Erdrutsch in Uganda Zahlreiche Opfer geborgen


Nach dem Erdrutsch im ostafrikanischen Uganda haben Rettungskräfte bereits 80 Leichen geborgen. Mehr als 400 Menschen würden noch vermisst, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit.

Nach dem Erdrutsch im ostafrikanischen Uganda haben Rettungskräfte bereits 80 Leichen geborgen. Mehr als 400 Menschen würden noch vermisst, teilte das Rote Kreuz am Mittwoch mit. Allein einhundert Menschen seien unter Erdmassen in einem kleinen Einkaufszentrum eingeschlossen, in das sie sich geflüchtet hatten. Zuvor war die Rede von mindestens 55 Toten und 350 Verletzten gewesen. Der Erdrutsch, der drei Dörfer verschüttete, ereignete sich in der Nacht zu Dienstag nach schweren Regenfällen im östlichen Bergland Ugandas.

Unter den Opfern seien 50 Studenten, die in einem Krankenhaus in Namatsi Zuflucht gesucht hätten, sagte Katastrophenminister Musa Ecweru. Sie seien entweder schon tot geborgen worden oder würden noch vermisst. Die Streitkräfte sollten die Rettungsarbeiten unterstützen, wie die Regierung mitteilte.

Ein Überlebender, James Kasawi, sagte, er habe zum Zeitpunkt des Unglücks einen Gottesdienst besucht. "Plötzlich stürzte die Kirche ein", sagte der 20-Jährige. "Alles war von Schlamm bedeckt. Fünf Leute, die neben mir saßen, starben. Ich habe nur überlebt, weil mein Kopf über dem Schlamm war."

Ein anderer Überlebender, Mohamed Mudini, erklärte, er sei auf einem Berg von dem Erdrutsch überrascht worden. "Ich habe ein lautes Krachen gehört, dann haben wir Rauch gesehen und dann den Erdrutsch. Wir sind weggelaufen und haben viele Menschen und Tiere zurückgelassen", sagte Mudini. "Als wir zurückkamen, waren die meisten von unseren Leuten weg."

AFP, APN

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker