Küste von Samoa Neues Beben erschüttert die Südsee


Vor der Küste von Samoa hat wieder die Erde gebebt. Eine Tsunami-Warnung gab es nicht. Unterdessen geht nach den schweren Erdstößen der vergangenen Tage auf Sumatra die Suche nach Überlebenden weiter.

In der Region um das von Tsunamis heimgesuchte Samoa hat am Freitag erneut die Erde gebebt. Das Erdbeben habe eine Stärke von 6,3 erreicht, teilte das US-Institut Geological Survey mit. Das Epizentrum habe vor der Insel Tonga in rund zehn Kilometern Tiefe gelegen. Über mögliche Schäden lagen zunächst keine Berichte vor. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik auf Hawaii gab zunächst keine Flutwellen-Warnung aus.

Bei den verheerenden Flutwellen am Dienstag sind auf Samoa nach Angaben von Behörden 160 Menschen ums Leben gekommen. Auch auf der benachbarten Inselgruppe Amerikanisch-Samoa wurden zahlreiche Ortschaften zerstört. Auslöser der Tsunamis war ein Erdbeben der Stärke 8 südwestlich der Inselgruppen gewesen.

In Sumatra gehen Rettungsaktionen weiter

Unterdessen geht nach dem schweren Erdbeben in Sumatra die Suche nach Überlebenden weiter. In der Großstadt Padang haben die Helfer die ganze Nacht mit Baggern und teils mit bloßen Händen in den Trümmern gesucht. Das Fernsehen zeigt immer wieder erfolgreiche Rettungsaktionen. Wie viele Menschen noch verschüttet sind, war auch am Freitag völlig unklar. Die Vereinten Nationen schätzen die Opferzahl auf mindestens 1100.

Lage noch völlig unübersichtlich

Auf Sumatra war die Lage außerhalb von Großstadt Padang am Freitag noch völlig unübersichtlich. Es war schwierig, in die entlegeneren Teile des Erdbebengebiets vorzudringen, weil viele Straßen von Erdrutschen verschüttet wurden. Auch von der Insel Mentawai, die nahe dem Epizentrum des 7,6-Bebens am Mittwochabend liegt, gab es zunächst keine Informationen.

"Wir brauchen dringend mehr Maschinen, weil immer noch viele Leute unter den Trümmern eingeklemmt sind", sagte Zul Ariman, Chef der Suchtrupps in der betroffenen Region West Sumatra. "Wir haben nur eine begrenzte Zahl, und diese Maschinen von einem zum anderen Ort zu bringen, ist auch nicht einfach." In Padang hat es am Donnerstag zudem heftig geregnet.

Die Menschen verbringen Nacht im Freien

Aus Angst vor weiteren Nachbeben haben tausende Menschen die zweite Nacht in Folge im Freien verbracht. Sie bauten sich mit Plastikplanen und Zelten notdürftige Unterstände. Viele kampierten auch im Flughafengebäude. Die Stromversorgung war in weiten Teilen von Padang noch nicht wieder hergestellt. In Turnhallen mehrten sich die gelben Leichensäcke mit den geborgenen Opfern.

Unter dem eingestürzten fünfstöckigen Ambacang-Hotel wurden Dutzende Verschüttete vermutet. Das Hotel hatte regelmäßig viele ausländische Gäste. Ob Touristen unter den Todesopfern sind, wusste am Freitag noch niemand.

DPA DPA

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