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Nachrichten aus Deutschland: 15.000 Liter Milch frieren auf Straße fest

Rüthen: 15.000 Liter Milch frieren auf Straße fest +++ Arenshausen: Mann stürzt bei Suche nach Handynetz aus dem Fenster +++ Witten: Polizisten wechseln den Reifen +++ Nachrichten aus Deutschland.

Auf einer Straße in Westfalen sind Tausende Liter Milch festgefroren

Auf einer Straße in Westfalen sind Tausende Liter Milch festgefroren

Rüthen: 15.000 Liter Milch frieren auf Straße fest

Tausende Liter Milch sind in Westfalen auf einer Straße festgefroren. Unbekannte hatten am Samstagabend die Ablaufhähne eines geparkten Milchanhängers geöffnet, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Fahrer hatte den Anhänger in Rüthen bei Soest abgestellt, um weitere Milch bei angrenzenden Bauernhöfen abzuholen. Als er zurückkam, hatten sich etwa 15.000 Liter über die Fahrbahn ergossen und waren bei Temperaturen von etwa Minus 4 Grad angefroren. Die Milch habe in der gesamten Fahrbahnbreite einen rutschigen Belag gebildet, berichtete die Feuerwehr. 20 Kräfte seien im Einsatz gewesen, um die Milch mit Salz und Wasser von der Straße zu lösen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an.

Arenshausen: Mann stürzt bei Suche nach Handynetz aus dem Fenster

Ein Mann aus dem Thüringer Eichsfeld hat sich bei der Suche nach einem besseren Internet-Empfang zu weit aus dem Fenster gelehnt. Bei der Netz-Suche sei der 43 Jahre alte Mann aus Arenshausen (Eichsfeldkreis) am Samstag aus dem Fenster seiner Wohnung im ersten Obergeschoss gestürzt, berichtete die Polizei am Sonntag. Der Netz-Sucher, bei dem Alkohol im Spiel gewesen sei, habe Glück im Unglück gehabt: Er erlitt nach Polizeiangaben bei dem Sturz aus der ersten Etage nur leichte Verletzungen. Er sei jedoch vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden.


Nachrichten aus Deutschland von Samstag, 15. Dezember:

Pasewalk: Auto und Bus stoßen zusammen - Zwei Tote und mehr als 20 Verletzte

Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Auto und einem Reisebus in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Menschen ums Leben gekommen und mehr als 20 Menschen verletzt worden. Der Pkw fuhr nach ersten Erkenntnissen der Polizei am Samstag auf einer Bundesstraße und prallte aus noch ungeklärter Ursache frontal auf den Reisebus eines Rostocker Reiseunternehmens. Der 36-jährige Fahrer und die 37 Jahre alte Beifahrerin in dem Auto starben noch an der Unfallstelle. In dem Reisebus, der von einer Einkaufsfahrt aus Polen kam, befanden sich 34 Fahrgäste. 22 wurden leicht verletzt, zwei weitere schwer.


Nachrichten aus Deutschland von Freitag, 14. Dezember:

Witten: Platten vor dem Arzttermin: Polizisten wechseln 96-Jährigem den Reifen

Im nordrheinwestfälischen Witten fuhr am vergangenen Donnerstag ein 96 Jahre alter Mann zu einem wichtigen Arzttermin. Auf dem Weg dorthin blieb das Auto liegen - der Reifen war platt. Das berichtet die Polizei. In seiner misslichen Lage fragte der Herr ein paar Polizisten, die zufälligerweise am Wegesrand Verkehrkontrollen durchführten. Die drei hilfsbereiten Beamten packten kurzerhand mit an und montierten dem Rentner das Reserverad. 

Auch um seinen Arzttermin kümmerten sich die Ordnungshüter - eine Beamtin rief netterweise in der Praxis an und verschob den Termin. Besonders nett: Der 96-Jährige habe sich - "nach alter Schule" - mit einem Handkuss bedankt und konnte dann doch noch zu seinem Termin aufbrechen.

Bad Salzdetfurth: Halbes Dutzend Wildschweine randalieren in Läden der Innenstadt

Im niedersächsischen Bad Salzdetfurth ist buchstäblich die Sau los: Wie die Polizei berichtet, verirrte sich am Donnerstag ein halbes Dutzend panischer Wildschweine im Zentrum der Kleinstadt. Eines der Jungtiere der Gruppe war so verwirrt, dass es erst in einen Baumarkt und anschließend in einen Textilmarkt lief. 

Nach kurzen Abstechern durch die Läden stürmte das Junge wieder nach draußen und riss laut Beamten einen Einkaufswagen um. Schließlich sei es über einen Autowaschplatz gerannt und gegen eine dünne Kunststoffwand gestoßen, die beschädigt worden sei. Danach habe ein Mann alle Wildschweine mit einem Strahl aus einem Wasserschlauch in die Flucht geschlagen.

Als die Polizei eintraf, waren die Tiere bereits wieder zurück in den Wald geflohen. Die Beamten waren ausgerückt, weil die Tiere durchaus in Panik Menschen angreifen können. Zumeist seien sie aber ungefährlich. Die Wildschweine seien wahrscheinlich von einem Menschen oder einem Hund im Wald aufgescheucht worden und deshalb in die direkt an einen Wald angrenzende Stadt im Landkreis Hildesheim geflüchtet. Schon früher sind nach Angaben des Sprechers Wildschweine durch die Kleinstadt gestrichen, die rund 13.500 Einwohner zählt. 


Nachrichten aus Deutschland von Donnerstag, 13. Dezember:

Erfurt: Falscher Polizist will Neunjährigen mitlocken

Vor einer Erfurter Grundschule hat ein falscher Polizist einen neunjährigen Jungen aufgefordert, mit ihm zu kommen. Nach Polizeiangaben vom Donnerstag hatte der Mann, der sich als Zivilpolizist ausgab und ein ausweisähnliches Dokument vorzeigte, das Kind durch den Zaun der Schule angesprochen. Sein Versuch blieb jedoch ohne Erfolg. Zuvor habe er vor der Schule Fotos von vermeintlichen Falschparkern angefertigt, hieß es.

Unklar blieb, ob der Mann nur die Autos oder auch deren Fahrer fotografierte. Die Vorfälle ereigneten sich bereits am Dienstag und Mittwoch. Die richtige Polizei sucht nun nach dem dunkel gekleideten Mann, der als etwa 50 Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß und korpulent beschrieben wird.

Eimeldingen: Geldscheinregen auf A98 sorgt für Sperrung

Wegen umherfliegender Geldscheine hat die Polizei in Baden-Württemberg kurzzeitig eine Autobahn gesperrt. Ein Autofahrer berichtete den Ordnungshütern von dem Geldregen auf der A98 bei Eimeldingen und warnte vor der damit verbundenen Unfallgefahr, wie die Polizei am Donnerstag in Freiburg mitteilte.

Die Polizisten stoppten daraufhin für kurze Zeit den Verkehr und sammelten die Geldscheine auf. "Es handelte sich um einen größeren Geldbetrag", heiß es im Polizeibericht. Die Beamten wollen nun den Verlierer ausfindig machen.

Berlin: Verdächtiger im Fall Georgine Krüger soll noch mehr Mädchen belästigt haben

Der mutmaßliche Mörder von Georgine Krüger soll in seiner Nachbarschaft weitere Mädchen belästigt haben. 2009 hätten sich zwei Mädchen im Alter von elf und 13 Jahren bei der Polizei gemeldet. Demnach wurden sie von dem Beschuldigten verbal belästigt. Aufgrund des anzüglichen Hintergrundes der Äußerungen sei die Strafanzeige wegen Beleidigung an die für Sexualdelikte zuständige Abteilung LKA 13 weitergeleitet worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Berlin mit. Drei Jahre zuvor war die damals 14-jährige Georgine verschwunden.

Die Fälle der beiden Mädchen wurden demnach auch an die Mordkommission weitergeleitet. Diese habe aber keine Ansätze für erfolgversprechende Ermittlungen im Zusammenhang mit Georgine gefunden. Offen bleibt weiter die Frage, warum die Polizei nach der Belästigung einer weiteren Frau im Jahr 2011 durch den mutmaßlichen Mörder von Georgine nicht aktiver wurde und einen Zusammenhang herstellte.

Nachrichten Deutschland

An dieser Kreuzung in Berlin-Moabit wurde Georgine zuletzt gesehen. Ihr Wohnhaus ist nur 200 Meter entfernt, auch der Verdächtige wohnt im Stadtteil 

Hattingen: Rentner von Lastwagen überrollt

Ein 70-Jähriger ist auf einem Bauernhof in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) von einem Lastwagen überfahren und dabei tödlich verletzt worden. Beim Unfall am Mittwoch fuhr der Lastwagen einer Anlieferfirma rückwärts, wie die Polizei sagte. Dabei stand der Rentner im toten Winkel des Fahrers. Der Mann starb am Unfallort noch bevor Notfallsanitäter ankamen. Ob er selbst zum Bauernhof gehörte, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen. Notfallseelsorger betreuten jedoch seine Angehörigen vor Ort.

Neckarsteinach: Kindergarten abgebrannt

Der evangelische Kindergarten in Neckarsteinach ist vollständig niedergebrannt. Als Feuerwehrleute am Mittwochabend ankamen, schlugen die Flammen bereits aus dem Dach, wie die Polizei mitteilte. Um den Brand unter Kontrolle zu bekommen, riefen sie zusätzliche Einheiten aus vier Nachbargemeinden zur Unterstützung. Verletzt wurde beim Brand niemand. Warum es gebrannt hatte, war zunächst unklar.

Betroffene Eltern können ihre Kinder am Donnerstag in das evangelische Gemeindehaus (Martin-Luther-Haus) bringen, wie die evangelischen Kirchgemeinden auf ihrer Internetseite schrieben. Die Gemeinde sucht nach langfristigen Lösungen, wo die Kinder künftig unterkommen können. In Neckarsteinach gibt es noch zwei weitere Kindergärten.


Nachrichten aus Deutschland von Mittwoch, 12. Dezember:

Köln: Einbrecher bietet Beute Besitzer zum Verkauf an

Dumm gelaufen: Ein Einbrecher in Köln hat sein Diebesgut ausgerechnet dem Mann zum Kauf angeboten, den er zuvor bestohlen hatte. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wollte ein Unbekannter dem Besitzer eines Friseurgeschäfts vier Rasierapparate verkaufen. Dieser erkannte die Geräte jedoch wieder: Wenige Stunden zuvor hatte ein Einbrecher sie aus einem anderen Salon gestohlen - der dem selben Inhaber gehört. Der 51-Jährige rief die Polizei, die den Verdächtigen festnahm. Videoaufnahmen des Einbruchs zeigten den 37-Jährigen, der wegen früherer Eigentumsdelikte schon häufiger mit der Polizei zu tun hatte.

Hannover: Ebola-Verdacht in Wohnhaus

In Hannover (Niedersachsen) ist die Feuerwehr derzeit mit einem Großaufgebot im Stadtteil Borg im Einsatz. Grund dafür ist laut der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (HAZ) der Verdacht eines Ebola-Falls in einem Mehrfamilienhaus. Die Einsatzkräfte, darunter ein ABC-Trupp, seien wegen des inzwischen vom Gesundheitsamts bestätigten Seuchenalarms mit Spezialausrüstung und in Schutzanzügen vor Ort. Derzeit werde die Blutprobe einer Bewohnerin im Hochsicherheitslabor des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes ausgewertet, sagte eine Sprecherin der Behörde. Das Ergebnis soll im Laufe des Tages vorliegen.

Die Frau hatte den Angaben zufolge wegen hohen Fiebers einen Notarzt gerufen. Im Gespräch mit dem Arzt über den Krankheitsverlauf habe die Patientin gesagt, dass sie vor kurzem von einer Reise nach Kamerun zurückgekehrt sei. Sie selbst habe die Befürchtung geäußert, an dem lebensgefährlichen Ebola-Virus erkrankt zu sein. "Kamerun gehört aber nicht zu den typischen Ebola-Gebieten", sagte die Sprecherin des Gesundheitsamtes. Trotzdem habe der Notarzt den Fall dem Gesundheitsamt gemeldet, die Behörde entsandte eine eigene Ärztin, die eine Blutprobe entnahm. Retter und Ärzte trugen Schutzkleidung und Masken, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, werde die Patientin in ein spezialisiertes Krankenhaus gebracht, so die Sprecherin. "Die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr groß, dass es sich um Ebola handelt."

Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst ein mit Blutungen einhergehendes Fieber aus. Die Erkrankung kann in schlimmsten Fall zum Tode führen.

Vechta: Strafanzeige nach Versand von Enthauptungsvideo

Weil sie in einer Klassen-Whatsapp-Gruppe ein Enthauptungsvideo weitergeleitet haben sollen, hat eine Oberschule Strafanzeige gegen sechs ihrer Schüler aus Vechta erstattet. Die Ludgerus-Schule habe die Polizei und die Eltern wegen der Verbreitung des gewaltverherrlichenden Videos informiert, sagte Schulleiter Clemens Feldhaus, am Mittwoch. Dazu sei sie verpflichtet. Die Siebtklässler seien noch nicht strafmündig. Sie seien aus der Klassengruppe herausgenommen worden, sagte Feldhaus.

Polizei und Schule beschäftigten sich mit ihnen. Am Montag mussten die Schüler einen von der Klassenlehrerin erstellten Reflexionsbogen bearbeiten. «Daraus haben wir den Rückschluss gezogen, dass wir da noch weiter dran arbeiten müssen, weil der Reflexionsgrad bei den Schülern teilweise immer noch nicht so weit ging, dass echte Einsicht und wirkliche Reue da war», sagte der Schulleiter.

Die Ermittlungen der Polizei stünden noch am Anfang, sagte eine Polizeisprecherin. Ob die im Video gezeigte Enthauptungsszene echt oder eine Fälschung sei, stehe noch nicht fest. Auch wenn die Kinder noch nicht strafmündig seien, werde mit ihnen geredet. Zunächst hatte die "Oldenburgische Volkszeitung" über den Fall berichtet. Das Video, das mit einer harmlosen Manga-Comic-Szene beginnt, sei wohl vom Schüler einer Nachbarschule in die Whatsapp-Gruppe gekommen, sagte Feldhaus. Mit dieser Schule stehe er im Kontakt.

Waldkirch: Ehrliche Finderin ermöglicht jungem Vater Heimflug nach Afghanistan

Eine ehrliche Finderin hat einem jungen Vater aus Afghanistan eine vorzeitige Weihnachtsbescherung bereitet. Der 26-Jährige hatte seinen Geldbeutel mit mehr als 2000 Euro verloren, als er am Dienstag mit dem Fahrrad in Waldkirch (Baden-Württemberg) unterwegs war. Die Summe hatte der Vater zweier kleiner Kinder sich über Jahre für einen Heimflug zu seiner Familie zusammengespart. Er hat sie schon seit acht Jahren nicht mehr gesehen.

"Sein Glück war, dass eine sehr ehrliche Frau aus Kollnau seinen mit über 2000 Euro Bargeld prall gefüllten Geldbeutel fand", heißt es im Polizeibericht. Doch die Zuordnung war schwierig. Denn im Geldbeutel fand sich nur eine Krankenversicherungskarte - und auf der war der Name des Besitzers falsch geschrieben. Da der Mann als Flüchtling auch erkennungsdienstlich erfasst war, fand das Portemonnaie doch noch seinen Weg zum Besitzer und der 26-Jährige konnte am Mittwoch seinen Heimflug antreten. Die Finderin habe "mit Blick auf die Gesamtumstände" auf ihren Finderlohn verzichtet, so die Polizei.

Berlin: Verfolgungsjagd ohne Fahrerlaubnis

Ein 25 Jahre alter Mann hat sich in der Nacht zu Mittwoch eine Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Berlin-Marzahn geliefert. Wie sich später herausstellte, war er ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Beamte wollten ihn stoppen, da er zunächst ohne Licht von einer Tankstelle an der Stendaler Straße fuhr. Der Mann missachtete jedoch das Haltesignal, beschleunigte und brauste über mehrere rote Ampeln davon, wie die Polizei mitteilte.

Auf der Landsberger Chaussee auf brandenburgischer Seite baute er schließlich einen Unfall; dabei wurde niemand verletzt. Anschließend setzte der 25-Jährige seine Fahrt in Richtung Hellersdorf fort und flüchtete ab der Oelsnitzer Straße zu Fuß. Der Polizei gelang es jedoch, ihn vorläufig festzunehmen. In dem Auto wurde ein Messer sichergestellt.

Bückeburg: Unfallfahrer lässt sterbenden Radler liegen

Im niedersächsischen Bückeburg hat sich am späten Dienstagabend ein tödlicher Verkehrsunfall mit anschließender Unfallflucht ereignet. Demnach hat vermutlich ein Lkw-Fahrer einen Radler überfahren und tödlich verletzt, ehe er einfach weiterfuhr ohne sich um das Opfer zu kümmern. Der 70 Jahre alte Radfahrer wurde am späten Dienstagabend tot auf einer Straße am Stadtrand von Bückeburg gefunden. Die Ermittler vermuten nach einer ersten Auswertung der Unfallspuren, dass der Senior von einem Lastwagen angefahren wurde.

Grömitz: 91-Jähriger fährt in Reitergruppe

Ein 91-jähriger Autofahrer ist in Schleswig-Holstein mit seinem Wagen ungebremst in eine sechsköpfige Reitergruppe gefahren. Bei dem Unfall in Grömitz-Lensterstrand wurden zwei Reiterinnen verletzt, eine davon schwer, wie die Polizei am Mittwoch in Lübeck mitteilte. Den Angaben zufolge wurde der Autofahrer unmittelbar vor dem Unfall womöglich von der tiefstehenden Sonne geblendet.    

Der 91-Jährige erfasste demnach mit seinem Wagen das letzte der hintereinander laufenden Pferde. Durch den Aufprall wurde das Tier mit samt der 14-jährigen Reiterin über die Motorhaube geschleudert. Dabei trug das Mädchen schwere Verletzungen davon. Ein weiteres Pferd scheute aufgrund des Unfalls und warf eine 42-jährige Frau ab. Die beiden Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.

Schleiz: Autofahrer will wenden und rutscht in Fluss

Bei einem Wendemanöver ist ein 47-Jähriger im thüringischen Schleiz mit seinem Auto in einen Fluss gerutscht. Der Wagen glitt über einen Abhang in die Wisenta und versank so tief im Wasser, dass der Mann die Türen nicht mehr öffnen konnte, wie die Polizei mitteilte.    

Durch ein Seitenfenster gelang es dem 47-Jährigen ins Freie zu kommen. Ein Zeuge fuhr den durchnässten Mann nach Hause. Die Beamten stellten einen Alkoholwert von 0,6 Promille bei dem 47-Jährigen fest. Die Polizei ermittelt nun gegen den Mann wegen Trunkenheit am Steuer.

Berlin: Auto erfasst Kinderwagen - Junge schwer verletzt

Ein zwei Jahre alter Junge ist in Berlin-Buckow in einem Kinderwagen von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen überquerte der 36 Jahre alte Vater die Rudower Straße mit dem Kinderwagen, wie die Polizei mitteilte. Ein 56 Jahre alter Autofahrer bremste auf der Höhe Wendelhalsweg zwar noch, stieß jedoch mit dem Kinderwagen zusammen. Der Zweijährige wurde zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht.

Leipzig: Straßenbahn kracht in Kleinbus - drei Verletzte

Eine Straßenbahn ist in Leipzig (Sachsen) in einen Kleinbus gekracht, der über die Tramgleise fuhr. Die drei Businsassen wurden leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Busfahrer wollte am Dienstagabend mitten auf der Prager Straße auf Höhe der Stephanstraße wenden und auf der anderen Fahrbahn in die entgegengesetzte Richtung weiterfahren. Dazu fuhr er über die Tramgleise in der Mitte der beiden Fahrbahnen, obwohl dies ein Schild verbietet. Eine Straßenbahn erfasste den Bus und schleuderte diesen einige Meter weiter.

Die drei Insassen des Busses wurden in eine Klinik gebracht. Die Fahrgäste der Straßenbahn blieben unverletzt. Weitere Angaben, etwa zum Alter der Verletzten, konnte die Polizei zunächst nicht machen.

Lüdenscheid: SEK stürmt Wohnung von 88-Jähriger

Schock für eine 88 Jahre alte Seniorin: Bei einer Rocker-Razzia im westfälischen Lüdenscheid hat sich das SEK am vergangenen Donnerstag in der Hausnummer geirrt und statt der Wohnung eines gesuchten Rockers das Wohnzimmer einer Rentnerin gestürmt. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte, rammten die schwer bewaffneten Beamten gegen sechs Uhr morgens die Türen ein und zündeten auf dem Balkon eine Blendgranate. Zuvor hatten bereits mehrere Medien berichtet.

Hintergrund des Großeinsatzes, bei dem parallel Razzien in Hagen, Dortmund, Unna, Witten und im Märkischen Kreis liefen, war laut Staatsanwaltschaft ein versuchtes Tötungsdelikt im Rocker-Milieu. Der eigentlich gesuchte Lüdenscheider aus der Rockergruppe "Freeway Riders" soll im vergangenen Oktober in Hagen ein Mitglied einer rivalisierenden Rockergruppe durch einen Schuss lebensgefährlich verletzt haben.

Trotz der Panne war die Razzia letzten Endes erfolgreich: Der gesuchte Rocker aus Lüdenscheid sowie zwölf weitere Männer in NRW konnten festgenommen werden, die Polizei beschlagnahmte Schusswaffen und Drogen. Der überrumpelten Seniorin gehe es gut, sie habe gefasst auf den Einsatz reagiert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hagen. Der Sachschaden sei noch am selben Tag ersetzt worden, die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, wie es zu dem Irrtum kommen konnte.

Wurmannsquick: Fußgänger von Auto erfasst und getötet

Mitten auf einer Bundesstraße in Wurmannsquick (Bayern) ist ein Fußgänger von einem Auto erfasst worden. Der 64-Jährige starb später an seinen Verletzungen in einem Krankenhaus, wie die Polizei mitteilte. Der Mann wollte laut Polizeiangaben am Dienstagabend die dunkle B588 überqueren, auf der Tempo 100 erlaubt ist. Ein 28-jähriger Autofahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr ihn. Ein Gutachter untersucht noch den genauen Unfallhergang.

Berlin: 79-jährige Frau ausgeraubt und verletzt

Eine 79 Jahre alte Frau ist in Berlin-Spandau von einem Unbekannten ausgeraubt und verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen überfiel der Täter die Seniorin am späten Dienstagnachmittag auf einem Parkplatz auf dem Balsewitzer Ring, wie die Polizei mitteilte. Demnach schubste der Unbekannte die Frau und diese kam dadurch zu Fall. Anschließend entriss er ihr die Handtasche und flüchtete Richtung Sandstraße. Bei dem Sturz zog sich die 79-Jährige nach den Polizeiangaben vom Mittwoch Verletzungen im Gesicht zu. Sie kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.


Nachrichten aus Deutschland von Dienstag, 11. Dezember:

Werl: Schokolade läuft aus Pralinenfabrik und bedeckt komplette Straße

Nachrichten deutschland

Die wohl süßeste Straße Deutschlands war nach einem Malheur in einer Pralinenfabrik am Dienstag in Werl zu finden

Picture Alliance

Ein Bild wie aus dem Schlaraffenland: Etwa eine Tonne Schokolade ist im westfälischen Werl als dickflüssiger brauner Strom bis auf die Straße gelaufen. Die Masse war aus einem Gebäude eines Pralinenherstellers geströmt. Vermutet wird ein technischer Defekt. Mit Schaufeln, warmem Wasser und Dachdeckerbrennern machten sich Feuerwehrleute daran, die süße Gefahr für den Straßenverkehr zu beseitigen. "Wir haben das Ganze mit Schippen aufgenommen", schilderte der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, Karsten Korte, am Donnerstag das Vorgehen am Vorabend. 

Der Einsatz dauerte Stunden und war kein Zuckerschlecken: Um die Edelmasse selbst aus den Poren der Straßendecke zu bekommen, griffen die Einsatzkräfte zu dem warmen Wasser und den Dachdeckerbrennern. So wurde die Gefahr gebannt, dass es in dem Bereich letztlich doch noch "glitschig" werden könnte. Etwa zweieinhalb Stunden waren 25 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Die süße Masse kam in Entsorgungsbehälter. "Genascht haben wir nicht", erklärte Korte.

Kempten: Paketbote zeigt nackten Hintern

Für Paketboten bedeutet vor allem die Zeit vor Weihnachten Stress pur, schließlich werden zu keiner anderen Jahreszeit so viele Sendungen verschickt wie jetzt. Ob Stress auch der Auslöser für einen "Ausraster" eines Paketboten in Kempten (Bayern) war, ist nicht überliefert. Fest steht indes: Der Mann provozierte andere Autofahrer am Montag kurzerhand mit nackten Tatsachen.

Wie die Polizei berichtet, hatte der Paketbote sein Lieferfahrzeug in einer Einbahnstraße so ungünstig abgestellt, dass andere Fahrzeuge nicht mehr vorbeifahren konnten. Die blockierten Fahrer hupten, während sich der Paketbote in aller Ruhe um die Zustellung einer Sendung kümmerte.

Als der Paketfahrer schließlich zurückkam, zog er blank und zeigte den wartenden Autofahrern sein Hinterteil. Anschließend beleidigte er die Fahrer auch noch mit dem Stinkefinger. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag erläuterte, konnte der Mitarbeiter des Paketdienstes zunächst unerkannt davonfahren. Die Polizei will nun die Identität des Mannes ermitteln.

Bonn: Polizist stirbt nach Schussverletzungen

Knapp zwei Wochen nach einem Schuss in den Hals aus der Waffe seines Kollegen ist ein 23 Jahre alter Polizist in Bonn an den schweren Verletzungen gestorben. Die Umstände des Zwischenfalls seien nach wie vor nicht genau geklärt, teilte die Polizei am Dienstag weiter mit. Direkte Zeugen gebe es nicht, hatte sie zuvor bekanntgegeben. Gegen den 22 Jahre alten beschuldigten anderen Polizisten war ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Der Vorfall hatte sich Anfang vorvergangener Woche bei einem Einsatztraining im Keller des Bonner Polizeipräsidiums ereignet. Die beiden Polizisten waren auf dem Weg vom Umkleideraum zu einem Schießstand. Dabei hatten sie sowohl ihre Dienstwaffen bei sich als auch baugleiche Attrappen für die Übung. Möglicherweise hat der 22 Jahre alte Kollege die echte Pistole mit einer Attrappe verwechselt.

Hirschaid: Häftling türmt von Beerdigung

Den Besuch auf einer Beerdigung in Oberfranken hat ein 44-jähriger Häftling genutzt, um sich aus dem Staub zu machen. Er war am Montag unter Bewachung auf dem Friedhof in Hirschaid (Landkreis Bamberg), wie die Polizei mitteilte. Dann nutzte er einen günstigen Moment und floh zu Fuß. Die Beamten leiteten eine Fahndung nach dem Mann ein, der unter seiner Kleidung gefesselt ist. Bis zum frühen Abend blieb die Suche ohne Erfolg. Der Mann sitzt überwiegend wegen Betäubungsmitteldelikten in einem Gefängnis in Hessen. Wieso er zu der Bestattung durfte, konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht sagen.

Magdeburg: Mann nach Hundeattacke auf Familie zu Haftstrafe verurteilt 

Ein 24 Jahre alter Mann ist für eine Hundeattacke auf eine Familie und weitere Angriffe zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter am Landgericht Magdeburg sahen es als erwiesen an, dass der Deutsche vor einem halben Jahr in einem Magdeburger Park erst mehrfach vor einer syrischen Großfamilie ausspuckte und schließlich seine beiden Hunde auf den 29 Jahre alten Familienvater losließ. Bei früheren Vorfällen hetzte der Angeklagte nach Ansicht des Gerichts seine Hunde auf ein weiteres Opfer und griff zwei Männer in einer Straßenbahn an. Das Urteil vom Dienstag ist noch nicht rechtskräftig.

Kyritz: Unbekannte stehlen zwei 100-Kilo-Schweine

Im Norden Brandenburgs haben Unbekannte einer Familie den Weihnachtsbraten und noch mehr Fleisch gestohlen. Wie ein Polizeisprecher am Montag sagte, wurden einer Familie in Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) zwei jeweils zwei Zentner schwere Hausschweine entwendet.

Die Schlachttiere wurden auf dem eingezäunten Hof des Tierhalters im Süden der Stadt gehalten. Als ein Familienmitglied sie am Montag füttern wollte, waren die 100-Kilo-Schweine spurlos verschwunden. Der 51-jährige Besitzer erstattete Strafanzeige.

"Wir haben die Tiere bisher nicht gefunden", sagte der Polizeisprecher am Abend. Andere Haustiere hingegen seien nicht gestohlen worden. Zum Jahresende werden Hausschweine in der Regel geschlachtet und das Fleisch traditionell zu Wurst, Schinken und Eisbein verarbeitet. 

Hamburg: Mann verteidigt sich mit Axt gegen Messerangreifer

Im Hamburger Stadtteil Lurup ist am Montagabend ein Streit zwischen zwei Männern eskaliert. Dabei soll ein 37-Jähriger einen 51-jährigen Mann mit einem Messer angegriffen haben. Der 51-Jährige habe sich dagegen mit einer Axt verteidigt, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der Streit begann in einer Wohnung und verlagerte sich dann auf die Straße. Anwohner riefen die Polizei. Beide Männer wurden verletzt, der 51-Jährige lebensgefährlich. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen.


Nachrichten von Montag, 10. Dezember 2018

Köln: Totes Mädchen gefunden

In einer Kölner Flüchtlingsunterkunft ist am Montag die Leiche eines zwei Jahre alten Kindes gefunden worden. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einem Gewaltverbrechen aus. "Es gibt Hinweise, dass das Kind nicht eines natürlichen Todes gestorben ist", sagte ein Sprecher. Festnahmen habe es zunächst nicht gegeben. Eine Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Weitere Details zur Tat und zur Identität des toten Kindes wollte die Polizei im Laufe des Nachmittags bekannt geben. Der "Kölner Stadt-Anzeiger" hatte zuvor davon berichtet.

Lübeck: Mann uriniert auf Tanzfläche und trifft mehrere Partygäste

Am frühen Sonntagmorgen wurde es eklig auf der Tanzfläche einer Lübecker Diskothek. Eine 19-Jährige und ein 20-Jähriger hielten sich gegen 04:10 Uhr unter den tanzenden Gästen auf, als sie einen Mann erkannten, der sein Genital entblößte und auf der Tanzfläche urinierte. Der junge Mann wurde nicht unerheblich, die junge Frau leicht an den Beinen getroffen. 

Der 61-jährige Tatverdächtige wurde vor die Tür der Diskothek geführt, wo die Polizei seine Personalien feststellte und einen Platzverweis aussprach. Da der Beschuldigte sich weiterhin uneinsichtig zeigte und sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht entfernte, wurde er dem Polizeigewahrsam zugeführt. Dabei leistete er Widerstand und spuckte um sich. Ein Atemalkoholtest ergab einen vorläufigen Wert in Höhe von 1,9 Promille. Der Mann muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts der Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Witten: Mann stürzt in Baugrube

Ein Mann ist in eine Baugrube gefallen, weil Unbekannte absichtlich die Baustellenabsperrung verschoben hatten. Der 31-Jährige stürzte in Witten in das rund anderthalb Meter tiefe Loch und verletzte sich so schwer am Fuß, dass er in ein Krankenhaus gebracht werden musste, wie die Polizei am Montag berichtete. Der Vorfall am frühen Sonntagmorgen ereignete sich an einer unbeleuchteten Baustelle. Polizisten entdeckten, dass die Baustellenabsperrung so verschoben worden war, dass Fußgänger auf die Grube zu geleitet wurden. Die Beamten ermitteln jetzt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Landau: Frau stundenlang in Brunnen gefangen

Stundenlang ist eine Frau aus der Nähe von Landau in Rheinland-Pfalz in einem Brunnenschacht auf ihrem Grundstück gefangen gewesen. Sie fiel dort offenbar in der Nacht zum Samstag gegen Mitternacht hinein, wie die Polizei am Montag mitteilte.    

Der Sohn der Frau kam rund zwölf Stunden später gegen Mittag auf das Grundstück und hörte die Hilfeschreie seiner Mutter. Er alarmierte Polizei und Rettungsdienst, die mit Kräften vom Höhenrettungstrupp anrückten und die Frau bargen.

Rostock: 21-Jährige überfallen und missbraucht

Die Polizei in Rostock fahndet nach zwei Männern, die eine junge Frau am Wochenende überfallen und sexuell missbraucht haben sollen. Wie ein Polizeisprecher am Montag in Rostock erklärte, soll sich der Vorfall in der Nacht zum Sonntag im Umfeld eines Elektro-Musik-Festivals am Messegelände unweit vom Stadtteil Lütten Klein ereignet haben. Die 21-jährige Frau sei von dem Festival allein auf dem Weg zur Wohnung eines Freundes gewesen, als sie von zwei etwa 20 bis 25 Jahre alten Männern zu Boden gerissen und zu sexuellen Handlungen gezwungen worden sei.

Sie habe dann fliehen können. Die Geschädigte habe den Vorfall am Sonntagabend bei der Polizei in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) angezeigt. Es sei nicht ungewöhnlich, dass Geschädigte solche Vorfälle manchmal nicht sofort, sondern erst Stunden später anzeigten, sagte der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern an.

Köln: Mann gibt bei Polizei an, seine Frau getötet zu haben

Ein 56-Jähriger hat sich am Samstag bei der Polizei in Gummersbach gemeldet und sich selbst bezichtigt, seine Ehefrau getötet zu haben. Die zum angegebenen Tatort entsandte Streife habe die 54-Jährige tot im Haus gefunden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mit.

Der Ehemann sei daraufhin wegen dringenden Tatverdachts festgenommen worden. Am Sonntag sei gegen den 56-Jährigen Haftbefehl erlassen worden, sagte ein Polizeisprecher. Weiteres zum Sachstand war zunächst nicht bekannt, eine Mordkommission ermittelt. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar.

Stuttgart: Hunderte Gefangene nach Weihnachtsamnestie vorzeitig entlassen

Hunderte Gefangene sind auch in diesem Jahr vor Weihnachten vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Die sogenannte Weihnachtsamnestie bezog sich auf Häftlinge, deren Strafende in die Zeit vom 8. November bis einschließlich 6. Januar 2019 fällt, wie das Justizministerium mitteilte. Die Gefangenen seien am 7. November auf freien Fuß gekommen. Wie viele Häftlinge es genau sind, wird laut Ministerium statistisch nicht erhoben. Die Gnadenerweise haben eine Jahrzehnte lange Tradition: Seit 1963 gibt es in Baden-Württemberg die sogenannte Weihnachtsamnestie. Ausgenommen sind etwa Häftlinge, die wegen so schwerwiegender Straftaten verurteilt wurden, dass sie weiter unter Aufsicht bleiben müssen. In den Haftanstalten im Südwesten sitzen mehr als 7000 Gefangene.

Offenburg: Kontrolleur von Schwarzfahrerin gebissen

Am Sonntag machte ein Fahrkartenkontrolleur in einem Regionalzug von Freiburg nach Offenbach schmerzhafte Bekanntschaft mit den Zähnen einer Schwarzfahrerin. Wie die Polizei berichtet, traf er die unbekannte Frau ohne Fahrschein an und wollte sie in Offenburg am Bahnhof der Bundespolizei übergeben. "Noch vor Eintreffen der Streife biss sie den DB-Mitarbeiter unvermittelt in die Hand und konnte dadurch flüchten", berichtet die Polizei. Eine Fahndung blieb erfolglos.

Donauwörth: Kuh tritt 64-Jährigen ins Krankenhaus

Die Geburtshilfe bei einer Kuh hat für einen Landwirt aus dem Donauwörther Stadtteil Wörnitzstein im Krankenhaus geendet. Der 64-Jährige wollte die freilaufende Kuh am Samstag in ihrer Box beim Kalben unterstützen, wie die Polizei mitteilte. Das behagte dem Rind offenbar nicht - es wurde aggressiv und rannte den Mann um. Daraufhin trat die Kuh ihren schon am Boden liegenden Besitzer. Erst der Sohn des Landwirts konnte Schlimmeres verhindern. Mit einem gebrochenen Unterschenkel und zahlreichen Prellungen wurde der Landwirt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Bahnstreik: Bundesweit Beeinträchtigungen befürchtet - Bahnverkehr teilweise eingestellt

Aufgrund von Warnstreiks  der Eisenbahngewerkschaft EVG gibt es am Montag bundesweit massive Beeinträchtigungen im Regional- und Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Der Fernverkehr ist nach Angaben des Unternehmens komplett und bis voraussichtlich neun Uhr in ganz Deutschland eingestellt. Auch im Verlauf des Tages sei mit erheblichen Beeinträchtigungen zu rechnen, heißt es. Der Regionalverkehr ist vor allem in Bayern und NRW betroffen. Im Süden bleibt er bis voraussichtlich neun Uhr eingestellt, in Nordrhein-Westfalen ist der Regionalverkehr flächendeckend betroffen. Informationen zu aktuellen Verspätungen gibt es hier.

Deutsche Bahn: Warnstreiks: Bundesweit Beeinträchtigungen im Bahnverkehr

Hamburg: Vater schüttelt Baby so stark, dass es geistig behindert bleibt

Der Prozess gegen einen 41 Jahre alten Mann, der seine kleine Tochter schwer misshandelt haben soll, wird fortgesetzt. Für den sechsten Prozesstag am Hamburger Landgericht sind die Plädoyers geplant, möglicherweise wird auch das Urteil gesprochen. Der Angeklagte hat bereits gestanden, das damals erst wenige Wochen alte Mädchen aus Überforderung geschlagen und geschüttelt zu haben.

Das Kind erlitt einen Schädelbruch und bleibt für den Rest seines Lebens geistig behindert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchten Totschlag in zwei Fällen, gefährliche Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen vor.

Gethin: Autofahrerin überfährt Wolf

Eine Autofahrerin ist am späten Samstagabend auf der B1 mit einem Wolf zusammengestoßen. Das Tier sei kurz vor dem Ortseingang von Genthin (Jerichower Land) plötzlich über die Straße gelaufen. Die 39-jährige Autofahrerin habe nicht mehr rechtzeitig bremsen können, teilte das Polizeirevier Jerichower Land am Sonntag mit. Der Wolf verendete an der Unfallstelle. Die 39-Jährige blieb unverletzt. An ihrem Auto entstand ein Sachschaden.

Laut dem Monitoring-Bericht für das Wolfsjahr 2017/2018 gibt es in Sachsen-Anhalt elf Wolfsrudel sowie ein grenzüberschreitendes, das auch in Brandenburg lebt. Dazu kommen noch zwei Wolfpaare, die auch in Niedersachsen und Sachsen unterwegs sind. Wolfsexperten gehen von bisher insgesamt 92 Tieren aus.

Buchloe: Zug rammt steckengebliebenes Auto von Gleisen

An einer Bahnschranke in den Gleisen festzustecken, dürfte zu den größten Horrorvorstellungen vieler Autofahrer gehören. Zwei Rentnerinnen in Bayern ist genau das passiert - woraufhin ein Zug am Sonntagnachmittag in ihren Wagen krachte. Da die 84-jährige Fahrerin und ihre 86 Jahre alte Begleiterin das Auto aber rechtzeitig verlassen konnten, kamen sie nach Polizeiangaben mit einem Schock davon.

Die jüngere der beiden war nach dem Kreuzen des Bahnübergangs in Buchloe (Ostallgäu) zu früh abgebogen, weshalb sich der Wagen in den Gleisen verhakte und steckenblieb. Ein Minuten später nahender Zug kam trotz Notbremsung nicht rechtzeitig zum Stehen und krachte gegen das Auto. Die 120 Bahnreisenden blieben dabei unverletzt. Und auch der beschädigte Zug konnte seine Fahrt letztlich fortsetzen. Das Auto hat indes nur noch Schrottwert.

Siegburg/Bonn: ICE nach Rauchentwicklung geräumt

Rund 250 Fahrgäste haben einen ICE am Bahnhof Siegburg/Bonn wegen einer Rauchentwicklung im Speisewagen verlassen müssen. Der Zug war auf dem Weg von München nach Dortmund, als es im Bereich des Bordrestaurants zu einer leichten Rauchentwicklung kam, wie ein Bahn-Sprecher sagte. Ursache sei nach ersten Erkenntnissen ein überhitzter Backofen gewesen. Alle Passagiere - etwa 250 - mussten den Zug am Bahnhof in Siegburg verlassen.

Quellen: Presseportal, Deutsche Bahn, "Hannoversche Allgemeine Zeitung"

Nachrichten aus Deutschland aus der Woche vom 3. bis zum 9. Dezember finden Sie hier: 

 

rös/sve/mod/wlk/ky / DPA
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?