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Hochwasser-Gebiet Nach Erdrutsch in Erftstadt-Blessem: Menschen dürfen erstmals zu ihren Häusern

Sehen Sie im Video: Einwohner von Erftstadt-Blessem dürfen nach Erdrutsch erstmals in ihre Häuser.




Erstmals durften Menschen zu ihren Häusern zurückkehren, die im vom Erdrutsch betroffenen Erftstädter Stadtteil Blessem stehen. Viele wollen ihre Habseligkeiten begutachten und schauen, was noch zu retten ist. Die einen hat es schwerer getroffen als die anderen, berichtet Nikolaus Bucher, der in Erftstadt lebt. "Das Haus meiner Nichte steht 50 Meter etwa von der Abbruchkante, die hat alles verloren. Das sind die wirklich schlimmen Schicksale. Wir haben ein paar Tage sauberzumachen und dann, wenn Wasser und Strom wieder angestellt wird und die Geologen sagen, es sickert nichts nach, dann sind wir wieder auf der guten Seite. Je näher ans Loch dran geht hinten, desto mehr betroffen sind die Leute. Und die mehr Werte im Keller hatten, ausgebaute Keller haben. Ich kenne einen Nachbarn, der hat den Keller komplett renoviert für etliche Tausend Euro im letzten Jahr. Der fängt jetzt wieder von vorne an, das sind die wirklich harten Schicksale." Die Unwetter hatten zahlreiche Häuser zerstört. Noch ist unklar, ob die Rückkehrerinnen und Rückkehrer von nun an für den Wiederaufbau in ihren Häusern bleiben dürfen oder nicht. Diese Entscheidung werde der Rhein-Erft-Kreis später fällen, teilte ein Sprecher mit. Wasser und Strom gibt es hier jedenfalls noch nicht. Bis das Gebiet wieder ans reguläre Netz angeschlossen werden kann, wird es Schätzungen zufolge noch Monate dauern.
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Ein Erdrutsch hatte Häuser in Erftstadt-Blessem zerstört, einige sind noch in Gefahr. Sie müssen jetzt von Statikern überprüft werden. Vorsichtig kehren die Anwohner zurück und schauen, wie schwer sie betroffen sind.

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