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Schwarze Witwe im Supermarkt? Mutter entdeckt Giftspinne in Trauben-Packung

Eine Britin hat in einer Trauben-Packung eine Spinne entdeckt. Höchstwahrscheinlich ist es eine Schwarze Witwe.
Eine Britin hat in einer Trauben-Packung eine Spinne entdeckt. Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um eine Schwarze Witwe (Symbolbild).
© Picture Alliance/blickwinkel/H. Bellmann
Ein Einkauf in einem Supermarkt hätte für eine Britin und ihre Tochter tödlich ausgehen können: In einer Packung Trauben versteckte sich eine hochgiftige Spinne.

Am vergangenen Montag blieb die kleine Phoebe zu Hause, das Mädchen aus dem britischen Dörfchen Coddenham hatte Windpocken und musste das Bett hüten. Ihre Mutter Kimberley Seymour schilderte britischen Medien, dass sie der Neunjährigen daher etwas Gutes tun wollte und aus dem Kühlschrank eine Packung Trauben holte. Die hatte sie einige Tage zuvor in einem benachbarten Tesco-Supermarkt gekauft. Doch es erwartete sie eine böse Überraschung.

Laut Seymours Aussagen in der britischen Zeitung "East Anglian Daily Times" versteckte sich zwischen den Trauben eine Spinne. "Ich hasse Spinnen über alles. Als ich sie gesehen habe, flippte ich aus", zitiert das Blatt die 33-jährige Seymour. Die ganze Packung sei voller Spinnweben gewesen. In einer Ecke entdeckte sie schließlich das gefährliche Tier.

Seymour wusste sofort, dass es keine gewöhnliche Hausspinne sein konnte. Sie packte sie in eine Dose und fuhr zu einer örtlichen Veterinär-Praxis.

Spinne sieht nach einer Schwarzen Witwe aus

"Wir haben uns an die Suffolk Wildlife Trust gewandt", berichtete die Praxisleiterin Jade Martin laut der "East Anglian Daily Times". "Sie sagten uns, dass es eine Schwarze Witwe sein könnte. Aber niemand ist sich zu 100 Prozent sicher. So ein Geschöpf bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht."

Eine Sprecherin der Zoologischen Gesellschaft von London bestätigte, dass es eine junge männliche Schwarze Witwe sein könnte. Diese Meinung teilt laut dem Bericht auch Catherine Scott, eine Spinnenexpertin an der Universität von Toronto in Kanada. 

"Schwarze Witwen leben oft unter Weinreben in Weinbergen", erzählte sie. Der Fund sei also nichts Ungewöhnliches und kein Grund, Alarm zu schlagen. "Ein Biss des Tieres ist potenziell gefährlich. Aber die Spinnen sind nicht aggressiv und beißen meistens nur dann, wenn sie angefasst werden", beruhigte Scott. Derzeit wird das Tier untersucht.

Tesco prüft Vorfall

Für Seymour nur ein schwacher Trost. "Was wäre, wenn meine Tochter gebissen worden wäre. Sie ist im Moment krank und hat ein schwaches Immunsystem. Ich schaudere, wenn ich daran denke, was hätte passieren können."

Die Supermarkt-Kette Tesco prüft jetzt, wie die Spinne in die Trauben gelangen konnte.

ivi

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