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Frankreich Zwei Menschen sterben bei Busunglück


Für rund 70 Passagiere aus Polen endete eine Reise nach Frankreich auf furchtbare Weise: Zwei Menschen wurden bei einem Busunglück getötet, sechs Fahrgäste schweben in Lebensgefahr.

Bei einem schweren Busunfall im französischen Elsass sind zwei Insassen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen wurden am Dienstag schwer verletzt. Nach ersten Angaben der Behörden geriet das doppelstöckige Fahrzeug aus Polen vermutlich wegen eines zu abrupten Fahrspurwechsels aus dem Gleichgewicht und stürzte um.

Der Unfall ereignete sich gegen 8 Uhr an einer Autobahnabfahrt auf der A36 nahe der Stadt Mulhouse (deutsch: Mülhausen), die nur wenige Kilometer westlich der deutsch-französischen Grenze liegt. Berichte über drei Tote wurden vom zuständigen Präfekt Alain Perret inzwischen dementiert.

Sechs Schwerverletzte schwebten nach offiziellen Angaben in Lebensgefahr und wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Insgesamt wurden 32 Menschen verletzt. 150 Rettungskräfte sowie 60 Gendarmen waren im Einsatz, um die zahlreichen Verletzten zu versorgen und die Unfallstelle zu räumen. Insgesamt waren nach Behördenangaben 65 Reisende an Bord. Hinzu kamen nach Informationen der Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" zwei Fahrer sowie eine Begleitperson.

Passagier wollten in Marseille Urlaub machen

Der Online-Seite des Blattes zufolge soll der zum Unfallzeitpunkt diensthabende Fahrer versucht haben, in letzter Sekunde eine Abfahrt zu nehmen, die in Richtung eines Rastplatzes führte. Dabei könnte er die Kontrolle über den am Morgen in Polen gestarteten Bus verloren haben. Der Reisebus soll in Richtung der südfranzösischen Hafenstadt Marseille unterwegs gewesen sein.

Das Außenministerium in Warschau richtete eine Hotline für Angehörige ein, die sich über das Schicksal der Passagiere erkundigen wollen. Das polnische Konsulat in Lille sprach von 40 Verletzten. Die Reise wurde von dem polnischen Reiseveranstalter Sindbad organisiert, der Fahrten in zahlreiche europäische Länder anbietet.

Der Bus selbst wurde von der Firma Albatros aus dem südostpolnischen Przemysl gestellt. Diese wollte auch Ersatzfahrzeuge an den Unfallort nahe der Stadt Mulhouse schicken.

Bei Busunglücken kommt es immer wieder zu zahlreichen Verletzten und Toten. Erst Anfang des Monats stürzte in Marokko ein voll besetztes Fahrzeug in eine Schlucht. 42 Menschen wurden mit in den Tod gerissen. Am 13. März kamen in einem Schweizer Tunnel 28 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen belgische Schulkinder auf einer Klassenfahrt in die Schweiz.

mlr/AFP/DPA DPA

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