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Fünf Tote Erdbeben der Stärke 8,4 erschüttert Mexiko - Tsunamiwarnung


Erneut spürt Mexiko die Kraft der Naturgewalten: Am Atlantik ist ein Hurrikan unterwegs, dazu kommt nun noch ein heftiges Erdbeben vor der Pazifikküste. Ein Tsunami ist möglich. Bisher starben fünf Menschen.

Ein schweres Erdbeben der Stärke 8,4 vor der Pazifikküste hat Mexiko erschüttert. Das Beben ereignete sich in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) 137 Kilometer südwestlich von Tonalá im Bundesstaat Chiapas in 19 Kilometern Tiefe, wie das Seismologische Institut des Landes mitteilte. Andere Institute wie die US-Erdbebenwarte USGS hatten zunächst von einer Stärke von 8,0 gesprochen.

Nach dem schweren Erdbeben ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens fünf gestiegen. Im Bundesstaat Tabasco starb ein Baby, weil ein Beatmungsgerät im Krankenhaus wegen eines Stromausfalls nicht mehr funktionierte, ein weiteres Kind wurde beim Einsturz einer Mauer getötet, wie Gouverneur Arturo Núñez mitteilte. Im Bundesstaat Chiapas wurden in San Cristobál zwei Frauen von Trümmern erschlagen. Zum fünften Opfer ist noch nichts bekannt.

Für mehrere Länder der Region wurde eine Tsunamiwarnung ausgegeben - sie umfasste neben Mexiko mehrere Staaten in Mittelamerika sowie das südamerikanische Ecuador. Der Bundesstaat Chiapas liegt im Süden des Landes nahe der Grenze zu Guatemala. 

Erdstöße waren auch in Mexiko-Stadt zu spüren

Die Erdstöße waren auch im etwa 700 Kilometer entfernten Mexiko-Stadt sowie in anderen Bundesstaaten und mehreren Ländern Mittelamerikas zu spüren. In Mexiko-Stadt und anderswo kam es zu zahlreichen Stromausfällen. Viedos auf Twitter zeigen, wie das 52 Meter hohe Unabhängigkeitsdenkmal im Centrum der Stadt bedenklich schwankt. 

Staatspräsident Enrique Peña Nieto berief sofortige Krisensitzungen ein, "um die Lage zu überwachen, zu bewerten und um Maßnahmen zu ergreifen". Er machte sich auf den Weg in das nationale Katastrophenzentrum. Der Leiter des Zivilschutzes, Luis Felipe Puente, warnte die Menschen an der Küste der Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas vor Wellen von bis zu 4,20 Meter Höhe. Vielerorts rannten verängstigte Menschen auf die Straßen. In Mexiko-Stadt, Oaxaca und Chiapas soll am Freitag der Unterricht in allen Schulen ausfallen, um die Gebäude auf mögliche Schäden durch das Beben zu überprüfen.  

Im Westen das Erdbeben, im Osten Hurrikan "Katia"

Die betroffene Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der immer wieder von heftigen Erdbeben erschüttert wird. Im Golf von Mexiko ist derzeit zudem der Hurrikan "Katia" unterwegs. Eine Hurrikan-Warnung sei für Teile des Staates Veracruz ausgegeben worden, berichtete der Wettersender "Hurricane News". Im Osten Mexikos könnte es am Freitag und am Wochenende zu heftigem Regen und Sturmböen kommen.

tyr DPA

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