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Geheimnisvolle Meeresregion: Gefährliche Insel im Bermuda-Dreieck aufgetaucht

"Shelly Island" haben Bewohner die neue Insel im sagenumwobenen Bermuda-Dreieck getauft.  Sie zieht zahlreiche Abenteurer und Neugierige an. Doch sie birgt große Gefahren.

Ein Sturm tobt über dem Bermuda-Dreieick, der zwischen Miami in Florida, San Juan in Puerto Rico und den Bermuda-Inseln liegt

Ein Sturm tobt über dem Bermuda-Dreieick, der zwischen Miami in Florida, San Juan in Puerto Rico und den Bermuda-Inseln liegt (Archivbild)

Um das -Dreieck ranken sich die wildesten Spekulationen. Schiffe und Flugzeuge verschwinden dort angeblich spurlos. Oder sie verunglücken auf rätselhafte Weise. Man munkelt, dass es im "Teufelsdreieck" spuckt. Unheimliche Legenden erzählen von UFO's, Geisterschiffen, Seeungeheuern, Zeitlöchern und übernatürlichen Erscheinungen.

Nun ist in dem Areal aber nichts verschwunden, sondern aufgetaucht. Und zwar eine ganze Insel. Innerhalb von nur wenigen Monaten hat sich unterhalb des Cape Hatteras in North Carolina eine meilenlange Sandbank gebildet. Shelly Island haben die Anwohner sie getauft - wegen der unzähligen Muscheln, die sich in ihrem Sand verbergen.

"Ist es nicht verrückt? Im April war das noch ein kleiner Haufen", erzählte Janice Regan der lokalen Nachrichtenseite "Pilot Online". Die US-Amerikanerin hatte die neue Insel eigenen Angaben zufolge mit ihrem Enkel zum Memorial Day am 28. Mai besucht.

Cape Hatteras point and the new sandbar island #capepoint

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Gefährliches Gewässer

Shelly Island entwickelt sich laut dem Bericht zu einem echten Touristen-Magneten. Wie magisch ziehe sie Muschelsammler, Angler, Abenteurer und Fotografen an. 

Doch viele unterschätzten die Gefahr, heißt es. Zwar trennten nur 50 Meter die Sandbank von Cape Hatteras und das Wasser sei bei Ebbe nicht besonders tief. Aber das könne sich bei Flut sehr schnell ändern, warnen die Behörden. Außerdem entstünden dann starke Strömungen, die in den Atlantik hinaus fließen. Erst vor ein paar Tagen mussten Retter fünf Waghalsige aus dem Wasser ziehen.

Ungewisse Zukunft

Die Menschen sollen daher nicht versuchen, zu Shelly Island zu schwimmen oder zu waten, warnt Dave Hallac, Vorsitzender des Cape Hatteras National Seashore, laut "Pilot Online". Besucher werden demnach dazu aufgerufen, Kajaks oder Boote zu verwenden. 

Das Wasser berge außerdem noch andere Gefahren. Es seien bereits Haie und Stachelrochen gesichtet worden. 

Die Zukunft der neuen Insel ist jedoch ungewiss. Shelly Island könnte weiter wachsen. Sie könnte aber genauso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht ist. 

ivi