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Gewalt gegen Kinder: Lehrer prügelt Schüler krankenhausreif - und ist nun um 177.000 US-Dollar reicher

Ein US-Lehrer schlägt dermaßen auf einen Schüler ein, dass dieser ins Krankenhaus muss. Der Lehrer wird festgenommen. Im Netz haben viele Menschen Verständnis für den Mann - und spenden fleißig für ihn.

Ein US-Polizeiauto mit Blaulicht

Nach Prügel-Attacke auf Schüler: Tausende spenden für einen US-amerikanischen Musiklehrer (Symbolbild)

Getty Images

Ein US-amerikanischer Lehrer hat einen Schüler verprügelt, festgehalten und mehrfach auf ihn eingeschlagen. Der US-Sender ABC News hat ein Video des Vorfalls am 4. November auf YouTube veröffentlicht. In dem Clip ist zu sehen, wie Lehrer und Schüler vor der Klasse stehen und sich streiten. Der Schüler beleidigt den Lehrer, woraufhin dieser den Schüler auffordert, den Raum zu verlassen. Als dieser der Aufforderung nicht nachkommt, holt der Lehrer aus und verpasst dem Jungen einen Faustschlag. Im Anschluss hält er ihn fest, zieht ihn an seinen Oberschenkel und drischt weiter auf ihn ein.

Bei dem Mann handelt es sich um Marston Riley. Er arbeitet als Musiklehrer an der Maywood Academy High School in Kalifornien. Wie ABC News berichtet, musste der Schüler nach dem Vorfall in ein Krankenhaus gebracht werden. Riley wurde festgenommen, aber gegen Zahlung der Kaution von 50.000 US-Dollar auf freien Fuß gesetzt. Ihm droht ein Prozess wegen Kindesmisshandlung. Auch ist unklar, ob er weiter als Lehrer arbeiten darf.

Trotz der heftigen Attacke haben viele Menschen Verständnis für den Musiklehrer. Im Netz schlägt ihm eine Welle der Sympathie entgegen. "Gut gemacht, Lehrer, gut gemacht", kommentiert ein User das Video des US-Senders. "Ihm wurde offensichtlich nie Respekt beigebracht. Die Erziehung hat versagt." Ein anderer schreibt: "Dieser Mann ist nicht kriminell...Wir brauchen mehr von ihm!"

Tausende spenden für den Prügel-Lehrer

Eine ehemalige Kollegin hat eine Spendenseite für den Lehrer eingerichtet. Riley sei "ein guter Mensch und ein guter Lehrer", schreibt sie. Er sei bereits in der Vergangenheit mehrfach angegriffen worden, verbal wie körperlich. Dennoch habe er sich entschlossen, weiter in seinem Job zu bleiben und das zu tun, was er liebe: Kindern Musik zu lehren. Unter der Überschrift "Lehrer verdienen Respekt" haben User bereits rund 177.000 US-Dollar gesammelt.

Anders als in Deutschland sind Prügelstrafen in US-Schulen durchaus üblich. In 19 US-Staaten ist es Lehrern erlaubt, Schüler mit körperlichen Attacken zu bestrafen, darunter in Mississippi, Texas, Alabama und Georgia. Für Schlagzeilen sorgte jüngst der Fall eines Schuldistrikts in North Carolina: Der Schulrat hatte sich für eine Abschaffung der Prügelstrafe ausgesprochen - gegen den Willen der Eltern. Sie hatten gefordert, die Prügelstrafe beizubehalten.

North Carolina lässt einzelne Schulbezirke entscheiden, ob und wie sie die Kinder züchtigen. Es gibt aber Richtlinien: So darf ein Schüler nicht vor seinen Mitschülern geprügelt werden, die Strafe darf nicht zu schmerzhaft sein oder gar ernsthafte Verletzungen verursachen.

ikr
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