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Tragischer Vorfall in den USA: "Gefährlichster Vogel der Welt" tötet seinen Besitzer

Kasuare gelten als die gefährlichsten Vögel der Welt. In Florida hat einer von ihnen tragischerweise seinem Ruf alle Ehre gemacht und seinen Besitzer getötet.

Kasuare können bis zu 1,70 Meter groß und rund 60 Kilogramm schwer werden

Kasuare können bis zu 1,70 Meter groß und rund 60 Kilogramm schwer werden

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Ein Kasuar hat in den USA seinen Besitzer getötet. Das berichten unter anderem der "Miami Herald", ABC News und die britische BBC. Demnach stürzte der 75-jährige Mann am Freitag, als er sich im Gehege des großen Laufvogels aufhielt. Daraufhin habe das Tier ihn angefallen und so schwer verletzt, dass er wenig später im Krankenhaus starb. Den Berichten zufolge gehen die Rettungskräfte davon aus, dass der Kasuar den Mann mit einer seiner langen Krallen so schwer verletzt hat.

Die Tiere sehen Emus ähnlich und können bis zu 1,70 Meter groß sowie 60 Kilogramm schwer werden. Laut des Zoos von San Diego gelten Kasuare "richtigerweise als die gefährlichsten Vögel der Welt". Sie haben sehr kräftige Beine, mit denen sie schnell laufen aber auch hart zutreten können. Besondere Gefahr geht von ihren Füßen aus. An einer der drei Zehen auf jeder Seite haben die Tiere eine bis zu zehn Zentimeter lange dolchartige Kralle. Wenn sie sich bedroht fühlen attackieren sie ihre Gegner oft mit beiden Füßen gleichzeitig.

Der nun in Florida getötete Mann züchtet den Medienberichten zufolge seit Jahrzehnten exotische Tiere auf seinem Anwesen, darunter auch Lamas. Der Vogel, der ihn tödlich verletzte, bleibt laut BBC auf dem Grundstück bei der Partnerin des Verstorbenen. Die Polizei will zwar demnach zwar noch weitere Untersuchungen anstellen, geht jedoch von einem tragischen Unfall aus.

Kasuare: Gefährlich aber eigentlich schüchtern

Die vor allem in Neuguinea und Australien lebenden Kasuare leben sehr zurückgezogen und halten sich in der Regel von Menschen fern. Die Tiere sind vom Aussterben bedroht. Ab und zu kommt es jedoch zu Attacken auf Menschen, die nicht selten mit schweren Verletzungen enden. Der einzig dokumentierte Todesfall bis zu diesem Wochenende datierte aus dem Jahr 1926. Damals sollen zwei australische Brüder, 16 und 13 Jahre alt, einen Kasuar mit Knüppeln attackiert haben. Als der ältere Bruder zu Boden ging, habe ihn das Tier angesprungen und mit der Kralle seine Halsschlagader verletzt. Der 16-Jährige sei zwar noch aufgestanden und geflohen, wenig später jedoch kollabiert und gestorben.

Quellen: "Miami Herald", ABC NewsBBC, Pickle, San Diego Zoo 

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