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TERRORISMUS: BKA hält Anschläge auf Ostseefähren für unwahrscheinlich

Das BKA hält Hinweise auf angeblich geplante Anschläge durch islamistische Terroristen auf Passagierschiffe für wenig glaubwürdig und widerspricht damit indirekt Berichten über Attentatspläne auf Ostseefähren.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hält Hinweise auf angeblich geplante Anschläge durch islamistische Terroristen auf Passagierschiffe für wenig glaubwürdig. Zu einem Bericht der Zeitung »Die Welt« über Attentatspläne auf Ostseefähren wollte sich eine BKA-Sprecherin in Wiesbaden allerdings nicht äußern.

Schon vor Monaten Zweifel gehabt

Sie verwies auf einen Hinweis des BKA von Anfang Mai, wonach islamistische Terroristen möglicherweise in Deutschland und mehreren europäischen Ländern Entführungen von Passagierschiffen planen. In dem Hinweis soll auch von Selbstmordattentätern die Rede gewesen sein. Jedoch hatte die Behörde bereits zum damaligen Zeitpunkt erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Information angeführt und erklärt, der Hinweis sei keine offizielle Warnung.

Verdacht durch Abhörprotokolle

Das Blatt hatte berichtet, die Anschlagspläne gingen aus Abhörprotokollen des israelischen Geheimdienstes hervor. Dieser habe deutsche Verfassungsschutzbehörden um Amtshilfe ersucht, um die Beobachtung zweier dringend verdächtiger Palästinenser zu übernehmen. Nach Angaben der Zeitung hatte der Hamburger Verfassungsschutz zwei Palästinenser observiert, die sich im Fährhafen Puttgarden aufhielten und von dort nach Dänemark weiterreisten.