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Havarie der "Lisco Gloria": Vorbereitungen für Bergung der Fähre laufen

Das Feuer auf der Ostseefähre "Lisco Gloria" ist erloschen. Die Feuerwehr muss nun an Bord, um restliche kleine Brandherde zu finden und zu löschen. Während die Schiffshaut weiter gekühlt wird, bereiten Spezialisten die nächsten Schritte vor.

Das Feuer auf der Ostsee-Fähre "Lisco Gloria" ist weitgehend gelöscht. Es seien keine Flammen mehr zu sehen und es gebe nur noch vereinzelt Rauchentwicklung, teilte das Einsatzkommando der dänischen Marine mit. "Wir denken, es ist von alleine ausgegangen", sagte der Chef der Rettungszentrale weiter.

In der Nacht hatten die dänischen Behörden die Einsatzleitung übernommen, sagte ein Sprecher des Havariekommandos in Cuxhaven. Das Schiff liegt in dänischen Gewässern vor der Insel Langeland vor Anker.

Die Einsatzkräfte seien weiter damit beschäftigt, die heiße Außenhaut des Schiffes zu kühlen. Die Lage sei unter Kontrolle: "Das Schiff liegt stabil und vor Anker", sagte der Kommandeur. "Es ist keinerlei Öl ausgetreten." Vier Spezialschiffe seien an der Unglücksstelle, um notfalls einzugreifen.

Die Feuerwehr solle das Schiff noch im Laufe des Sonntags betreten, um zu prüfen, ob weiterhin kleine Feuer im Inneren des Schiffs brennen, sagte der Leiter. Dann solle auch Wasser aus dem Schiff gepumpt werden, um es zu stabilisieren. "Es ist kein Such- und Rettungseinsatz mehr. Zur Zeit ist es ein Umweltschutzeinsatz", sagte der diensthabende Kommandeur des Einsatzkommandos. Seinen Angaben zufolge befinden sich 200 Tonnen Treibstoff an Bord der Fähre, bislang sei aber nichts davon ausgetreten.

Anschließend sollten Spezialkräfte mit der Bergung beginnen. Männer eines niederländischen Bergungsunternehmens seien unterwegs.

Die "Lisco Gloria", die für eine dänische Reederei fährt, war in der Nacht zum Samstag auf dem Weg von Kiel nach Klaipeda in Litauen vor Fehmarn in Flammen aufgegangen. Alle 249 Menschen an Bord wurden in einer dramatischen Rettungsaktion an Land gebracht. 28 Menschen wurden nach Angaben eines Notarztes verletzt.

san/DPA/DAPD / DPA