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Nachrichten des Tages: Deutscher Urlauber ertrinkt vor Mallorca

IS-Sympathisant wieder frei +++ Metallica kündigt neue Platte an +++ Nackt-Skulpturen von Trump sorgen für Ärger +++ US-Webseite Gawker schließt +++ Die News des Tages im Überblick.

Auf Mallorca ist ein deutscher Urlauber beim Baden gestorben

Auf Mallorca ist ein deutscher Urlauber beim Baden gestorben.

Die News des Tages im Überblick.

+++ 20.15 Uhr: Eisenhüttenstadt: Mutmaßlicher IS-Sympathisant in U-Haft +++

Ein mutmaßlicher IS-Sympathisant in Eisenhüttenstadt, der in der ostdeutschen Stadt für Terroralarm gesorgt hatte, ist in Untersuchungshaft genommen worden. Wie die Staatsanwaltschaft in Frankfurt an der Oder und das Polizeipräsidium am Freitagabend mitteilten, werden dem 27-Jährigen Absprachen zur Vorbereitung einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen. Konkrete Pläne oder Vorbereitungen für einen Anschlag gab es nach bisherigem Ermittlungsstand aber nicht.

+++ 18.45 Uhr: Deutscher ertrinkt vor Mallorca +++

 Ein Tourist aus Deutschland ist beim Baden vor Mallorca ertrunken. Das Unglück geschah am Freitag vor der Küste von Peguera im Südwesten der spanischen Ferieninsel, wie Medien unter Berufung auf die Behörden und auf Augenzeugen berichteten. Rettungsschwimmer hätten die Leiche des 61-Jährigen gegen elf Uhr geborgen, berichtete die Zeitung "Última Hora" in der Onlineausgabe. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben, hieß es. Am gut besuchten Strandabschnitt Palmira habe der Unfall große Bestürzung ausgelöst, schrieben die "Mallorca Zeitung" und das "Mallorca Magazin" in den Onlineausgaben. Beim Opfer seien zunächst keine Ausweispapiere gefunden worden. Der Deutsche habe aber am Handgelenk ein Bändchen eines nahegelegenen Hotels getragen. In der Herberge hätten Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil die Identität des Mannes ermittelt.

+++ 18.25 Uhr: Weiteres Opfer von Anschlag in Nizza gestorben +++

Fünf Wochen nach dem Anschlag von Nizza ist ein weiteres Opfer gestorben. Das teilte die französische Staatssekretärin für Opferhilfe, Juliette Méadel, am Freitag mit. Der Mann starb bereits am Donnerstag; damit steigt die Zahl der Todesopfer auf 86. 

+++ 17.44 Uhr: Grotte wird drei Tauchern vor italienischer Küste zur Falle +++

Drei Taucher sind von einem Tauchgang vor der süditalienischen Küste nicht zurückgekehrt. Die Italiener waren am Freitagmorgen in Palinuro südlich von Salerno unter Wasser gegangen und wurden stundenlang vermisst, teilte der Bürgermeister der Gemeinde Centola mit. Später wurden drei Leichen in einer mehr als 40 Meter tiefen Grotte entdeckt, wie italienische Nachrichtenagenturen übereinstimmend berichteten.

Alle drei sollen Experten gewesen sein. Einer der Sportler betrieb ein Tauchzentrum in der Gegend. Möglicherweise hatte ein Taucher einem anderen helfen wollen, was zu dem Unglück geführt haben könnte. Die Männer waren mit einer größeren Gruppe unterwegs. Das Palinuro-Kap ist mit seinen vielen Grotten bei Tauchern beliebt. Allerdings wurde es schon mehreren Menschen zum Verhängnis: Vor vier Jahren kamen hier vier Taucher in der sogenannten Blut-Grotte um.

+++ 16.22 Uhr: Bayern will noch in diesem Jahr Gesetz zur Vollverschleierung angehen +++

Bayern will noch in diesem Jahr ein Gesetz zur Vollverschleierung auf den Weg bringen. Dies kündigte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in Nürnberg an. Die Vollverschleierung solle darin für alle Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes des Landes sowie im Bildungsbereich untersagt werden. Eine genauso zügige Umsetzung erwarte sich die Staatsregierung auch vom Bund, sagte Herrmann. Dieser solle rasch eine Regelung für Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes im Bund treffen sowie im Gerichtsverfassungsgesetz und im Straßenverkehrsgesetz.

"Uns ist wichtig, dass wir nicht nur Forderungen in die Welt setzen, sondern die Menschen sehen, dass das auch umgesetzt wird", sagte Herrmann. Nach dem Willen der Unions-Innenminister sollen sich muslimische Frauen in Gerichten, Ämtern, Schulen oder im Straßenverkehr nicht mehr voll verschleiern dürfen.

+++ 15.23 Uhr: Mainzer Student offenbar bei Sturz in den Alpen ums Leben gekommen +++

Ein seit fast zwei Monaten vermisster Mainzer Student ist vermutlich bei einem Sturz in den Allgäuer Alpen ums Leben gekommen. Im Oytal bei Oberstdorf wurde am Dienstag die Leiche eines Mannes gefunden, wie die Polizei Mainz am Freitag mitteilte. Die Ermittler gehen aufgrund der Ausweispapiere davon aus, dass es sich um den 25-jährigen Benedikt M. handelt.

Rechtsmedizinische Untersuchungen sollen die Identität des Toten nun endgültig klären. Der Student war Ende Juni zu einer Wanderung von Oberstdorf nach Meran aufgebrochen. Kurz darauf meldeten ihn seine Eltern als vermisst, weil er sich nicht mehr bei ihnen gemeldet hatte. Der 25-Jährige war laut Polizei offenbar bereits zu Beginn seiner Wanderung abgerutscht und von einem Weg abgestürzt. Arbeiter hatten den Toten abseits eines Wanderwegs gefunden.

+++ 14.44 Uhr: OSZE berichtet von Verschärfung der Kämpfe in Ostukraine +++

Im ostukrainischen Kriegsgebiet hat sich die Lage nach Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verschärft. Im Gebiet Luhansk habe sich die Zahl der Verstöße gegen eine Waffenruhe in der vergangenen Woche verdoppelt, sagte der Vizechef der OSZE-Mission, Alexander Hug, am Freitag in Kiew. Vor allem nachts werde geschossen, sagte er. Auch im benachbarten Gebiet Donezk werde weiter gekämpft. Dabei seien in den vergangenen Tagen drei Zivilisten getötet worden.

Im Donbass kämpfen seit mehr als zwei Jahren ukrainische Regierungstruppen gegen prorussische Aufständische. Ein Friedensplan für die Ostukraine steckt in einer Sackgasse. Die Militärführung in Kiew berichtete von zwei getöteten Soldaten bei Gefechten innerhalb von 24 Stunden. Seit Januar sind auf Regierungsseite im Kampf gegen die moskautreuen Separatisten fast 1000 Soldaten getötet oder verletzt worden.

+++ 13.02 Uhr: Auch Nizza verbietet Burkinis an seinen Stränden +++

Im Streit um Burkinis verbietet jetzt auch der südfranzösische Urlaubsort Nizza den muslimischen Ganzkörperbadeanzug an seinen Stränden. Das teilte das Rathaus der am 14. Juli von einem tödlichen Anschlag getroffenen Stadt am Freitag mit. Damit ist der Burkini allein an der französischen Mittelmeerküste in fast einem Dutzend Gemeinden verboten, außerdem an mehreren Stränden in anderen Landesteilen.

Der Burkini - eine Wortschöpfung aus Burka und Bikini - bedeckt den ganzen Körper und wird von muslimischen Frauen getragen, die beim Baden einer strengen Auslegung des Islam entsprechen wollen. Bereits Ende Juli verbot der mondäne Badeort Cannes den Burkini an seinen Stränden, seitdem veröffentlichte eine ganze Reihe weiterer Gemeinden ähnliche Dekrete.

Als Begründung führen die Bürgermeister unter anderem an, Burkinis würden eine religiöse Zugehörigkeit offen zur Schau stellen. Wegen der nach den islamistischen Anschlägen angespannten Stimmung in Frankreich könne dies "Störungen der öffentlichen Ordnung" auslösen. Kritiker verurteilen die Burkini-Verbote als überzogen und islamfeindlich.

+++ 11.12 Uhr: Deutscher Schützenpanzer "Puma" ist undicht +++

Der brandneue Schützenpanzer "Puma" der Bundeswehr ist nicht ganz dicht: Bei starkem Regen kann Wasser durch die Dachluke dringen. Eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums bezeichnet dies als "Bagatellproblem". Das Problem ist im Ministerium schon länger bekannt und wird nun nach und nach behoben - auf Kosten des Herstellers, wie die Sprecherin betont. Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft gebe es nicht. Derzeit verfügt die Truppe über 78 der neuen Schützenpanzer. Seit dem 64. Serienfahrzeug sei der Mangel durch eine neue, verbesserte Konstruktion behoben, so die Sprecherin. Bei den anderen "Pumas" würden die undichten Dichtungen "im Rahmen des üblichen Wartungszyklus" ausgetauscht. Eigens in die Werkstätten müssten die Schützenpanzer deswegen nicht. Der "Puma" ist das neue gepanzerte Gefechtsfahrzeug der Truppe und löst den Anfang der 1970er-Jahre eingeführten "Marder" ab. Insgesamt soll die Bundeswehr 350 der Fahrzeuge erhalten.

+++ 9.37 Uhr: Essen: Leiche in Regenfass gefunden +++

In einem Regenfass hat die Polizei in Essen die Leiche eines 76 Jahre alten Mannes gefunden. Der Tote sei in seinem Garten entdeckt worden, sagte ein Sprecher am Freitag. Zuvor hatte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" online darüber berichtet.

Bei dem Toten soll es sich um einen seit Ende Juli vermissten Mann handeln. Die Polizei hat zwei Tatverdächtige festgenommen: ein Paar, das in unmittelbarer Nachbarschaft des Mannes lebt. Details zu den Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages mitteilen.

+++ 8.55 Uhr: Mutmaßlicher IS-Sympathisant aus Eisenhüttenstadt wieder auf freiem Fuß +++

Der im brandenburgischen Eisenhüttenstadt festgenommene mutmaßliche IS-Sympathisant ist wieder auf freiem Fuß. Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde der 27-Jährige schon am Donnerstag aus der Haft entlassen. Er war am Mittwoch von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen worden. Laut Polizei hegt er offensichtlich Sympathien für die Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Vor dem Einsatz hatte es einen Hinweis aus der Bevölkerung auf einen möglichen geplanten Anschlag auf das Eisenhüttenstädter Stadtfest in gut einer Woche gegeben.

Die Beamten stießen in der Wohnung des Islamkonvertiten unter anderem auf mehrere Darstellungen mit IS-Symbolik. Hinweise auf konkrete Vorbereitungen für einen Anschlag fanden sie nicht.


+++ 7.54 Uhr: Türkei will EU-Beitritt spätestens in sechs Jahren +++

Die Türkei will ungeachtet der schweren Krise im Land nach dem Putschversuch binnen sechs Jahren Mitglied der Europäischen Union werden. "Die türkische Regierung will der EU vor dem Jahr 2023 beitreten", sagte der türkische EU-Botschafter Selim Yenel der "Welt". Er verwies darauf, dass die türkische Republik im Jahr 2023 hundert Jahre alt werde. "Es wäre die Krönung für mein Land, dann Mitglied der Europäischen Union zu sein", sagte der türkische Diplomat.

Sein Land strebe eine "vollwertige Mitgliedschaft" an. "Für uns wäre es langfristig nicht akzeptabel, nicht zur EU zu gehören. Der EU-Beitritt ist sehr wichtig für uns." Eine EU-Mitgliedschaft würde nach Einschätzung Yenels die Standards in der Türkei in allen Bereichen erhöhen, also in politischen und wirtschaftlichen Fragen, aber auch beim Verbraucher- und Gesundheitsschutz.

+++ 6.48 Uhr: Metallica beenden achtjährige Plattenpause +++

Acht Jahre lang haben die Rocker der US-Kultband Metallica kein Album mehr herausgebracht. Nun kündigten die Musiker für November eine neue Platte an. "Sie existiert wirklich!", schrieb die Band um Frontmann James Hetfield auf ihrer Facebook-Seite. "Wir wissen, dass es eine Weile gedauert hat." Nun könne sie aber "voller Stolz" die neue Platte ankündigen, die den Titel "Hardwired... To Self-Destruct" trägt und im November in den Handel kommt.

Metallica wurde 1981 in Los Angeles gegründet. Mit dutzenden Millionen verkaufter Platten zählt die Band zu einer der erfolgreichsten der Welt. Ihre letzte Platte war 2008 unter dem Titel "Death Magnetic" erschienen.

+++ 6.42 Uhr: Nackte Trump-Skulptur sorgt für Aufsehen in US-Städten +++

Donald Trump, völlig nackt, als lebensgroße Statue, und das gleich in fünffacher identischer Ausführung, sorgt für Schlagzeilen. Die Aktivistengruppe Indecline hat in San Francisco, New York, Los Angeles, Cleveland und Seattle unschmeichelhafte Skulpturen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten an öffentlichen Plätzen aufgestellt.

Die Hände über einem ausladenden Bauch verschränkt, mit der typischen Sturmfrisur versehen, dafür aber unter der Gürtellinie zurechtgestutzt, steht die Figur auf einem Sockel mit der Aufschrift "The Emperor has no Balls", in frecher Anspielung an den eitlen Kaiser in dem Märchen "Des Kaisers neue Kleider". An einigen Orten ließen die Behörden die Statue bereits entfernen.

+++ 6.20 Uhr: US-Klatschwebsite "Gawker" schließt kommende Woche +++

Die US-Klatschwebsite "Gawker" wird kommende Woche schließen, nachdem sie wegen der Veröffentlichung eines Sexvideos zu einer Millionenstrafe verurteilt worden war und Insolvenz anmelden musste.

Der Websitegründer Nick Denton informierte die Mitarbeiter über die baldige Schließung. In New York entschied derweil ein Insolvenzgericht, dass ein Angebot des US-Medienkonzerns Univision für die anderen Teile der Mediengruppe angenommen werde.

Univision hatte 135 Millionen Dollar für die "Gawker"-Mediengruppe geboten und sich damit gegen die Mediengruppe Ziff Davis durchgesetzt. Das durch den Skandal um das Sexvideo in Verruf geratene Flaggschiff der Gruppe wollte Univision aber nicht übernehmen. Laut "Gawker" werden die Mitarbeiter der Onlinezeitschrift von den sechs anderen Websites des Unternehmens übernommen oder innerhalb von Univision weiterbeschäftigt. 


kis / DPA / AFP