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Flugzeugabsturz in Marokko: Leichnam von Abu-Dhabi-Fondschef geborgen

Jetzt ist es traurige Gewissheit: Scheich Ahmed bin Sajed al Nahajan, Chef des Staatsfonds von Abu Dhabi, ist tot. Vier Tage nachdem sein Segelflugzeug abgestürzt war, fanden Rettungskräfte seine Leiche in einem Stausee in Marokko.

Vier Tage nach dem Absturz seines Segelflugzeugs ist der Chef eines der weltweit größten Staatsfonds tot aufgefunden worden. Rettungskräfte fanden die Leiche von Scheich Ahmed bin Sajed Al Nahajan am Dienstag in einem Stausee in Marokko. Der 41-jährige war ein Bruder des Herrschers des ölreichen Emirats Abu Dhabi und Vorsitzender des landeseigenen Fonds Adia. Das staatliche Fernsehen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, zu denen Abu Dhabi gehört, unterbrach für die Todesmeldung sein Programm und sendete Zeilen aus dem Koran.

Das Segelflugzeug des Scheichs war am Freitag rund zehn Kilometer südlich der marokkanischen Hauptstadt Rabat in einen Stausee gestürzt. Der Pilot der Maschine wurde gerettet. Anwohnern zufolge besitzt die königliche Familie von Abu Dhabi einen Palast oberhalb des Stausees, in dem sich Scheich Ahmed häufiger aufhielt. Der 41-jährige ist einer der Söhne des Gründers der Vereinigten Arabischen Emirate. Auf der Forbes-Liste der mächtigsten Menschen der Welt belegte er im vergangenen Jahr Platz 27.

Adia verwaltet Schätzungen zufolge Vermögenswerte im Volumen von bis zu 700 Milliarden Dollar. Der Fonds ist unter anderem Anleiheinvestor der US-Großbank Citigroup und hält einen Anteil am Londoner Flughafen Gatwick. Eine regierungsnahe Person sagte, eine Nachfolgeregelung für Scheich Ahmed sei bereits getroffen worden und werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Reuters / Reuters
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