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Seit 40 Jahren verheiratet: Oberstes Gericht verbietet unglücklich verheirateter Britin die Scheidung

Seit 40 Jahren sind Tini und Hugh Owens aus Broadway in der englischen Grafschaft Worcestershire verheiratet. Nun wollte Tini die Scheidung. Doch das Oberste Gericht verweigerte sie ihr.

Scheidung in London: Hausfrau erhält 90 Prozent des Vermögens. Das Bild zeigt symbolisch Eheringe im Gerichtssaal.

Drum prüfe, wer sich ewig bindet - vor allem in England

Eine Britin, die angibt, in ihrer Ehe sehr unglücklich zu sein, muss nach einem Gerichtsurteil weiterhin mit ihrem Mann verheiratet bleiben. Tini Owens aus Broadway in der englischen Grafschaft Worcestershire war bis vor das Oberste Gericht in Großbritannien gezogen, um nach 40 Jahren Ehe gegen den Willen ihres Gatten Hugh die Scheidung durchzusetzen, wie mehrere britische Medien berichten. Die fünf Richter hätten ihr Anliegen nun jedoch einstimmig abgewiesen.

Seine Mandantin sei nach dem Urteil "am Boden zerstört" und "kann mit ihrem Leben nicht vorankommen", zitiert die BBC den Anwalt der 68-Jährigen. Tini und Hugh Owens hatten demnach 1978 geheiratet und haben zwei erwachsene Kinder. Das Paar war laut "Daily Mail" mit Erfolgen im Pilzucht-Geschäft zu Wohlstand gelangt und besitzt mehrere Häuser.

"Lieblos, launisch, streitsüchtig"

In ihrem Scheidungsgesuch erklärte Owens laut dem "Guardian", ihre Beziehung zu dem 80 Jahre alten Hugh sei zerstört. Ihrem Mann sei seine Arbeit wichtiger als das Familienleben und sein Umgang mit ihr lieblos und ohne Zuneigung. Zudem sei er häufig launisch und streitsüchtig und habe sie vor anderen herabwürdigend behandelt. Er sei ihr fremd geworden.

Nach dem in England und Wales geltenden Recht ist eine Scheidung gegen den Willen eines Ehepartners jedoch nur möglich, wenn der andere Partner nachweisen kann, dass die Beziehung Aufgrund von Ehebruch, unangemessenem Verhalten oder böswilligem Verlassen zerstört ist. Andernfalls muss das Paar vor einer Scheidung fünf Jahre getrennt voneinander gelebt haben.

Scheidung erst 2020 möglich

Tini Owens habe nach eigener Aussage seit 2012 über eine Scheidung nachgedacht und damals auch bereits Anwälte deswegen konsultiert, sei aber erst im Februar 2015 aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen, heißt es in den Medienberichten. Daher könne sie sich nach der Niederlage vor Gericht frühestens im Jahr 2020 von ihrem Mann Scheiden lassen.

Der Fall hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob das Scheidungsrecht in England und Wales geändert werden muss. Auch das Oberste Gericht fällte seine Entscheidung "mit Widerwillen", wie einer der Richter laut BBC mitteilte. Supreme-Court-Präsidentin Baroness Hale sagte demnach, sie halte den Fall für "sehr beunruhigend", aber es sei nicht Sache der Richter, "Das Gesetz zu ändern".

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mad
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.