HOME

Neoguri: Drei Tote nach Taifun in Japan

Der Taifun "Neoguri" über Japan hat sich zwar abgeschwächt, doch den Südwesten mit schweren Unwettern überzogen. Drei Menschen starben. Die Regierung will ein Krisentreffen abhalten.

Der Taifun "Neoguri" hat in Japan inzwischen drei Todesopfer gefordert. Er erreichte die westlichste japanische Insel Kyushu am Donnerstag, heftige Regenfälle ließen Flüsse über die Ufer treten und verursachten Erdrutsche. Mindestens 46 weitere Menschen erlitten Verletzungen, wie der Fernsehsender NHK berichtete.

In Tausenden von Haushalten auf den beiden Hauptinseln Kyushu und Shikoku fiel der Strom aus. Hunderttausende waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Der Taifun hat sich zwar inzwischen deutlich abgeschwächt, doch warnten die Behörden weiter vor heftigem Regen und der Gefahr von Erdrutschen.

Neoguri zieht weiter nach Osten

Der Verkehr in der betroffenen Region wurde beeinträchtigt. Rund 200 Flüge wurden gestrichen. Auch Bus- und Zugverbindungen waren zweitweise unterbrochen. In der Provinz Nagano wurde am Vortag das Haus einer vierköpfigen Familie von einem Erdrutsch getroffen, der zwölfjährige Sohn kam dabei ums Leben. In der nordöstlichen Provinz Fukushima ertrank ein Mann in einem Fluss. In der Provinz Ehime auf Shikoku stürzte ein Mann in einen Straßengraben und starb.

Die Behörden warnten auch die Bewohner in anderen Teilen des Inselreiches vor starken Regenfällen und Erdrutschen. "Neoguri", koreanisch für "Waschbär", hat inzwischen Kyushu wieder verlassen und bewegt sich mit nur 30 Kilometern in der Stunde über dem Meer weiter in östliche Richtung.

Die japanische Regierung wollte am Donnerstag ein Krisentreffen zum Umgang mit dem Taifun abhalten. Es wurde damit gerechnet, dass der Sturm weiter entlang des Inselstaats zieht. Japan wird jedes Jahr von zwei bis vier Taifunen heimgesucht, ein Sturm dieser Stärke gilt im Juli aber als ungewöhnlich.

kis/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Themen in diesem Artikel