Ölquellen-Leck noch nicht geschlossen BP geht von nur geringer Verzögerung aus


Die endgültige Abdichtung der leckgeschlagenen Ölquelle im Golf von Mexiko wird sich möglicherweise noch einmal verzögern. Der Mineralölkonzern BP erklärte in der Nacht zum Dienstag, dass ein entscheidender Test wegen technischer Probleme verschoben werden müsse.

Die für Montag geplanten letzten Tests vor der endgültigen Versiegelung des Bohrlochs im Golf von Mexiko haben sich leicht verzögert. Bei den Vorbereitungen für den Einspritztest sei ein kleines hydraulisches Leck am Kontrollsystem der Verschlusskappe entdeckt worden, teilte der britische Ölkonzern BP am Montag mit. Der für Dienstag geplante Beginn der Versiegelung werde sich dadurch vermutlich kaum verzögern, der Einspritztest könne aber erst vorgenommen werden, wenn die undichte Stelle repariert sei. "Es ist vorgesehen, dass der Einspritztest und möglicherweise auch der 'static kill' am Dienstag stattfinden", erklärte BP.

Bei der "static kill" genannten Methode werden schwerer Bohrschlamm und Zement durch die Mitte Juli aufgesetzte Verschlusskappe in das Bohrloch eingefüllt, um dieses endgültig zu verschließen. Aus dem defekten Bohrloch sind seit der Explosion der BP-Ölbohrplattform "Deepwater Horizon" am 20. April rund 780 Millionen Liter (4,9 Millionen Barrel) Rohöl geströmt. Davon konnten 127 Millionen Liter (800.000 Barrel) aufgefangen werden. Mit der Veröffentlichung der bislang genauesten Expertenschätzungen bestätigte die US-Regierung am Montag, dass es sich um die größte Ölpest aller Zeiten handelt.

Reuters/DPA DPA Reuters

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