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Studie aus Bristol Elektrische Felder: Schwärmende Bienen könnten das Wetter verändern

Sehen Sie im Video: Elektrische Insekten – schwärmende Bienen könnten das Wetter verändern.


Bienenschwärme sind nicht nur ein faszinierendes Naturschauspiel: Sie könnten möglicherweise auch Einfluss auf das Wetter nehmen.  


Dieser Vermutung ist der britische Ökologe Ellard Hunting zusammen mit seinem Team auf den Grund gegangen. In einer Feldstudie in Bristol haben die Forscher die Schwärme der Bienenstöcke der Universität mit einem elektrischen Feldminitor und einer Kamera beobachtet und aufgezeichnet. Ihr Ergebnis: Die elektrischen Felder vom Schwärmen um Honigbienenstöcke können so viel atmosphärische Spannung erzeugen wie ein Gewitter – bis 1000 Volt pro Meter. Je dichter die Bienen schwärmten, desto stärker war das elektrische Feld um sie herum.  


Die Forscher wendeten das Grundprinzip ihrer Berechnung in einem weiteren Schritt auch auf Heuschrecken an. Sie schreiben in der Studie:  


„Wanderheuschrecken können Schwärme in einem biblischen Ausmaß bilden (und Gebiete von 1000 Quadratkilometern bedecken). Dabei können sie heftige Schäden für die Landwirtschaft verursachen und Ernten vernichten.“ 


„Unsere Analyse zeigt, dass Heuschreckenschwärme das Potential in sich tragen die örtliche elektrische Umgebung mit der Heftigkeit eines meteorologischen Ereignisses zu verändern.“  


Dass Insekten selbst Stürme verursachen, ist nicht wahrscheinlich – denn dafür reicht elektrische Spannung allein nicht aus. Stürme entstehen durch hohe Temperaturunterschiede in der Luft. Kalte und trockene Luft trifft auf warme, feuchte – die unterschiedliche Dichte verursacht dieses Wetterphänomen. Dennoch zeigen die Forscher, dass Insektenschwärme Einfluss auf die Partikel in der Atmosphäre haben – das könnte wiederum die Wolkenbildung beeinflussen. Für aktuelle Klimaberechnungen wäre es spannend, diese Wirkung weiter zu untersuchen, so die Forscher.  
Quelle: Cell

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Bienenschwärme sind nicht nur ein faszinierendes Naturschauspiel: Sie könnten möglicherweise auch Einfluss auf das Wetter nehmen. Das haben Ökologen der Universität Bristol nun untersucht. 

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