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Notwasserung vor Sizilien: Suche nach Vermissten hält an

Vor der sizilianischen Küste ist eine Propellermaschine der Tunisinter ins Meer gestürzt. Dabei sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen, 23 verletzt. Nach Vermissten wird noch gesucht.

Nach der Notwasserung einer Passagiermaschine der Tunisinter vor der Küste Siziliens haben Rettungsmannschaften auch in der Nacht zum Sonntag die Suche nach den Vermissten fortgesetzt. Am Sonntagmorgen war weiterhin nicht klar, ob es sich dabei um zwei oder drei Vermisste handelte. Von den 39 Menschen an Bord der Maschine waren mindestens 13 Menschen bei der Wasserlandung 20 Kilometer nördlich von Capo Gallo ums Lebens gekommen, 23 wurden zum Teil schwer verletzt.

Das Propellerflugzeug vom Typ ATR 72 war der Polizei zufolge auf dem Weg vom italienischen Bari ins tunesische Dscherba. Alle Passagiere an Bord waren nach Angaben der tunesischen Regierung Italiener. Der Pilot schaffte es nicht, in Palermo notzulanden und versuchte eine Notwasserung im Meer.

Am frühen Morgen startete aus Bari ein Flieger mit Angehörigen der Opfer und Verletzten. An Bord waren auch Ärzte und Psychologen, die die Verwandten betreuten, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi und Ministerpräsident Silvio Berlusconi drückten den Angehörigen ihre Anteilnahme aus.

Das Unglück ist das schwerste in Italien seit 2001. Damals waren beim Zusammenstoß zweier Flugzeuge auf dem Flughafen in Mailand 118 Menschen getötet worden.

DPA / DPA
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