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Mysteriöse Funde: Die Leichenschiffe von Japans Küste

Keiner weiß mit Sicherheit, woher sie kommen: In den vergangenen zwei Monaten sind acht Schiffe voller Leichen an der Küste Japans angespült worden. Der Ursprung der Geisterschiffe könnte in Nordkorea liegen.

Geisterschiffe in Japan

In den letzten Monaten tauchten immer wieder Schiffe mit Leichen an Bord in japanischen Gewässern auf - ihr Ursprung ist noch nicht abschließend geklärt

In den vergangen zwei Monaten sind mindestens acht Holzboote voller Leichen im Japanischen Meer und an den Küsten der Inselnation aufgetaucht. Wie die japanische Küstenwache dem US-Sender CNN berichtet, sollen von den toten Körpern teilweise nur noch Skelette übrig gewesen sein. Auf einem der Boote habe bei zwei Leichen der Kopf gefehlt. Auf einem anderen wurden sechs Schädel entdeckt.

Laut den japanischen Behörden ist noch nicht abschließend geklärt, woher die Schiffe stammen. Am wahrscheinlichsten sei, dass die Holzboote aus Nordkorea kommen. Das genaue Schicksal der Passagiere konnte jedoch noch nicht geklärt werden. Wie die Küstenwache CNN mitteilte, stand auf einem der Boote in koreanischer Schrift "Korean People's Army" - der Name der Nordkoreanischen Streitkräfte. Für John Nilsson-Wright vom Asien-Programm der Denkfabrik Chatham House ist die Sache eindeutig: "Es gibt keine Zweifel daran, dass diese Boote aus Nordkorea stammen." Die gefundenen Schriftzeichen und deren Übersetzung deuteten klar in Richtung Nordkorea.

Flüchtlinge auf dem Weg nach Japan?

Ein weiterer Hinweis stützt diese These: Ein entdeckter Stofffetzen auf einem der Schiffe sehe aus, als stammte er von einer nordkoreanischen Flagge. Laut dem Meeresexperten Yoshihiko Yamada haben die Schiffe eine starke Ähnlichkeit mit denen, die von Flüchtlingen aus Nordkorea verwendet wurden. "Die Boote bestehen aus Holz und sind alt und schwer. Sie sind nicht besonders schnell und ihre Motoren sind nicht stark genug, um gegen die Strömung anzukommen."

Andere japanische Medien hatten laut CNN spekuliert, es könne sich jedoch auch um Fischerboote handeln, die vom Kurs abgekommen sind. Wahrscheinlicher ist aber, dass es sich um Flüchtlinge aus Nordkorea handelt, die versucht hatten, dem Regime in Pjöngjang zu entkommen. Laut Wright ist es möglich, dass die Flüchtlinge mittlerweile eine neue und gefährlichere Route Richtung Japan wählen müssen, da bisherige Fluchtwege, beispielsweise die nach China, inzwischen stärker überwacht würden.

amt
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?