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Er wollte Schwarzen Angst machen: Mann verbrennt Holzkreuz - und muss dafür viele Jahre in Haft

Kreuze verbrennen kann in den USA eine Straftat sein - wenn damit etwa (schwarze) Menschen eingeschüchtert werden sollen. Genau das hatte ein Angeklagter in Mississippi beabsichtigt und muss deshalb elf Jahre ins Gefängnis.

Kreuz brennt Ku Klux Klan

Brennendes Kreuz bei einer Ku-Klux-Klan-Zeremonie in Virginia 2011

Ein US-Gericht hat einen Weißen, der wie beim rassistischen Ku Klux Klan ein Holzkreuz verbrannt hat, zu elf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 38-jährige Angeklagte im Oktober 2017 zusammen mit einem Komplizen in Seminary im Bundesstaat Mississippi ein Holzkreuz gebaut und angezündet hatte.

Der Mann hatte sich im April schuldig bekannt und eingeräumt, dass er mit der Aktion einem Jugendlichen und anderen schwarzen Bewohnern des Orts Angst machen wollte. Er habe die Dorfbewohner nur wegen ihrer "Rasse" terrorisiert, erklärte der Bürgerrechtsbeauftragte im US-Justizministerium, Eric Dreiband. Auch der Komplize bekannte sich schuldig, sein Strafmaß soll im November verkündet werden.

Ku Klux Klan verbrennt seit 100 Jahren Kreuze

Der 1866 nach dem US-Bürgerkrieg gegründete Ku Klux Klan hatte ab den 20er Jahre Kreuze angezündet - als Symbol bei Versammlungen und zur Einschüchterung von Schwarzen. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte 2003 in einem Grundsatzurteil entschieden, das Verbrennen von Kreuzen unter bestimmten Bedingungen als Straftat zu werten. Die Anklage muss dabei aber im Einzelfall nachweisen, dass dadurch andere Menschen eingeschüchtert werden sollen.

nik / AFP
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