmer Medienberichte nicht bestätigen, wonach die Mutter die Deutsche als Täterin identifiziert hat. Er sagte dazu: "Insgesamt wird schon sehr ausschlaggebend sein, ob die Mutter die Täterin klar, eindeutig und glaubwürdig identifizieren kann."

Möglicherweise Gegenüberstellung

Wegen ihrer schweren Verletzung und ihrer extremen psychischen Belastung nach dem Tod beider Kinder werde es aber möglicherweise erst während eines Gerichtsverfahrens zu einer Gegenüberstellung beider Frauen kommen.

Um die Deutsche zu überführen, werden die Fahnder sich womöglich allein auf Indizien stützen müssen. Der Tatverdächtigen konnte bisher ein Aufenthalt in Arboga am Tag des Doppelmordes durch Videobilder vom örtlichen Bahnhof nachgewiesen werden. Auch fand die Polizei auf dem Flugplatz von Nyköping einen spitzen Hammer, der als Tatwaffe gilt.

Flucht nach Bremen

Nach Angaben der schwedischen Polizei flüchtete sie nach der Tat von Nyköping nach Bremen. Am 20. März stellte sie sich in Hannover der Polizei. Sie bestritt bei ihrer Vernehmung, etwas mit dem Verbrechen zu tun zu haben und kam auf freien Fuß. Ende März wurde sie jedoch in Auslieferungshaft genommen.

Nach dem Grundgesetz dürfen Deutsche von der Bundesrepublik eigentlich nicht ins Ausland ausgeliefert werden. Innerhalb Europas ist dies aber seit 2006 mit Hilfe des europäischen Haftbefehls möglich.

Mit umfangreichen Tests werten zudem die Ermittler in Hannover DNA-Spuren der getöteten Kinder und der Tatverdächtigen aus. Da unter den Fingernägeln der Frau nur sehr wenig auswertbares Genmaterial gefunden wurde, gestalten sich die Überprüfungen langwierig.

DPA/AP / AP / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.