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Gasexplosion: Schweres Grubenunglück in China

Bei einem neuen schweren Grubenunglück in China sind durch eine Gasexplosion 166 Bergleute verschüttet worden. Bislang könnten nur 127 Kumpel gerettet werden, wie die staatliche Kohlebehörde in Peking berichtete.

41 von ihnen seien verletzt. Viele hätten Gasvergiftungen erlitten. Die Bergungsarbeiten in der staatlichen Chenjiashan Kohlegrube in der Provinz Shaanxi in Nordwestchina sind angelaufen.

Der Explosionsort unter Tage lag etwa acht Kilometer vom Eingang der Grube entfernt. Die meisten Überlebenden hätten in der Nähe des Ausgangs gearbeitet, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zum Zeitpunkt des Unglücks seien 293 Bergleute unter Tage gewesen. Erst vor einer Woche war in Nordchina ein schweres Grubenunglück geschehen, bei dem 68 Bergleute ums Leben gekommen waren.

Chinas Bergwerkindustrie ist die gefährlichste der Welt

In China ist es auch in diesem Jahr schon zu einer ganzen Reihe vernichtender Grubenunglücke gekommen. Xinuha zufolge wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 4153 Bergleute getötet. Erst im Oktober starben bei einer Explosion in einem Bergwerk in der Provinz Henan 148 Menschen.

"Warum passieren all diese Unfälle - einer nach dem anderen? Warum unternehmen die verantwortlichen Behörden nichts dagegen? Ist das Leben eines Chinesen weniger wert als Geld?", hieß es in einem Leserbrief auf der Interseite der Agentur.

Die Bergwerk-Industrie in China ist die größte und zugleich die gefährlichste der Welt. Tausende Menschen kommen jedes Jahr durch Explosionen, Überflutungen und andere Unglücke in den Gruben ums Leben. Die Regierung hat angekündigt, kleine unsichere und illegale Bergwerke zu schließen und die Sicherheitsstandards zu erhöhen.

DPA, Reuters