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Internet-Betrug: Brüder zocken Kunden ab, um damit Flugticket zum Mond zu kaufen

Zwei Brüder sind in England wegen Betrugs und Steuerhinterziehung hinter Gitter gelandet. Das Geld zogen sie Kunden beim Online-Shopping aus der Tasche und verprassten es für Häuser und dicke Autos – sowie für ein Flugticket zum Mond.

Vorbereitung zum Mond-Flug: Eine Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic.

Eine Rakete des privaten US-Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic. Damit wollte einer der Brüder zum Mond fliegen, leistete sogar eine Anzahlung.

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Sie wollten zum , gelandet sind sie hinter Gittern: Zwei Brüder sind in England wegen Steuerhinterziehung und Betrug zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Wie "The Northern Echo" berichtet, haben die beiden 30 und 27 Jahre alten Männer aus dem englischen Coxhoe Whirlpools, Blockhütten und Dampfbäder im Internet zum Verkauf angeboten. Doch nachdem die Kunden das Geld überwiesen hatten, blieben die Geschäftsmänner ihnen die Ware schuldig. Teils mit haarsträubenden Ausreden vertrösteten sie die wartenden Kunden. Einem Paar erzählten sie beispielsweise, die Lieferung des Whirlpool verzögere sich, weil das Meer in China zugefroren war. Auch eine Wohltätigkeitsorganisation, ein Golfclub und ein Hotelier wurden neben Hunderten von Einzelpersonen Opfer der Brüder. 

Anzahlung für ein Flugticket zum Mond

Von dem Geld machten sich die beiden ein schönes Leben. Sie mieteten sich in der Nähe von Stockton eine Wohnung für 2500 Pfund (rund 2800 Euro) im Monat und ein Einfamilienhaus mit 1,8 Hektar Grundstück in Wolsingham. Dazu kauften sie sich mehrere wie drei Jaguar S-Type, einen BMW, einen Range Rover, einen Mercedes und einen VW Golf. 118.000 Pfund (134.000 Euro) soll einer der Brüder sogar einfach verzockt haben. Insgesamt sollen sie ihre Kunden um 530.000 Pfund (605.000 Euro) betrogen haben. Die Steuerschulden belaufen sich auf 395.000 Pfund (450.000 Euro).

Der britische Milliardär und Gründer der Virgin-Gruppe, Richard Branson

Der britische Milliardär und Gründer der Virgin-Gruppe, Richard Branson

DPA


Als sie eines Tages den Milliardär Richard Branson trafen, machte einer der beiden diesem sogar eine Anzahlung von 20.000 Pfund (23.000 Euro), um einer der ersten Menschen auf dessen 110.000 Pfund (125.000 Euro) teuren Virgin-Flügen zum Mond zu sein.

Statt zum Mond ging es für die beiden Brüder ins Gefängnis. Der 30-Jährige, der nach eigener Aussage die treibende Kraft für die Internetgeschäfte gewesen sei, bekam sechseinhalb Jahre und sein jüngerer Bruder vier.  

jek