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Sterbebegleitung für Vierbeiner Großes Herz: Ehemalige Krankenschwester gründet Englands erstes Hundehospiz

Hundehospiz: Englische Krankenschwester gründet Sterbeheim für Hunde
Großbritanniens erstes Hundehospiz kümmert sich um Vierbeiner, deren Lebenserwartung unter einem halbe Jahr liegt (Symbolbild)
© Getty Images
Im Hundehospiz werden Vierbeiner aufgenommen, deren Lebenserwartung weniger als sechs Monate beträgt. Oft wird dies die schönste Zeit ihres Hundelebens.

Noch einmal ein ordentliches Steak, ein ausgiebiger Strandspaziergang oder sogar ein McDonald's-Besuch – all diese potenziellen Hundewünsche, die sich Vierbeiner in ihrem Leben erträumen könnten, sind hier möglich. Die 46-jährige Nicola Coyle, eine ehemalige Krankenschwester, gründete mit dem "Grey Muzzle Canine Hospice Project" (etwa: Hundehospiz Grau Schnauze) das erste Hundehospiz Großbritanniens. Vierbeiner, die dem Tod nahe sind, können hier noch einmal alle Freuden erleben, die so ein Haustierleben vorsieht. Für kurze Zeit dürfen die Tiere nochmal ihre Schmerzen, Einschränkungen oder gar Misshandlungsfolgen aus ihrem Leben vergessen. Im Hundehospiz von Coyle werden sie behandelt, wie des Menschen bester Freund.

Aufgenommen wird, wer nur noch sechs Monate zu leben hat

Hospize, eigentlich für Menschen vorgesehen, gründeten sich auf der Idee, Personen, die medizinisch nicht mehr behandelbar waren, eine Beherbergung (lateinisch: hospitium) anzubieten. Dort sollen sie, frei von unnötigen Schmerzen und ohne die oft sterile Umgebung von Krankenhäusern, ihre verbleibende Zeit würdevoll und weitestgehend natürlich genießen können. Nicola Coyle übertrug die Idee nun auch auf Hunde. Die zweifache Mutter nimmt Vierbeiner auf, deren Lebenserwartung weniger als sechs Monate beträgt. Meist stammen die Tiere von umliegenden Heimen, aus Tierarztpraxen oder von Hundebesitzern, denen die Pflege oder der Unterhalt schlicht nicht mehr möglich erschienen.

Im Hundehospiz bereits 30 Tiere in den Tod begleitet

Etwa 500 Britische Pfund (rund 565 Euro) zahlt sie aus eigener Tasche für jedes Tier, um diesen eine letzte Freude zu bereiten. Zusammen mit ihren Kindern Harvey, 14, und Olivia, 15, kümmerte sie sich bereits um mehr als 30 sterbende Tiere. Um Coyles Projekt zu unterstützen, finden sich über ihre Facebook-Seite eine Spendenmöglichkeit, sowie zahlreiche weitere, wahrlich herzzerreißende, Fotos, der – zumindest kurzzeitig – glücklichen Hunden.

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