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Kanada Spaziergang trotz Ausgangssperre: Frau führt ihren Ehemann an der Leine aus

Montreal ist die größte Stadt der kanadischen Provinz Quebec
Montreal ist die größte Stadt der kanadischen Provinz Quebec
© Ryan Remiorz/ / Picture Alliance
Ein Paar im kanadischen Quebec wollte die Ausgangssperre umgehen und dachte, es kann die Polizei austricksen, indem sich der Ehemann von seiner Frau an der Leine führen ließ. Als triftiger Grund galt dies jedoch trotzdem nicht.

Eine Kanadierin aus Sherbrooke in der Provinz Quebec hat versucht, die durch die Coronapandemie bedingte Ausgangssperre auszuhebeln und ging mit ihrem Ehemann Gassi. Seit vergangenem Samstag gilt dort ein Verbot, zwischen 20 und 5 Uhr, sein Haus ohne triftigen Grund zu verlassen. Seinen Hund auszuführen würde als ein solcher gelten, so lange man sich innerhalb eines Kilometers vom eigenen Zuhause bewegt – also machte die Frau kurzerhand ihren Ehemann zum Haustier.

Frau wollte Polizei "auf die Probe stellen"

Um 21 Uhr Ortszeit sei die Frau nach Beginn der Ausgangssperre im Freien gewesen und habe ihren Partner an einer Leine geführt, teilte die Polizei mit. Auf ihren Verstoß angesprochen, habe die Frau mit ernster Miene erwidert, sie gehe "mit ihrem Hund" Gassi. Polizeisprecherin Isabelle Gendron teilte mit, die Beamten hätten den Eindruck gehabt, sie habe sie auf die "Probe stellen" wollen. Einsicht habe die Frau nicht gezeigt und sagte laut Gedron, dass sie vorhabe, während des Lockdowns jeden Abend auf die Straße zu gehen.

Saftige Strafen für den Verstoß gegen Ausgangsperre

Beide Spaziergänger hätten für ihren Verstoß eine saftige Straße von je 1546 kanadischen Dollar (rund 1000 Euro) zahlen müssen sowie weitere Bußgelder in Höhe von 50 und 100 Dollar für den Verstoß gegen die Gemeindeordnung erhalten, teilte die Polizei mit. Das Paar sagte, dass es ein "Vergnügen" wäre, die Geldstrafen zu erhalten und "es würde sie nicht davon abhalten, die Regeln auch in Zukunft zu brechen damit sie sehen, wie viele Strafzettel sie bekommen könnten", sagte Gendron. Wiederholungstäter könnten demnach mit einer Strafe von bis zu 6000 (rund 3900 Euro) kanadischen Dollar rechnen.

Insgesamt mussten die Beamten in derselben Nacht insgesamt 750 Verstöße gegen die Ausgangssperre feststellen. Unter anderem hielten sie einen betrunkenen Autofahrer an, der sehen wollte, wie es sei, sich nach der entsprechenden Uhrzeit auf der Straße aufzuhalten. Die Ausgangssperre gilt noch vier Wochen.

Quelle: Montreal Gazette, BBC

yak

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