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Naturkatastrophen in Indonesien: Vulkanausbruch und Tsunami fordern bislang 377 Menschenleben

Nach dem Ausbruch des Vulkans Merapi und einem Tsunami ist die Zahl der Opfer in Indonesien auf 377 gestiegen. Der Merapi stieß am Donnerstag zum zweiten Mal in dieser Woche riesige Aschewolken in die Luft. Über neue Verletzte oder Tote war zunächst nichts bekannt.

In Indonesien ist die Zahl der Toten nach einem Tsunami und einem Vulkanausbruch am Donnerstag auf mindestens 377 gestiegen. Auf der von dem Tsunami besonders schwer betroffenen Inselkette Mentawai wurden inzwischen 343 Leichen gefunden, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzer des Provinz Westsumatra mitteilte. 338 Menschen würden noch vermisst. Die Rettungskräfte befürchten, dass viele von ihnen tot sind, da sie von der Flutwelle ins Meer gerissen wurden. Der Vulkan Merapi, bei dem es am Donnerstag wieder zu einem Ausbruch kam, kostete bislang 33 Menschen das Leben. Über neue Schäden oder Opfer wurde zunächst nichts bekannt.

Der Tsunami war nach einem mächtigen Seebeben der Stärke 7,7 vor der Westküste der Insel Sumatra mit einer bis zu drei Meter hohen Flutwelle über die Inseln gerollt und hatte Hunderte Häuser mit sich fort gerissen. Luftaufnahmen zeigten, dass der Tsunami große Gebiete überschwemmte.

Der Vulkan Merapi, der fast 1.300 Kilometer weiter östlich auf der Hauptinsel Java liegt, brach am Donnerstag gegen 16.30 Uhr (Ortszeit) wieder aus und schleuderte heiße Aschewolken in die Luft. Das Gebiet um den Vulkan wurde inzwischen aber weitgehend evakuiert.

Staatspräsident Susilo Bambang Yudhoyono wollte am Donnerstag mit Überlebenden der beiden Naturkatastrophen zusammenkommen, die Indonesien innerhalb von 24 Stunden in verschiedenen Teilen des Landes getroffen hatten. Sie stellten den Katastrophenschutz und die Rettungssysteme auf eine harte Probe. Zur hohen Zahl der Opfer bei dem Tsunami trug wohl auch bei, dass das nach der Tsunami-Katastrophe von 2004 eingerichtete und rund 100 Millionen Euro teure Warnsystem vor einem Monat zusammengebrochen war, weil es nicht ordentlich gewartet wurde.

Indonesien liegt im pazifischen "Feuerring" mit zahlreichen Vulkanen, in dem Verschiebungen von Erdplatten immer wieder zu Erschütterungen führen. Das folgenschwerste Beben der vergangenen Jahrzehnte ereignete sich im Dezember 2004 vor Sumatra und löste einen Tsunami aus, der rund um den Indischen Ozean 230.000 Menschen das Leben kostete. Das Beben am Montag, das den neuen Tsunami auslöste, entstand an derselben Verwerfungslinie.

APN/Reuters / Reuters
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?