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Hamburger Flughafen: Passagierjet entgeht knapp Kollision mit Drohne

Nur noch 30 Meter trennten eine Passagiermaschine der Finnair von einer Drohne. Beim Landeanflug auf den Hamburger Flughafen kreuzte der Flugroboter plötzlich die Landebahn des Fliegers. Das Landeskriminalamt ermittelt.

Seit Jahren steigt die Zahl der Drohnen in Deutschland. Am Hamburger Flughafen kam es jetzt beinah zu einem Unfall.

Seit Jahren steigt die Zahl der Drohnen in Deutschland. Für den Flugverkehr werden sie zunehmen zu einer Gefahr. Am Hamburger Flughafen kam es jetzt beinahe zu einer Katastrophe.

Am Hamburger Flughafen ist es am vergangenen Samstag fast zu einer Katastrophe gekommen. Ein Flugzeug der finnischen Fluggesellschaft Finnair sei nur knapp einem Zusammenstoß mit einer Drohne entgangen, teilte die Polizei am Montag mit. Der Pilot der Passagiermaschine sichtete demnach die Drohne auf einer Höhe von 250 Metern. Nur noch 30 Meter trennten den Flieger mit 80 Passagieren an Bord von dem ferngesteuerten Flugobjekt.

Die Finnair-Maschine befand sich gerade im Landeanflug auf ihrem Weg von Helsinki, als die Drohne ihre Landebahn kreuzte. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, um den Aufstiegsort der Drohne zu ermitteln. Der Betreiber konnte allerdings nicht mehr dort angetroffen werden. Das Landeskriminalamt ermittelt nun wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. 

Drohnen sind generell genehmigungspflichtig

Das kommerzielle Betreiben von Drohnen ist in Hamburg generell genehmigungspflichtig. Auch private Betreiber müssen im Umkreis von 1500 Metern rund um das das Hamburger Flughafengelände eine Genehmigung einholen. Dies gilt auch für Luftballons und Lenkdrachen. Wenn die Drohne zudem höher als 50 Meter steigen kann, ist grundsätzlich eine Freigabe der Deutschen Flugsicherung notwendig. Bei Flugmodellen liegt diese Grenze bei 30 Metern.

Immer häufiger kommt es aufgrund von Drohnen zu Gefährdung der Sicherheit des Luftverkehrs. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) warnt eindringlich davor, Drohnen in Flughafennähe zu starten. Im Umkreis der 16 internationalen Flughäfen in Deutschland sind Drohnen verboten. Ebenfalls verboten ist auch der Einsatz von Drohnen über Menschenmengen, militärischen Objekten, Kraftwerken und Krankenhäusern. Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, könne wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr mit bis zu zehn Jahren Haft bestraft werden, warnt die Deutsche Flugsicherung.

ivi