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Drei Tote bei Flugshow in Nevada: Pilot stürzt in Zuschauertribüne

Es sollte ein Rennen in der Luft werden, doch es endete tödlich: Ein einmotoriges Oldtimer-Flugzeug stürzte bei einer Flugshow in Reno ab. Mindestens drei Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

Tausende kommen jedes Jahr zum National Championship Air Races in Reno um die alten Flugzeuge und die tollkühnen Piloten zu bewundern. Am Freitagabend (Ortszeit) beendete der Absturz eines einmotorigen Oldtimers die Volksfeststimmung auf dem Gelände in Nevada jäh.

Das historische Jagdflugzeug vom Typ P 51 Mustang, das bei der US-Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kam, war nahe einer Zuschauertribüne im Sturzflug auf die Erde geprallt. Auf Videoaufnahmen waren eine Staubwolke und herumfliegende Trümmerteile zu sehen. Augenzeugen sagten dem Sender CNN, dass die Maschine in eine vorgelagerte Sitzreihe gestürzt sei, die unter anderem für Organisatoren der Veranstaltung reserviert gewesen sei. US-Fernsehsender zeigten Bilder von blutüberströmten Menschen, die auf Tragen zu Krankenwagen und Helikoptern gebracht wurden. Ein Augenzeuge sprach von einer "Horrorszene".

Pilot setzt Notruf ab

Nach Medienberichten mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Wie der Leiter der Veranstaltung, Mike Houghton, mitteilte, wurden 54 Menschen verletzt. Bei den Todesopfern handelt es sich den Berichten zufolge um zwei Zuschauer und den 74-jährigen Piloten der Unglücksmaschine. Eine offizielle Bestätigung für die Todesopfer gab es aber bislang nicht.

Auch die Absturzursache blieb vorerst unklar. Experten der Nationalen Transportsicherheitsbehörde NTSB ermittelten am Unglücksort. Nach Berichten örtlicher Fernsehstationen war der Pilot äußerst flugerfahren. Ein Sender berichtete, er habe vor dem Absturz noch einen Notruf abgesetzt.

swd/DPA / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?