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"Das ist krank": Lehrer verfüttert Hundewelpen an Schildkröte – die Schüler sehen zu

In den USA warf ein Lehrer einen Welpen einer Schildkröte zum Fraß vor – weil das Tier ohnehin todkrank gewesen sei. Umweltaktivisten sind empört, der Lehrer bekommt nun sogar Drohungen.

Ein süßer Hundewelpe in der Natur

Weil er einen kranken Hundewelpen einer Schildkröte zum Fraß vorwarf, bekommt ein Lehrer nun Drohungen (Symbolbild)

Getty Images

Robert Crosland, Lehrer an der Preston Junior High School, hatte den kleinen Welpen laut eines Berichts der "Salt Lake Tribune" zur Pflege bekommen. Der Lehrer sei dafür bekannt gewesen, kranke und verletzte Tiere aufzunehmen. Dieses jedoch konnte er nicht gesundpflegen, der Hund habe ohnehin sterben müssen. So verfütterte Crosland ihn nach dem Unterricht an eine seiner Schnappschildkröten. Er setzte den Welpen in das Aquarium der Schildkröte, wo er zunächst ertrank und dann gefressen wurde. Drei Schüler aus der siebten Klasse hätten dabei zugesehen.

Bei Tierschützern sorgt der Fall für Entsetzen. "Was ich in den vergangenen Tagen erfahren haben, ist ekelhaft. Das ist krank", sagte Umweltaktivistin Jill Parrish dem Fernsehsender Fox13. "Kindern zu erlauben, einen unschuldigen Welpen wimmern zu hören, weil er an ein Tier verfüttert wird, ist Gewalt."

Schüler und Eltern reagieren entspannt

Die Schüler und Eltern reagieren allerdings gelassener. "Ich habe bisher nur gehört, dass er Mäuse und Vögel an seine Tiere verfüttert. Ich fühle mich etwas besser, weil der Welpe sowieso gestorben wäre und es kein gesunder Welpe war", sagte eine Schülerin zu Fox13. "Er hätte den Welpen zum Tierarzt bringen und für eine Einschläferung bezahlen können – oder seinen Tieren geben können, damit die leben", beschrieb eine Bekannte von Crosland die Situation laut "Salt Lake Tribune".


Auch Eltern einiger Schüler sähen die umstrittene Aktion nicht so dramatisch. "Das ist der Kreislauf des Lebens", sagte eine Mutter. Eine andere bezeichnete Crosland als den "besten Naturwissenschaftslehrer, den die Prestion Junior High hat". Er sei in der Stadt sehr beliebt.

Drohungen im Internet

Nun steht die Schule im US-Bundesstaat Idaho unter Polizeischutz, da Crosland im Internet anonyme Gewaltandrohungen erhalten hat. Dadurch hat der Fall mittlerweile sogar das FBI erreicht. Gegen Crosland selbst ermittelt die lokale Polizei. "Wir sammeln die Fakten und übergeben sie dem Staatsanwalt", sagte der Sheriff.

Die Schulbehörde wird den Fall ebenfalls untersuchen. Weder die Schule noch Crosland wollten sich bislang zu den Vorwürfen äußern. Bis die Untersuchung abgeschlossen ist, darf Robert Crosland weiter unterrichten.

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epp