HOME

Nachrichten aus Deutschland: Fünf- und Sechsjähriger sterben nach Sturz in Regenrückhaltebecken

Kamen: Zwei Meter-Schlange verschreckt Spaziergänger in Park +++ Köhrle: Mann stirbt bei Arbeiten im Windrad +++ Kernen im Remstal: Mann schießt mit Steinschleuder auf Vögel und verfehlt Nachbarin knapp +++ Nachrichten aus Deutschland

Regenrückhaltebecken

Rettungskräfte suchten das Becken nach dem tragischen Vorfall ab, weil zunächst ein dritter Junge im Wasser vermutet wurde

DPA

Glinde: Zwei Kinder fallen in Regenrückhaltebecken und ertrinken

Nach einem Sturz in ein Regenrückhaltebecken in Glinde bei Hamburg sind zwei Kinder gestorben. Sie waren am Freitag zu dem Teich gelaufen, während ihre Eltern in einem Gottesdienst waren. Ersthelfer hätten die Kinder noch aus dem Wasser gezogen und mit Reanimationsmaßnahmen begonnen, sagte ein Polizeisprecher. Die beiden Jungen im Alter von fünf und sechs waren bewusstlos und schwebten in Lebensgefahr. Sie wurden in ein Hamburger Krankenhaus gebracht, starben aber wenig später. Den Polizeiangaben zufolge hatten die Kinder unter dem Vorwand, auf die Toilette zu müssen, den großen Gottesdienst verlassen. Bald danach seien sie vermisst worden. Bei der Suche habe man sie in dem nahe gelegenen, künstlich angelegten Becken, in dem Regen gesammelt wird, gefunden. Zwei Frauen, ermutlich die Mütter der Kinder, seien kollabiert und ebenfalls ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Die Ränder des Beckens fallen hinter Büschen steil ab und sind mit einer möglicherweise rutschigen Folie bedeckt. Das Wasser sei am Rande nur etwa einen halben Meter tief, in der Mitte aber zwei Meter, sagte der Feuerwehrsprecher. Einer der Ersthelfe sagte, ein Kollege, der das erste Kind herausholte, habe ihn gewarnt: "Das Wasser ist gefährlich!" Dann seien sie beide hineingesprungen und hätten versucht, das zweite Kind zu retten. Der zuerst eingetroffene Polizist habe ihnen beim Rauskommen geholfen.

Kamen: Zwei-Meter-Schlange verschreckt Spaziergänger in Park

Schlange

Diese zwei Meter lange Schlange sorgte für Aufregung in einem Kamener Park

Einen gehörigen Schreck bekamen Spaziergänger in Unna am Freitagmorgen. Eine rund zwei Meter lange Schlange lag dort in einem Gebüsch. Die Passanten riefen Polizei und Feuerwehr, welche das Tier gemeinsam einfangen und in einen Sack stecken konnten. Anschließend wurde die Schlange dem Polizeibericht zufolge zu einem Experten gebracht. Wurde auf den ersten Blick vermutet, dass es sich um einen asisatischen Tigerpython handeln könnte, so stellte der Fachmann klar, dass es sich um ein recht großes Exemplar einer Kornnatter handelt. Diese Art ist jedoch auch nicht in Westfalen, sondern in Nordamerika beheimatet. Wo die Schlange herkommt, blieb zunächst unklar.

Köhrle: Mann stirbt bei Arbeiten im Windrad

Im hessischen Köhrle ist ein 50-Jähriger bei Arbeiten in einem Windrad gestorben. Ein über ihm arbeitender Kollege bemerkte am Donnerstag den regungslos auf einer Plattform liegenden Mann und alarmierte umgehend den Rettungsdienst, wie die Polizei Homberg am Freitag mitteilte. Zuvor war ein Gespräch zwischen den beiden plötzlich abgebrochen. "Der Arbeitskollege verständige umgehend den Rettungsdienst und begann mit Reanimationsmaßnahmen, welche keinen Erfolg brachten", heißt es seitens der Polizei. Der Tote wurde von der Bergwacht mit einem Hubschrauber geborgen. Die Todesursache war zunächst unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Kernen im Remstal: Mann schießt mit Steinschleuder auf Vögel und verfehlt Nachbarin knapp

In Kernen im Remstal in Baden-Württemberg schoss ein 66 Jahre alter Mann am Mittwoch mit einer Schleuder einen Stein auf Vögel, die sich in einem Baum vor dem Grundstück eines Nachbarn niedergelassen hatten. Wie die Polizei berichtet, verfehlte der Stein die Vögel und schlug auf dem Garagendach des Nachbarn ein. Die 55 Jahre alte Nachbarin befand sich zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe zu der Stelle, wo der Stein einschlug. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und des Versuchs der gefährlichen Körperverletzung.

Köln/Bonn: Eurowings lässt Gepäck von Passagieren wegen zu kurzer Startbahn am Flughafen stehen

Lufthansa-Tochter Eurowings hat am Wochenende das Gepäck von 40 Passagieren am Flughafen Köln/Bonn stehen lassen. Wie der "Kölner Stadtanzeiger" mit Berufung auf eine Stellungnahme der Airline berichtet, sollte die fragliche Maschine mit Flugziel Las Vegas ursprünglich von der großen Startbahn abheben. Wegen eines unvorhergesehenen Zwischenfalls musste das Flugzeug jedoch kurzfristig auf die kürzere Startbahn ausweichen. Auf dieser wäre die voll beladene Maschine jedoch zu schwer für einen Start gewesen. Daher wurden die Koffer wieder ausgeladen. Das Gepäck sollte mit nachfolgenden Flügen nach Las Vegas gebracht und dort den Besitzern ausgehändigt werden. 

Bielefeld/Schloss Holte Stukenbrock: Kommissaranwärter beim illegalen Baden im See erwischt

In einem Baggersee in Schloss Holte-Stukenbrock wurden an einem heißen Tag im Juli fünf junge Männer beim illegalen Baden erwischt. Der Sportfischereiverein Bielefeld, der das Hausrecht hat, erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruchs. Soweit recht alltäglich und unspektakulär. Wenn sich nicht bei der Überprüfung der Personalien durch die herbeigerufene Polizei herausgestellt hätte, dass einer der ungebetenen Badegäste selbst angehender Polizist. Genauer gesagt Kommissaranwärter kurz vor der Verbeamtung. Wie die "Neue Westfälische" am Donnerstag berichtete, setzte das offenbar eine Kette von Ereignissen in Gang. 

Der Ausbilder und weitere Polizisten sollen die Sportfischer demnach darum gebeten haben, die Anzeige zurückzuziehen - vermutlich, um die berufliche Laufbahn des Jungpolizisten nicht zu gefährden. Ein ranghoher Beamter dagegen soll auf die Aufrechterhaltung gepocht haben. Am Ende zog der Verein die Anzeige gegen den Nachwuchspolizisten zurück, die anderen vier jedoch nicht. Die zuständige Polizei Gütersloh bestreitet dem Bericht nach eine Einwirkung von Polizeibeamten gegen den Sportfischereiverein. Das Ende der Geschichte ist offen - das Ermittlungsverfahren liegt der Zeitung zufolge nun bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld.


Nachrichten von Donnerstag, 9. August:

Duisburg: Geschäftsführerin von Behindertenwerkstatt fristlos entlassen

wfbm

Die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung am Kalkweg. 

Der Aufsichtsrat der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (wfbm) hat am Mittwoch die Geschäftsführerin der Einrichtung Roselyne Rogg fristlos entlassen. Als Grund gab die Stadt Duisburg in einer Pressemitteilung unter anderem das Jahresgehalt Roggs in Höhe von 376.000 Euro an, welches ohne Kenntnis des Aufsichtsrats gezahlt worden sei. 2013 sei dem Gremium zwar eine Vertragsverlängerung, nicht aber die vorgenommene Gehaltserhöhung vorgelegt worden. Das zuletzt gezahlte Entgelt sei "inakzeptabel". Ein angemessenes Jahresgehalt für den Posten liege laut einem zwischen Gutachten zwischen 150.000 und 180.000 Euro, heißt es. Zum Vergleich: Bundeskanzlerin Angela Merkel verdient 300.000 Euro pro Jahr. Darüber sei das Vertrauensverhältnis zu Rogg nach einer von dieser am Dienstag eigenmächtig angesetzten Pressekonferenz nachhaltig gestört. 

Roselyne Rogg hatte in besagtem Pressetermin der "WAZ" zufolge ihre Einkünfte angesichts ihrer Leistungen als angemessen bezeichnet und mit Blick auf die Diskussionen um ihr Gehalt mangelnden Rückhalt seitens des Aufsichtsrats beklagt. Außerdem kündigte sie dem Bericht nach als Konsequenz ihren Rücktritt für 2019 an. Dem kam der Aufsichtsrat, dem ein Beigeordneter der Stadt Duisburg vorsitzt, nun zuvor, indem er die Reißleine zog.  

Nordrhein-Westfalen: Mann telefoniert laut im ICE - Streit eskaliert

Ein lautstarkes Telefonat in einem ICE-Waggon hat am späten Mittwochabend einen Fahrgast so sehr provoziert, dass die Polizei eingreifen musste. Wegen des eher rücksichtslos geführten Gesprächs eines 51-Jährigen aus Mönchengladbach habe ein 56-jähriger Mann aus Viersen nicht einschlafen können, teilte die Polizei am Donnerstag mit. 

Als er den Mann am Telefon ansprach, geriet dieser demnach in Wut und es entbrannte ein Streit, bis der Mönchengladbacher seinen müden Kritiker würgte und schlug. Die Bundespolizei erstattete Strafanzeige wegen "Körperverletzung", der Viersener wurde leicht verletzt.

Pinneberg: Zwei Schwerverletzte nach Prügelei zwischen Familien

Bei einer Schlägerei zwischen Mitgliedern von zwei zerstrittenen Familien sind im schleswig-holsteinischen Pinneberg zwei Menschen durch Messerstiche schwer verletzt worden. Zusätzlich erlitt ein Beteiligter bei der Auseinandersetzung auf einer Straße einen Herzinfarkt, wie die Polizei in Bad Segeberg am Donnerstag mitteilte. Außerdem wurden drei weitere Menschen durch Stiche leicht verletzt.

Die am Mittwochabend von Zeugen alarmierten Beamten waren nach eigenen Angaben auf etwa zehn Beteiligte gestoßen, die "massiv aufeinander einschlugen". Zudem erschienen weitere Angehörige, die sich "feindselig gegenüberstanden". 24 Streifenwagenbesatzungen aus Schleswig-Holstein und dem benachbarten Hamburg waren im Einsatz, dazu Rettungswagen und ein Notarzt. Auch ein Polizist wurde bei der Auseinandersetzung durch einen Biss leicht verletzt.

Die Beamten nahmen sieben Beteiligte vorläufig fest, diese wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft später auf freien Fuß gesetzt. Ersten Ermittlungen zufolge war ein Streit zwischen den beiden türkischen Familien der Auslöser des gewaltsamen Konflikts.

Güstrow: Fledermäuse besetzen Wohnung einer älteren Dame

Sechs durch ein offenes Wohnungsfenster eingedrungene ungebetene Gäste haben im mecklenburg-vorpommerschen Güstrow die Polizei auf den Plan gerufen: Die von der 68-jährigen Bewohnerin alarmierten Beamten sahen sich in der Nacht zu Donnerstag mit mehreren Fledermäusen konfrontiert, wie die Polizei in Rostock mitteilte. Diese hätten die Räume "trotz diverser Aufforderungen durch die Mieterin nicht verlassen" wollen.

Die Beamten hätten die Lage dann aber schnell "unter Kontrolle gebracht", schrieb die Polizei in einer Mitteilung zu dem Einsatz scherzhaft. Die sechs "Wohnungsbesetzer" seien mit Hilfe einer Decke wieder "in ihren natürlichen Lebensraum gedrängt" worden. "Die Räumung erfolgte unter Beachtung der Naturschutzrichtlinien".

Mannheim: Zwei Straßenbahnen prallen in Innenstadt aufeinander

Bei einem Auffahrunfall mit zwei Straßenbahnen sind am Donnerstag in Mannheim mehr als 20 Menschen verletzt worden -  zumeist aber nur leicht. Wie Polizei und Feuerwehr mitteilten, mussten nach ersten Erkenntnissen zwei Schwer- und 19 Leichtverletzte versorgt werden. Gegen 6.00 Uhr war demnach eine Straßenbahn der Linie 5 an der Haltestelle Kunsthalle in der Innenstadt auf eine vorausfahrende Bahn in Richtung Hauptbahnhof geprallt. Wie es zu dem Zusammenstoß kam, war zunächst unklar.

"Der Rettungsdienst ist mit vielen Fahrzeugen vor Ort", hieß es bei der Polizei. Der Kaiserring sei in Fahrtrichtung Hauptbahnhof voll gesperrt. Es gebe  Verkehrsbehinderungen. "Das ist natürlich in der Rushhour in der Innenstadt nicht unproblematisch", sagte ein Polizeisprecher. Rettungsdienst, Katastrophenschutzeinheiten der Stadt und die Feuerwehr versorgten den Angaben zufolge die Verletzten. Ein Notfallseelsorger, der auch körperlich unverletzte Beteiligte betreute, war nach Angaben der Feuerwehr ebenfalls am Unfallort. Auf Fotos war zu sehen, wie die Helfer Fahrgäste in der Bahn betreuten.

Hamburg: Junge Frau erdrosselt aufgefunden - Vater begeht wohl Suizid

Im Hamburger Stadtteil Hamm ist eine 24-Jährige am Mittag tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Laut "Hamburger Abendblatt" entdeckten Feuerwehr und Polizei die Leiche von Wibke L., als sie die Wohnungstür aufbrachen. Die Frau soll mit einem Gegenstand erdrosselt worden sein. Als tatverdächtig galt ihr Vater Thomas V.

Am Nachmittag wurde eine männliche Leiche an einem Strommast in Hamburg-Billstedt entdeckt, berichtet die Polizei. Laut der Zeitung handelt es sich sehr wahrscheinlich um den 49-jährigen Thomas V. "Nach den Erkenntnissen informierte der Tatverdächtige seine von ihm getrennt lebende Ehefrau heute Vormittag per Textnachricht darüber, die gemeinsame Tochter getötet zu haben. Darüber hinaus kündigte er ihr gegenüber seinen Suizid an", sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth dem "Hamburger Abendblatt". 

Die Mutter der Ermordeten verständigte daraufhin die Polizei. Laut der Zeitung wird die Mutter seelsorgerisch betreut und konnte noch nicht aussagen. Als Tatmotiv wird ein Streit zwischen Vater und Tochter oder zwischen den getrennt lebenden Eltern vermutet.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung - die Nummer lautet 116 11.

Düna: Nur noch Tröpfeln aus der Leitung - in einem Dorf wird das Wasser schon knapp

Weil es monatelang kaum geregnet hat, wird in Düna am Westrand des Harzes das Wasser knapp. Die Quelle, aus der sich die 110-Einwohner-Ortschaft in Eigenregie versorgt, liefere nicht mehr genügend Trinkwasser, sagte Ortsvorsteherin Silke Heyde am Mittwoch. Zuerst hatte der "Harzkurier" darüber berichtet. "Aus den Leitungen tröpfelt es zu machen Tageszeiten nur noch", sagte die Ortsvorsteherin. Das gelte auch für die Toilettenspülung. 

Besonders schlimm sei es aber für die Tiere. Er könne seine 300 Kühe und Rinder kaum noch versorgen, sagte Milchbauer Ulrich Raulf. "Hilfe ist dringend erforderlich." Die niedersächsische Stadt Osterode, zu der Düna gehört, sei für die Wasserversorgung in diesem Ortsteil zwar nicht zuständig, sagte Bürgermeister Klaus Becker (parteilos). "Wir bieten aber trotzdem Unterstützung an." Es werde darüber nachgedacht, entweder eine Notleitung zu legen oder Frischwasser per Tankwagen in das Dorf zu schaffen. 

Hamburg: Schwimmbad sorgt mit Schild für Irritationen

Ein in einem Freibad im Hamburger Stadtteil Duvenstedt aufgestelltes Schild hat für Irritationen gesorgt.  Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, steht vor dem Becken des Bads der Hinweis "Baden nur in mitteleuropäisch üblicher Badekleidung erlaubt“. Das Blatt berichtet mit Verweis auf einen Mitarbeiter des Bads jedoch, dass die Burkinis genannten Ganzkörperbadeanzüge für Muslimas von dem Verbot ausgeschlossen seien. 

Der Hinweis beschränke sich auf Burkas und sei aus Gründen der Sicherheit und der Hygiene angebracht worden - und das schon vor zwei Jahren. Das Blatt wurde auf den Fall aufmerksam, nachdem sich ein Badegast kürzlich über die vermeintliche Ausgrenzung von muslimischen Frauen in dem Bad beschwert hatte. Ihm gegenüber hätte man seitens des Schwimmbads die Unterscheidung auf Nachfrage nicht gemacht. "Wir haben über Ganzkörperbadeanzüge gesprochen", wird der Mann zitiert. Zudem seien Burkinis keine mitteleuropäische Badekleidung, das Schild also irreführend. Nachfragen bei anderen Hamburger Freibädern hätten ergeben, dass Burkinis dort  - wenn auch teils mit Einschränkungen - grundsätzlich erlaubt seien.

Sünna: Mann läuft nackt durch Supermarkt

Angestellte eine Supermarktes im thüringischen Sünna trauten am Dienstagnachmittag ihren Augen nicht: Ein Mann lief splitterfasernackt durch den Laden. Laut Polizei drehte der 50-Jährige eine Runde um die Regale, bevor ihn eine Verkäuferin darauf hinwies, dass eine derartige Freizügigkeit nicht gestattet sei. Sie forderte ihn auf, den Laden zu verlassen. Daraufhin fuhr der Nackte mit seinem Auto davon, konnte jedoch von der Polizei angehalten werden. Da während seines Aufenthaltes keine Kundschaft im Supermarkt war, wurde keine Strafanzeige gegen ihn erstattet.

Bremen: Mann ertrinkt im Werdersee

In Bremen ist am Dienstagabend ein junger Mann im Werdersee ertrunken. Wie die Polizei mitteilte, meldeten Anrufer gegen 17.15 Uhr einen Badeunfall in der Nähe der Karl-Carstens-Brücke. Eine Person sei in Unfernähe ins Wasser gegangen und nicht wieder aufgetaucht. Die alarmierten Rettungstaucher der Feuerwehr konnten die leblose Person bereits nach drei Minuten in etwa zwei Meter Wassertiefe finden und an Oberfläche bringen. Der 26-Jährige konnte nicht mehr reanimiert werden. 

Siegburg: 32 Verletzte bei Brand an ICE-Strecke

Nachrichten aus Deutschland: Flächenbrand in Siegburg

Völlig verbrannte Autos stehen in Siegburg vor einem Mehrfamilienhaus

DPA

Bei einem Großbrand an der Siegburger ICE-Strecke sind am Dienstag 32 Menschen verletzt worden, wie ein Sprecher der Leitstelle Rhein-Sieg-Kreis am frühen Mittwochmorgen sagte. Demnach wurde eine Person durch die Flammen schwer verletzt. Die übrigen Betroffenen erlitten leichte Rauchgasvergiftungen oder litten an Kreislaufproblemen. Der Fernverkehr wurde am frühen Mittwochmorgen wieder aufgenommen. Wann die wichtige
Bahnstrecke zwischen Köln und Frankfurt auch wieder für den Regionalverkehr freigegeben werden kann, sei noch unklar, sagte ein Bahnsprecher. Durch die wochenlange Dürre konnte sich der Böschungsbrand rasend schnell ausbreiten und auf mehrere Häuser übergreifen. Acht Gebäude wurden teils massiv beschädigt, die Bahnstrecke musste gesperrt werden. 

Nach Angaben der Leitstelle konnten 15 Bewohner ihre Häuser nicht mehr betreten. 13 von ihnen wurden in Ersatzquartieren der Stadt untergebracht, zwei kamen bei Familienmitgliedern unter. Die Ursache für das Feuer ist bislang noch unklar. Es könne durch Funkenflug eines vorbeifahrenden Zuges oder aber auch durch andere Ursachen entfacht worden sein, erklärte die Stadt Siegburg.

Acht Gebäude wurden teils massiv beschädigt.

Acht Gebäude wurden teils massiv beschädigt. Nach Angaben der Leitstelle konnten 15 Bewohner ihre Häuser nicht mehr betreten.

AFP


Nachrichten von Dienstag, 7. August:

Eckenheim: Pkw-Fahrer wenden auf Autobahn um, nicht im Stau zu stehen

Weil sie nicht akzeptieren wollten, im Stau zu stehen, haben am Sonntagnachmittag mehrere Autofahrer auf A661 bei Eckenheim (Hessen) ihre Fahrzeuge mitten auf der Autobahn gewendet und sind über den Standstreifen entgegen der Fahrtrichtung zur vorherigen Anschlussstelle zurückgefahren. Wie die Polizei mitteilt, informierten andere ebenfalls im Stau stehende Personen per Notruf über die Vorfälle. So konnten entsandte Streifenwagen gleich mehrere der Autofahrer - die sich demnach kaum einsichtig zeigten - bei ihrem riskanten Manöver auf frischer Tat ertappen. Diese erwartet nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 200 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot, heißt es.

Zum Stau war es gekommen, weil ein Pkw - vermutlich aufgrund eines technischen Defekts - Feuer gefangen hatte. Weil daraufhin auch eine Böschung Feuer fing, musste die A661 für rund zwei Stunden gesperrt werden.

Coburg: 18-Jähriger an Bahnübergang von ICE erfasst

Ein 18-Jähriger ist im bayerischen Coburg von einem ICE erfasst und tödlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben wollte der junge Mann am Dienstag gegen 7.15 Uhr an der zweigleisigen ICE-Strecke Erfurt-Nürnberg einen unbeschrankten Bahnübergang für Fußgänger überqueren. Aus ungeklärter Ursache bemerkte er einen herannahenden ICE nicht. Der 18-jährige Coburger erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen, ein sofort alarmierter Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen. 

Der Lokführer erlitt einen Schock, die etwa 150 Fahrgäste des Zuges blieben unverletzt. Die Bahnstrecke blieb in beiden Richtungen bis zum späten Vormittag gesperrt.

Landshut: Polizei erwischt betrunkenen Feuerwehrmann 

Einen Einsatz hatte er nicht und betrunken war er auch noch: In Landshut (Bayern) hat die Polizei am Wochenende einen Feuerwehrmann aus dem Verkehr gezogen, der in der Nacht auf Sonntag mit überhöhter Geschwindigkeit, Blaulicht und eingeschalteter Sirene durch die Innenstadt fuhr. Wie der BR auf seiner Homepage berichtet, überholte der mit rund 1,4 Promille alkoholisierte Mann zudem einen Streifenwagen. Die Beamten fanden das Fahrzeug wenig später am Straßenrand stehend und informierten sich über die Leitstelle, ob ein Einsatz vorlag. Als dies verneint wurde, fuhren die Polizisten zum Gerätehaus der Feuerwehr, wo sie den 23-Jährigen dann auch vorfanden, als dieser den Einsatzwagen gerade in die Garage fahren wollte. Demnach hatte er sich das Fahrzeug ohne Einverständnis der Verantwortlichen für seine Tour genommen. Ihn erwarten nun Anzeigen Wegen Trunkenheit im Verkehr und unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs, heißt es.

Zehdenick: Angler tot in der Havel entdeckt

Einsatzkräfte der Feuerwehr haben am frühen Sonntagmorgen nahe Zehdenick (Brandenburg) die Leiche eines 52-Jährigen in der Havel entdeckt. Der Mann war zuvor von seiner Ehefrau als vermisst gemeldet worden, weil er von einem Angelausflug nicht zurückgekehrt war. Laut Polizei suchte in der Folge neben den Feuerwehrleuten auch ein Fährtenhund nach dem Angler. Der wurde letztlich um 3 Uhr nachts tot im Wasser entdeckt und geborgen. Ersten Erkenntnissen zufolge war der 52-Jährige vermutlich ins Wasser gefallen und hatte sich beim Versuch, wieder an Land zu gelangen, in seiner Angel verhangen und war ertrunken.

Saarbrücken: 91-Jähriger fährt mit Auto in Supermarkt - drei Schwerverletzte

Ein 91 Jahre alter Mann ist in Saarbrücken mit einem Auto in einen Supermarkt gefahren und hat sechs Menschen verletzt. Drei seien schwer verletzt worden, drei hätten leichte Verletzungen erlitten, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der 91 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass der Senior die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte. Die Ursache dafür sei noch unklar.

Nachrichten aus Deutschland: Unfall in Saarbrücken

Feuerwehrleute und Polizeibeamte stehen in einem Supermarkt neben einem Pkw, der zuvor in den Supermarkt gefahren war 

DPA

Seligenstadt: Frau schwimmt jeden Morgen zur Arbeit

Jutta Maaßen schwimmt fast jeden Tag von Hessen durch den Main zur Arbeit nach Bayern. Früher nahm die 52-Jährige in Seligenstadt die Mainfähre nach Karlstein. Doch seit dem Frühjahr 2017 legt das Schiff nicht mehr am frühen Morgen ab. Und mit der ersten Fähre, die um 9.45 Uhr startet, kommt die Ingenieurin nicht mehr pünktlich zu ihrer Arbeitsstelle im Innovationspark Karlstein bei Aschaffenburg. Die Tauchlehrerin fackelte nicht lange und schwimmt seither morgens die gut 100 Meter durch den Main: "Das dauert nur wenige Minuten."  Die Strömung helfe ihr ans andere Ufer. Nur jetzt bei dem Niedrigwasser infolge der langen Hitzeperiode müsse sie "richtig aktiv werden". Angst vor Booten auf der Wasserstraße hat sie nicht: "Die Schiffe sind langsam." Für den Fall, dass sie doch mal schnell ausweichen muss, trägt sie Flossen: "Ich hab ja keine Arme, die halten ja die Tasche." Wenn sie morgens den Fluss durchschwimmt, ist Maaßen übrigens zuvor schon etwa neun Kilometer von ihrem Wohnort Rodgau-Jügesheim bis zum Ufer in Seligenstadt geradelt.

Nachrichten aus Deutschland: Frau aus Seligenstadt schwimmt zur Arbeit

Jutta Maaßen aus Seligenstadt durchquert den Main, um zur Arbeit zu kommen

DPA


Nachrichten von Montag, 6. August:

Dessau: Gefangener flieht bei Gang ins Gericht

In Dessau soll am Montagmorgen um 9 Uhr ein Häftling beim Transport ins Gerichtsgebäude geflohen sein. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, war der 27-Jährige am Montag aus der Haftanstalt Burg zu einem Gerichtstermin zum Landgericht nach Dessau gebracht worden. Bereits im Auto soll er sich seiner Handfesseln entledigt und beim Aussteigen mit einem Beutel um sich geschlagen haben. Dann sei er geflüchtet. Jetzt sucht die Polizei unter anderem mit einem Hubschrauber nach dem Häftling. Der Mann soll mit vier weiteren Angeklagten wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls in insgesamt 20 Fällen vor Gericht gestanden haben. Aktuell verbüße er bereits eine mehrjährige Haftstrafe wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Dulden des Fahrens ohne Fahrlaubnis sowie Diebstahl in besonders schwerem Fall, heißt es.

Rhede: 67-Jähriger stirbt bei Kartoffelernte

Im nordrhein-westfälischen Münster ist es am frühen Montagmorgen zu einem tödlichen Arbeitsunfall gekommen. Wie die Polizei berichtet, fuhr ein 49-Jähriger gegen 6.45 Uhr mit seinem Traktor und dem angehängten Erntegerät über einen Kartoffelacker, als der Anhänger aus noch ungeklärter Ursache in die Aa stürzte. Auf dem Anhänger befanden sich vier Personen für die notwendige Erntearbeit - darunter ein 67-jähriger Rheder, der unter das Erntegerät geriet und noch an der Unglücksstelle seinen schweren Verletzungen erlag. Die anderen drei Personen, 14, 17 und und 42 Jahre alt, wurden bei dem Sturz leicht verletzt. 

Thelkow: Siebenjähriger in Badesee ertrunken

In Thelkow in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Junge ertrunken. Wie die Polizei berichtet, galt der Siebenjährige seit Sonntagnachmittag als vermisst. Er gehörte zu einer Gruppe von 44 Kindern, die in einem Feriencamp waren. Die Gruppe war in einem See baden, als der Junge zwischenzeitlich das Wasser verließ und anschließend nicht mehr gesehen wurde. Taucher suchten bis zum Abend den See ab, jedoch ohne Erfolg. Am Montag dann fanden sie schließlich um kurz vor 11 Uhr den leblosen Körper des Jungen. 

Freudenstadt: 84-Jähriger fährt durch geschlossenes Rolltor in Tiefgarage

In Freudenstadt (Baden-Württemberg) ist ein 84-Jähriger am Sonntagmittag in eine Tiefgarage gefahren, ohne vorher das Rolltor zu öffnen. Nachdem er das Tor durchbrochen hatte, prallte er mit seinem Auto gegen einen VW Polo und schob diesen auf einen kleinen Peugeot. Laut Polizei wurde der Rentner bei dem Unfall nur leicht verletzt. Er wurde notärztlich versorgt und kam anschließend in ein Krankenhaus. Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von zirka 35.000 Euro, davon alleine rund 22.000 Euro an den Fahrzeugen. Während seiner Befragung stellten die Ermittler fest, dass der Mann nach Alkohol riecht. Der darauf folgende Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,14 Promille. Der Führerschein wurde beschlagnahmt. 

Berlin: Mehrere Schüsse nach Streit in Lokal

Im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist es am Sonntag zu einem Streit in einem Lokal gekommen. Dabei soll ein Mann mehrere Schüsse abgegeben haben, wie die "BZ" berichtet. Demnach war ein Mann von anderen Beteiligten überwältigt und verletzt worden. Vor dem Lokal soll ein anderer Mann mehrmals auf das Gebäude geschossen haben. Die Polizei twitterte anschließend, dass ein Verdächtiger in Gewahrsam genommen wurde. Die Hintergründe zur Tat waren zunächst unklar. Der eigentliche Schütze soll sich noch auf der Flucht befinden.

Nachrichten aus Deutschland: Polizeikräfte in Berlin

Einsatzkräfte stehen in Berlin in der Urbanstraße, wo es am Sonntagnachmittag zu einer Schießerei gekommen ist

DPA

Landau: Verkehrsstreit mit Rentnerpaar endet in Auseinandersetzung mit Schlagstock

Im rheinland-pfälzischen Landau ist ein Streit unter Autofahrern zu einer handfesten Auseinandersetzung unter Einsatz eines Schlagstocks ausgeartet. Wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte, ließen ein 75-jähriger Senior und seine 68-jährige Frau auf der Autobahn 65 einen knapp 40-jährigen anderen Autofahrer nicht überholen und bremsten ihn aus. Der Mann drängte das Paar daraufhin immer wieder erfolglos zum Anhalten und nahm die Verfolgung auf. In Landau schaffte es der Mann vor einer Kreuzung letztlich, die Senioren an der Weiterfahrt zu hindern. Er griff den 75-Jährigen an und zerbrach dessen Brille, woraufhin dieser einen Schlagstock aus Hartgummi aus der Fahrertür nahm und sich wehrte. Im weiteren Verlauf setzte jeder der drei Kontrahenten den Schlagstock ein. Als die Frau damit zuschlug, verpasste ihr der jüngere Mann einen Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht und brachte ihr eine stark blutende Platzwunde bei. Erst als sie am Boden lag, beruhigte sich die Lage. Die Frau wurde von Anwohnern versorgt und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Heiligenroth: Autofahrer erfasst Jugendlichen und schleift ihn mit

Im rheinland-pfälzischen Heiligenroth hat ein Autofahrer einen Jugendlichen schwer verletzt. Wie die Polizei berichtet, war der Mann am Sonntag gegen kurz vor 17 Uhr mit seinem Auto auf der Rheinstraße unterwegs, als er einen am Straßenrand sitzenden Jugendlichen erfasste. Dieser wurde einige Meter mitgeschleift und erlitt schwere Verletzungen, so dass er mit dem Rettungshubschrauber in ein Koblenzer Krankenhaus gebracht werden musste. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Gutachter hinzugezogen.

Lesen Sie hier die Nachrichten aus aus der Woche vom 30. Juli bis 5. August:


jek/mod/sve / AFP / DPA