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Abgestürztes Passagierflugzeug Flugschreiber soll "lautes Geräusch" aufgezeichnet haben


Ermittler haben auf dem Flugschreiber des abgetürzten russischen Passagierflugzeugs ein "lautes Geräusch" ausgemacht. Es soll in der letzten Sekunde der Aufzeichnung zu hören sein, heißt es auf einer Pressekonferenz. 

Die Flugschreiber der abgestürzten russischen Maschine auf der Sinai-Halbinsel haben laut Ermittlern am Ende ein "lautes Geräusch" aufgenommen. Nach 23 Minuten und 14 Sekunden Flug sei auf dem Stimmenrekorder "ein lautes Geräusch in der letzten Sekunde der Aufzeichnung zu hören", sagte der ägyptische Chefermittler Aiman al-Mokaddem bei einer Pressekonferenz am Samstag in Kairo. Eine Spektralanalyse solle nun Aufschluss über den Ursprung des Geräusches geben. Bisher gebe es noch "keine Schlussfolgerung" zur Absturzursache, fügte er hinzu.

In Ermittlerkreisen in Paris hatte es zuvor geheißen, dass die Auswertung der Flugschreiber den Anschlagsverdacht stütze. Die Aufzeichnungen des Flugdatenschreibers und des Stimmenrekorders deuteten auf einen "brutalen, plötzlichen" Absturz des Airbus A321 hin. Sowohl die Daten der Instrumente als auch die Gespräche seien bis zur 24. Minute völlig unauffällig gewesen, hieß es. Dann hätten die beiden Geräte auf einen Schlag nicht mehr funktioniert.

Die Maschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am vergangenen Samstag nach dem Start vom Badeort Scharm el Scheich abgestürzt. Keiner der 224 Insassen überlebte. Die britischen und US-Geheimdienste halten es für wahrscheinlich, dass eine Bombe an Bord geschmuggelt wurde. Dem Team, das nach der Absturzursache sucht, gehören Experten aus Russland, Ägypten, Frankreich und Deutschland an.

mod AFP

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