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Schwere Verletzungen: Fallschirm öffnete sich nicht: Frau fällt 1,5 Kilometer – und überlebt

Ungebremst stürzte eine Fallschirmspringerin in Kanada dem Boden entgegen – ihre beiden Fallschirme hatten sich nicht geöffnet. Die Frau überlebte wie durch ein Wunder.

Fallschirmspringer lässt sich aus Flugzeug fallen

Fallschirmspringer springen mit zwei Schirmen ab – sollte sich der erste nicht öffnen, dient der zweite als Ersatz

Getty Images

Eine 30-jährige Frau hat in Kanada einen ungebremsten Fall aus 1,5 Kilometern Höhe überlebt. Knapp 20 Sekunden lang stürzte die Fallschirmspringerin aus einem Flugzeug dem Boden entgegen – wahrscheinlich die längsten Sekunden ihres Lebens; nach aller Wahrscheinlichkeit auch die letzten. Doch die Kanadierin kam mit schweren Verletzungen davon.

Wie kanadische Medien berichten, war sie in der Nähe von Quebec mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug gesprungen. Jedoch öffnete sich weder der erste Fallschirm noch der zweite, der für solche Notsituationen als Ersatz vorgesehen ist. Die Frau landete in einem Waldstück und erlitt mehrere Knochen- und Wirbelbrüche, war aber bei Bewusstsein. Die Polizei teilte mit, dass sich die Fallschirmspringerin nicht in Lebensgefahr befindet.

Fallschirmspringerin überlebt schwer verletzt

Am Boden wurden mehrere Menschen Zeuge des Vorfalls. "Ich kann nicht glauben, dass eine Person einen solchen Fall aus einem Flugzeug überleben kann", sagte Denis Demers, der den Sturz beobachtete, zu "Radio Canada": "Es ist ein Wunder." Laut der örtlichen Polizei handelte es sich um eine erfahrene Fallschirmspringerin. Eine andere Frau, die gerade selbst ein Flugzeug für einen Fallschirmsprung besteigen wollte, sagte: "Wir haben alles bis zum Ende mit angesehen und haben gehofft, dass etwas passieren würde. Wir waren sehr besorgt."

Eine Vertreterin des US-amerikanischen Fallschirmspringerverbands sagte dem kanadischen Sender CBC, dass sich nur in extrem seltenen Fällen keiner der beiden Schirme öffne. Während des freien Falls erreichen Fallschirmspringer Geschwindigkeiten von bis zu 177 km/h. Bei 3,3 Millionen Sprüngen habe es in den USA im vergangenen Jahr nur 13 Tote gegeben, teilte der Verband mit. Der Vorfall in Kanada wird von der Polizei weiter untersucht. Die Firma, die den Sprung organisiert hatte, wollte sich gegenüber kanadischen Medien nicht dazu äußern.

Quellen: "Radio Canada" / CBC

epp
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