VG-Wort Pixel

2021 Warum der kalendarische Frühling am 20. März genau um 10.37 Uhr beginnt

Die Sonne geht hinter Bäumen am Maschsee unter
Die Sonne geht hinter Bäumen am Maschsee in der Nähe von Hannover unter. Der kalendarische Frühlingsanfang wird anhand des Standes der Sonne berechnet
© Hauke-Christian Dittrich / DPA
An diesem Wochenende startet der Frühling – der Kalender legt sich auf die Minute fest. Doch warum ist das so? Und warum beginnt der meteorologische Frühling zu einem anderen Zeitpunkt als der kalendarische?

Mitten in der Corona-Pandemie kann vielleicht schon der offizielle Start des Frühlings viele Menschen aufheitern. Symbolisiert dieses Datum doch die Aussicht auf Wärme, auf mehr Licht und schöne Tage im Freien. Die ersten Frühblüher verbreiten bunte Tupfer in den Gärten, die Laune steigt.

Der kalendarische Frühlingsbeginn

Zwar sind die Temperaturen noch nicht besonders warm und frühlingshaft. Laut Kalender ist der Frühlingsbeginn aber eindeutig auf Samstag an diesem Wochenende festgelegt. Und das hat mit dem Stand der Sonne zu tun: Demnach beginnt der kalendarische Frühling, wenn die Sonne im Zenit über dem Äquator steht. In diesem Jahr ist es in Mitteleuropa am 20. März um 10.37 Uhr soweit. Astronomen bezeichnen diesen Tag auch als Tagundnachtgleiche, da jede Erdregionen genau 12 Stunden Tageslicht erhält.

Und dennoch vergehen am Samstag mehr als zwölf Stunden zwischen dem Auf- und dem Untergang der Sonne. In Kassel, das etwa in der Mitte Deutschlands liegt, sind es fast elf Minuten mehr Tageslicht. Das liegt daran, dass als Sonnenaufgang der Zeitpunkt definiert wird, zu dem der oberste Rand der Sonne am Horizont sichtbar wird; Sonnenuntergang hingegen erst, wenn der oberste Rand der Sonne wieder hinter dem Horizont verschwindet.

Der meteorologische Frühlingsbeginn

Es gibt aber auch noch eine andere Definition des Frühlingsanfangs: Fragt man – ausgerechnet – Wetter-Experten, so hat der Lenz schon längst begonnen, und zwar schon vor gut drei Wochen. Und das hat ebenfalls nichts mit Temperaturen zu tun. Komplizierte Berechnungen, wann die Sonne auf und untergeht, sind für diese Definition ebenfalls nicht relevant.

Die Weltorganisation für Meteorologie, eine Unter-Organisation der Vereinten Nationen, legte einst fest, wann aus ihrer Sicht der Frühlingsanfang ist: für die Nordhalbkugel der Erde genau am 1. März.

Diese Vereinigung hat den Beginn von Jahreszeiten grundsätzlich auf den Monatsbeginn festgelegt. Denn so lassen sich Wetter-Statistiken oder Klimadaten leichter vergleichen. Eine Jahreszeit umfasst demnach immer drei Monate: Von Dezember bis Februar ist in unseren Breiten Winter, zwischen März und Mai Frühling, der Sommer findet von Juni bis August statt, und im September beginnt dann der Herbst.

anb DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker