Gasexplosion in St. Pölten Kurzschluss in Stromleitungen als mögliche Ursache


Die schwere Gasexplosion in niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten mit fünf Toten ist möglicherweise durch einen Kurzschluss ausgelöst worden.

Die schwere Gasexplosion in niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten mit fünf Toten ist möglicherweise durch einen Kurzschluss ausgelöst worden. Das sagte nach einer Meldung der österreichischen Nachrichtenagentur APA ein Sachverständiger des Bundeskriminalamts, Christian Tisch, am Freitag. Der St. Pöltener Staatsanwalt Karl Fischer sagte dazu, es sei "für juristische Schlussfolgerungen zu früh", hieß es weiter.

Am Donnerstagmorgen hatte ein gewaltige Explosion ein Wohnhaus völlig zerstört. Bis zu 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei waren bis Freitag früh im Einsatz, der Brand wurde um 04.45 Uhr gelöscht gemeldet. Den Ermittlungen zufolge besteht möglicherweise ein Zusammenhang mit Grabungsarbeiten am Gehsteig vor dem Wohnhaus. Im Kreuzungsbereich der Gaszuleitungen mit drei Stromleitungen sei ein Kurzschluss aufgetreten, schrieb APA. Ein Lichtbogen habe das darunter befindliche Gasrohr durchgebrannt, wurde Tisch zitiert. Seit Mittwochabend sei vermutlich Gas ausgetreten, bis es am Donnerstagmorgen zur verheerenden Explosion gekommen sei.

Die Identität der fünf Toten war auch am Freitag zunächst noch unklar, hieß es bei APA. In dem Haus habe ein älteres Ehepaar, dessen Tochter sowie eine Enkeltochter gewohnt. Auch der Lebensgefährte der Tochter, ein Nigerianer, wurde in dem Haus vermutet.

Die Ursache der verheerenden Explosion, die auch umliegende Häuser beschädigte, war zunächst unklar. Ermittler und Behördenvertreter äußerten sich nicht zu Spekulationen über einen möglichen Zusammenhang mit einem Stromausfall am Mittwochabend. 440 Tonnen Schutt und Trümmer wurden APA zufolge abtransportiert.

APN APN

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