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Hochwasser in Colorado Beamte rechnen mit Anstieg der Opferzahlen


Acht Menschenleben haben die verheerenden Überschwemmungen in Colorado bisher gefordert. Es wird befürchtet, dass diese Zahl noch steigt, weil über 650 Menschen als vermisst gelten.

Durch die heftigen Überschwemmungen im US-Bundesstaat Colorado sind nach neuen Angaben der Behörden mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Die Opferzahl werde sehr wahrscheinlich ansteigen, da mehr als 650 Einwohner noch vermisst würden, sagte Colorados Gouverneur John Hickenlooper am Montag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates wurden mehr als 1500 Wohnhäuser zerstört und knapp 18.000 weitere beschädigt.

Zu den acht Todesopfern wurden auch zwei Vermisste gezählt, deren Tod die Behörden als sicher bewerten. Am Montag wurden noch 658 Menschen vermisst. Dabei handelte es sich laut Katastrophenschutz aber um eine Schätzung, die sich ständig ändern könne, da die Rettungskräfte in immer mehr Flutgebiete vordrängen.

Viele der Vermissten seien womöglich wegen der zerstörten Infrastruktur einfach nur nicht in der Lage, ein Lebenszeichen zu geben. Dennoch müsse mit einem Anstieg der Opferzahl gerechnet werden, sagte Hickenlooper: "Es gibt sehr, sehr viele zerstörte Häuser".

Versorgung aus der Luft

Am Sonntag hatte wegen heftiger Regenfälle kein Hubschrauber zur Suche nach Vermissten aufbrechen können. Am Montag waren 21 Helikopter im Einsatz. Hunderte örtliche Helfer wurden durch Einsatzteams der nationalen Katastrophenschutzbehörde Fema unterstützt. Unter anderem wurden Fertigmahlzeiten aus der Luft abgeworfen, um von der Außenwelt abgeschnittene Menschen zu versorgen.

Wegen der Überschwemmungen mussten 11.700 Menschen ihre Häuser verlassen. Vor allem in gebirgigen Regionen waren viele Ortschaften ohne Strom und von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen verwandelten sich in Sturzbäche. US-Präsident Barack Obama erließ eine Notstandverordnung und sagte Bundeshilfen zu. In Colorado war seit Mittwochabend so viel Regen gefallen wie normalerweise in mehreren Monaten. In 15 Bezirken verursachten die Unwetter Überschwemmungen. Für Dienstag sagten Meteorologen trockeneres Wetter voraus.

juho/AFP AFP

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