HOME

Mexiko: "Emily" vertreibt 60.000 Touristen

Der Hurrikan "Emily" hat in Mexiko mehrere Menschen getötet, 60.000 Urlauber mussten evakuiert werden. Ein Wirbelsturm sorgt auch in Taiwan und China für chaotische Verhältnisse.

In Mexiko hat der Wirbelsturm "Emily" Bäume entwuzelt und Straßenschilder umgeknickt, an einem Großteil der Küste der Riviera Maya sind Strom und Telefon ausgefallen. Südlich von Cancun wurde der Sand an den Stränden weggeweht und weggespült, bei einigen Hotels klatschten die Wellen fast bis an die Tür. Der Hurrikan der Kategorie eins schwächte sich zunächst auf einen Hurrikan der Kategorie zwei ab, sollte im Lauf des Tages aber wieder an Kraft gewinnen.

Im ganzen Staat waren fast 60.000 Urlauber in Notunterkünften in Schulen und Turnhallen in Sicherheit gebracht worden. Wegen des Wirbelsturms wurden außerdem 63 Ölquellen vor der Küste geschlossen und mehr als 15.500 Arbeiter evakuiert. Zwei Piloten kamen ums Leben, als ihr Hubschrauber beim Anflug auf eine Ölplattform ins Meer stürzte.

Bei dem Versuch, Hab und Gut vor dem heran nahenden Hurrikan "Emily" zu schützen, ist ein Deutscher auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan gestorben. Der Mann, ein Tauchlehrer in Playa del Carmen, erlitt schon am Samstag einen tödlichen Stromschlag, wie der deutsche Honorarkonsul in Cancun, Rudolf Bittorf, am Montag berichtete. Er habe während der Schutzarbeiten beim Bohren eine Stromleitung getroffen. Damit sind durch den Sturm in Mexiko bisher drei Menschen getötet worden. Weitere Menschen starben in Grenada und Jamaica.

Taifun "Haitang" nähert sich Taiwan

Vor der Ankunft von "Haitang" wurden im Nordosten Taiwans Schulen und Büros geschlossen. Der Flug- und Eisenbahnverkehr kam zum Erliegen. Westlich von Taipeh wurde nach Medienberichten die Leiche einer Frau entdeckt, die von einem Fluss mitgerissen worden war. In der Hauptstadt fiel schon am frühen Morgen heftiger Regen, Windböen von 162 Stundenkilometern ließen Bäume umstürzen. Die größten Schäden wurden am Abend erwartet, als das Auge von "Haitang" südlich von Taipeh vorbeiziehen sollte.

An der Südostküste Chinas wurde der Taifun am Dienstag erwartet, wie staatliche Medien berichteten. Meteorologen zufolge fiel in der Provinz Fujian schon am Montag Starkregen. Bis zum Nachmittag wurden laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua fast 540.000 Menschen in Notunterkünfte gebracht, darunter zahlreiche Fischer. Mehr als 17.000 Boote sollten sicherheitshalber im Hafen bleiben.

DPA/AP / AP / DPA