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Notfall in Südengland Feuerwehrhund Rigby rettet Frau, die sich das Leben nehmen will

Digby ist eine Kreuzungen aus Labrador und Großpudel
Unwiderstehlicher Hundeblick: Therapiehund Digby ist eine Kreuzungen aus Labrador und Großpudel 
© Devon and Somerset Fire and Rescue Service
Eigentlich ist Digby ein Therapiehund für Feuerwehrleute der englischen Grafschaften Devon und Somerset. Doch jetzt half der Labradoodle, eine junge Frau vor dem Suizid zu bewahren.

Ein Therapiehund in Großbritannien hat offenbar eine Frau davor bewahrt, sich von einer Autobahnbrücke zu stürzen. "Das ist Digby. Heute hat er etwas Erstaunliches getan und geholfen, eine junge Frau zu retten, die daran dachte, sich in der Nähe von Exeter das Leben zu nehmen", teilte die Feuerwehr der südenglischen Grafschaften Devon und Somerset auf Facebook mit.

Nach Polizeiangaben waren am Dienstagvormittag gegen 11 Uhr Ortszeit Einsatzkräfte zu der Fußgängerbrücke über der M5 nahe der Stadt Exeter gerufen worden, weil sich dort jemand um das Wohlergehen einer Frau gesorgt habe. Polizisten, ein Krankenwagen und die Feuerwehr seien vor Ort gewesen und Straßensperren seien eingerichtet worden.

"Die Unterhändler der Polizei sprachen mit der Frau, aber die Situation wurde zunehmend besorgniserregend", berichtete der Devon and Somerset Fire and Rescue Service (DSFRS) in seinem Facebookpost. Schließlich habe ein Mitglied des Feuerwehrteams die Idee gehabt, Digby zu holen.

Digby bringt Frau zum Lächeln

Der australische Labradoodle dient eigentlich den Feuerwehrleuten und Leitstellenmitarbeitern in Devon und Somerset als Therapiehund und soll ihnen bei der Verarbeitung schwieriger Einsätze etwa mit Schwerverletzten oder Todesopfern helfen, wie der DSFRS auf seiner Internetseite erklärt. Dadurch soll die Entwicklung von posttraumatischen Belastungsstörungen verhindert werden.

Digby sorge für eine positive Ablenkung, wenn die Einsatzkräfte wieder auf der Station oder im Kontrollraum angekommen seien, heißt es. Therapiehunde seien einfach sie selbst, und die Menschen fühlten sich automatisch wohl, wenn sie mit einem Hund zu tun hätten, der sich gerne streicheln und beschäftigen lasse. Es sei bekannt, dass dies den Blutdruck und die Herzfrequenz senke, was wiederum die Anspannung löse.

Das funktionierte offenbar auch bei der Suizidgefährdeten auf der Brücke. "Als Digby ankam, drehte die junge Frau sofort den Kopf herum, um ihn anzusehen und lächelte", schildert der DSFRS den Vorfall. "So kam ein Gespräch über Digby und seine Rolle bei der Feuerwehr in Gang. Sie wurde gefragt, ob sie herkommen und Digby kennenlernen möchte, was sie erfreulicherweise tat."

Ein Golden Retriever läuft neben einem weißen Kastenwagen auf der Straße an einem abgestellten Fahrrad vorbei

Laut Polizei wurde die Frau um kurz nach 15 Uhr Ortszeit in Sicherheit gebracht und in die Obhut von Psychologen übergeben. Die Feuerwehrleute erklärten: Wir wünschen der betroffenen Frau alles Gute für ihre Genesung."

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Quellen: Webseite und Facebookseite des Devon and Somerset Fire and Rescue Service, "Devon live", BBC

mad

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