HOME
+++ Ticker +++

News des Tages: Mehr Menschen bei Protesten gegen Trump als bei seiner Amtseinführung

Busunglück in Italien +++ Weitere Überlebende aus Unglückshotel gerettet +++ Türkisches Parlament stimmt für Erdogans Präsidialsystem +++ Die Nachrichten des Tages im stern-Newsticker.

Women's March

Hunderttausendfacher Protest gegen Donald Trump: Demonstranten beim "Women's March" in Washington

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker:

+++ 19.11 Uhr: Mehr Menschen bei Protesten gegen Trump als bei seiner Amtseinführung +++

Einen Tag nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump haben sich dessen Gegner lautstark zu Wort gemeldet: In Washington strömten am Samstag überwiegend Frauen zu einer Großdemonstration gegen den Rechtspopulisten zusammen, erwartet wurden bis zu eine halbe Million Menschen. Auch in anderen US-Städten und rund um die Welt gingen Trump-Gegner auf die Straße. Der neue US-Präsident wollte am Samstag den Geheimdienst CIA besuchen. An die Stelle der roten Schirmmützen mit dem Trump-Slogan "Make America Great Again", die während der Vereidigung am Freitag auf der National Mall in Washington massenhaft zu sehen waren, traten am Samstag pinkfarbene Strickmützen mit Katzenohren: Sie sind das Symbol des "Women's March on Washington", zu dem Aktivistinnen für Samstag aufgerufen hatten. Washingtons Vizebürgermeister Kevin Donahue sagte, die Organisatoren hätten ihre erwartete Teilnehmerzahl von 200.000 auf 500.000 erhöht. Die Stadt gibt selbst keine Teilnehmerzahlen bekannt. CNN berichtet, dass sich in Washington bereits jetzt offenbar mehr Menschen zur Demonstration versammelt hätten als gestern zu Trumps Amtseinführung.

+++ 15.15 Uhr: Gelbfieber-Ausbruch in Brasilien - Schon Dutzende Tote +++

Ein Gelbfieber-Ausbruch mit bereits Dutzenden Toten beunruhigt die Menschen in Brasilien. Rund ein Jahr nach der landesweiten Zika-Epidemie ist erneut besonders der Bundesstaat Minas Gerais betroffen. Das dortige Gesundheitsministerium habe in den letzten Wochen 272 Gelbfieber-Verdachtsfälle registriert, bis zu 71 Todesfälle seien auf die Virusinfektion zurückzuführen, berichtete das Portal "Folha de S. Paulo". 25 der Betroffenen sind demnach definitiv an der von der Moskitoart Aedes aegypti übertragenen Infektion gestorben, wie Laboruntersuchungen ergaben. Über zwei Millionen zusätzlich bereitgestellte Impfdosen sollen eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindern.

+++ 13.57 Uhr: Zwölf Jahre nach Diamantenraub bei Amsterdam: Sieben Festnahmen +++

Zwölf Jahre nach dem Raub von Diamanten im Wert von rund 75 Millionen Euro auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol hat die Polizei sieben Tatverdächtige festgenommen. Nach Angaben der Polizei wurden die fünf Männer und zwei Frauen mit niederländischer Staatsangehörigkeit in Amsterdam und Valencia (Spanien) aufgespürt. Der größte Raub in der niederländischen Kriminalgeschichte hatte sich Ende Februar 2005 in einem besonders gesicherten Teil des Amsterdamer Flughafens abgespielt: Mit Waffengewalt hatten die Täter ein mit Diamanten beladenes Fahrzeug in ihre Gewalt gebracht.

Wenig später wurde ein Teil der Beute zurückgelassen im Wagen gefunden. Der größere Teil im Wert von etwa 40 Millionen Euro blieb verschwunden. Er wurde bisher auch nicht gefunden, teilte die Polizei mit. Einige Monate nach der Tat hatte die Polizei fünf verdächtige Männer festgenommen, diese jedoch später mangels Beweisen wieder freigelassen.

+++ 13.16 Uhr: Petry fordert bei Populisten-Kongress "geistig-moralische Wende" +++

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry hat der Bundesregierung und den EU-Behörden vorgeworfen, die Bürger einer "Gehirnwäsche" zu unterziehen. Auch durch diese Art der Manipulation seien die Freiheit des Individuums und die kulturellen Errungenschaften der europäischen Staaten bedroht, sagte Petry bei einem Kongress europäischer Rechtspopulisten in Koblenz. "Die heutige Gehirnwäsche - Nudging - ist viel smarter als die einstige sozialistische Propaganda", fügte die ehemalige DDR-Bürgerin Petry hinzu.

Ihr Ehemann, der nordrhein-westfälische AfD-Vorsitzende Marcus Pretzell, hatte das Treffen gemeinsam mit der Fraktion "Europa der Nationen und der Freiheit" (ENF) im Europaparlament organisiert. Vor dem Saal demonstrierten Gegner der Rechtspopulisten, darunter auch einige Spitzenpolitiker der Bundestagsparteien. 

+++ 12.49 Uhr: Hauptstadtflughafen BER kann nicht mehr 2017 eröffnet werden +++

Der Hauptstadtflughafen BER kann entgegen der ursprünglichen Planung nicht mehr in diesem Jahr eröffnet werden. Das teilte Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld mit. Zuvor hatte bereits Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) bezweifelt, dass der bislang anvisierte Eröffnungstermin in diesem Jahr noch zu schaffen ist. "An dieser Stelle sind wir an einem Punkt, wo wir sagen müssen, 2017 kann nicht mehr funktionieren mit der Eröffnung", sagte Müller auf einer Klausurtagung der Berliner SPD-Fraktion in Erfurt. Zuletzt war bekannt geworden, dass die rund  1200 Türen am BER Probleme bereiten

+++ 10.53 Uhr: Ministerium: Terroranschlag in Wien war "zeitnah geplant" +++

Die vereitelte Terrorattacke in Wien soll kurz bevorgestanden haben. Es gebe "Hinweise, dass ein solcher Anschlag sehr zeitnah geplant" war, sagte der Generaldirektor für öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Konrad Kogler, im ORF-Radio. Das Zünden einer Bombe in einer U-Bahn sei "eines der möglichen Szenarien gewesen". Die Behörden mahnten die Bevölkerung an stark frequentierten Orten zu besonderer Vorsicht.

Am Freitagnachmittag war ein 18-jähriger Österreicher mit Migrationshintergrund wegen Terrorverdachts verhaftet worden. Der Mann stammt laut Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) aus dem "albanischen Milieu". Es liege möglicherweise ein radikal-religiöser, salafistischer Hintergrund vor. Auszuschließen sei aber, dass der Mann ein Heimkehrer aus einem Kriegsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei. 


+++ 08.11 Uhr: Bus geht in Flammen auf - 16 Tote bei Unglück in Italien +++

Bei einem schweren Busunfall auf der Autobahn 4 nahe der italienischen Stadt Verona sind nach Angaben der Feuerwehr 16 Menschen ums Leben gekommen. 39 Menschen seien verletzt worden, teilten die Einsatzkräfte auf Twitter mit.

Der Bus mit etwa 50 vorwiegend jungen Menschen an Bord ging in Flammen auf, nachdem er gegen einen Leitungsmast geprallt war, wie Ansa berichtete. An Bord des Busses seien Schüler eines Budapester Gymnasiums gewesen, sagte der Sprecher des ungarischen Außenministeriums, Tamas Menczer, Samstagfrüh im staatlichen ungarischen Fernsehsender M1. "Die Lage ist schwerwiegend", sagte er lediglich. Nach Menczers Angaben waren bis zu 60 Menschen in dem Bus.

Laut Ansa war der Bus auf dem Rückweg von Frankreich nach Ungarn, als der Unfall kurz vor Mitternacht am Freitag passierte. Die Verletzten seien in Krankenhäuser in Verona gebracht worden. Wie es zu dem tragischen Unglück kam, war zunächst unklar.

+++ 07:48 Uhr: Mindestens 13 Tote bei Anschlag auf Markt in Pakistan +++

Bei einem Anschlag auf einen belebten Gemüsemarkt in Pakistan sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Mindestens 47 Menschen seien verletzt worden, als der in einer Gemüsekiste versteckte Sprengsatz in der Stadt Parachinar explodiert sei, teilten die Behörden mit.

Die Stadt liegt im Nordwesten Pakistans, nahe der Grenze zu Afghanistan. In der Region leben hauptsächlich Schiiten, die knapp 20 Prozent der Bevölkerung Pakistans ausmachen.

+++ 07.43 Uhr: Drei weitere Menschen aus Unglückshotel in Italien gerettet +++

Aus dem von einer Schneelawine verschütteten Hotel im italienischen Erdbebengebiet sind drei weitere Menschen gerettet worden. Sie seien von Feuerwehrleuten aus dem Schutt geholt worden, twitterte die Feuerwehr.

Die nun Geretteten zählten zu den insgesamt fünf Überlebenden, die am Vorabend zwar geortet, aber noch nicht befreit hätten werden können. Es handele sich um zwei Frauen und einen Mann. Außerdem sei eine dritte Leiche aus dem Hotel in der Berggemeinde Farindola geborgen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Die Retter arbeiteten weiter unermüdlich daran, die beiden anderen Personen auch noch in Sicherheit zu bringen sowie die übrigen rund 20 Vermissten aufzuspüren.

Am Freitagabend waren bereits vier Kinder und eine Frau ins Freie gebracht worden, die mehr als 40 Stunden in dem zerstörten Gebäude unter Schneemassen ausgeharrt hatten. Insgesamt haben mindestens zwölf Menschen das Unglück vom Mittwoch überlebt. Die Lawine war am Tag einer schweren Erdbebenserie abgegangen, die die Region im Schneechaos traf.

+++ 05.36 Uhr: Jagdverband: Mehr Jäger als je zuvor  +++

Nach Angaben des Deutschen Jagdverbandes gibt es mehr Jäger und Jägerinnen als je zuvor. Genau 381.821 Jagdscheininhaber seien im Jagdjahr 2015/16 bundesweit gezählt worden, rund 7800 mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Wiedervereinigungsjahr 1990 gibt es über 70.000 Jagdscheine mehr - laut DJV ein Anstieg von mehr als 22 Prozent bei nur leicht gewachsener Bevölkerung. Das Jagdjahr beginnt am 1. April und endet am 31. März. Bundesweit verfügt laut DJV einer von 213 Einwohnern über einen Jagdschein. Nach aktuellen Befragungen des Verbands sind inzwischen 7 Prozent der Jäger weiblich, in den Jägerkursen liege die Frauenquote mittlerweile bei 20 Prozent.

+++ 05.04 Uhr: Deutsche sehen Robotereinsatz am ehesten beim Staubsaugen +++

Knapp 80 Prozent der Deutschen können sich vorstellen, einmal die Dienste eines Roboters zu nutzen. Ganz vorne steht dabei der Einsatz als Staubsauger (57 Prozent) und Rasenmäher (53 Prozent), wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov unter 2048 Menschen in Deutschland hervorgeht. Auch zum Überwachen ihres Hauses (44 Prozent) oder als Fensterputzer (42 Prozent) könnten sie dienen. Einige Menschen nutzen die elektronischen Helfer bereits für die genannten Tätigkeiten. Den steigenden Einsatz von Robotern in der Zukunft sehen etwa ebenso viele Deutsche positiv wie negativ.

+++ 03.40 Uhr: Gambias abgewählter Präsident kündigt Rücktritt an +++

Angesichts einer drohenden Entmachtung durch ausländische Truppen hat der abgewählte gambische Präsident Yahya Jammeh seinen Amtsverzicht erklärt. Nach Marathonverhandlungen mit westafrikanischen Vermittlern in der Nacht zum Samstag sagte Jammeh im staatlichen Fernsehen, er habe sich entschieden, die Führung abzugeben. Es sei nicht nötig, "dass auch nur ein Tropfen Blut vergossen wird." Seinen Nachfolger, den im Dezember gewählten Adama Barrow, erwähnte er nicht. Jammeh hatte sich bis zuletzt geweigert, die Macht abzugeben.

+++ 02.24 Uhr: Parlament billigt Erdogans Präsidialsystem - Referendum im Frühjahr +++

Das Parlament in Ankara hat der von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebten Verfassungsreform für ein Präsidialsystem in der Türkei zugestimmt. Das Reformpaket - das nun im Frühjahr noch in einer Volksabstimmung gebilligt werden muss - bekam am frühen Samstagmorgen die nötige Dreifünftelmehrheit in der Nationalversammlung. 339 Abgeordnete stimmten dafür, neune mehr als benötigt.

Mit der Verfassungsreform sollen das Amt des Ministerpräsidenten abgeschafft und seine Befugnisse auf den Präsidenten übertragen werden. So soll dieser künftig Minister ernennen und entlassen können, ohne dafür die Zustimmung des Parlaments zu benötigen. Der Staatschef soll zudem die Arbeit der Regierung leiten.

+++ 00.30 Uhr: Vorwurf von Tierquälerei - Premiere von Hallström-Film abgesagt +++

Nach einem Tierquälerei-Skandal sind die Premiere und Pressetermine zu dem Hundefilm "Bailey - Ein Freund fürs Leben" kurzfristig abgesagt worden. Der auf einem Video festgehaltene Vorfall um einen Wasserstunt mit einem Schäferhund werde untersucht, hieß es in einer Mitteilung der Firmen Amblin Entertainment und Universal Pictures, wie das Internetportal Eonline.com berichtete.

Der Film des schwedischen Regisseurs Lasse Hallström - mit dem englischen Titel "A Dog's Purpose" - soll Ende Januar in den US-Kinos anlaufen. Der deutsche Kinostart ist für den 23. Februar geplant.

Ein Video von den Dreharbeiten in Kanada hatte Tierschützer alarmiert. Auf dem Clip, der von "TMZ.com" ins Netz gestellt wurde, wird ein Schäferhund von seinem Trainer angehalten, in ein Becken mit tosendem Wasser zu springen. Der verängstigte Hund versucht mehrmals aus dem Becken herauszuklettern. Im Wasser kämpft das Tier gegen künstliche Stromschnellen an.

kng / AFP / DPA