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Video aus Südafrika: Pastor erweckt "Toten" vor laufender Kamera zum Leben –und bekommt Ärger mit Bestattern

Ein südafrikanischer Pastor hat ein Video veröffentlicht, das zeigen soll, wie er einen angeblich Toten zum Leben erweckt. Der Clip bescherte ihm mächtig Kritik in den sozialen Medien und eine Anzeige von drei Bestattungsunternehmen.

Pastor Alph Lukau bei seiner angeblichen Totenerweckung

Pastor Alph Lukau bei seiner angeblichen Totenerweckung

Alph Lukau ist Oberhaupt von Alleluia Ministries International, einer Kirche mit Sitz in Sandton, einer Stadt nördlich von Johannesburg in Südafrika. Lukau kann Wunder vollbringen. Oder zumindest behauptet er das. Auf seinen Massenversammlungen gibt er vor, Kranke durch blankes Handauflegen zu heilen und Lahme wieder zum Gehen zu bringen, sodass sie ihre eigenen Rollstühle nach Hause schieben können.

Das ist aber noch nichts gegen Lukaus jüngstes "Wunder": Bei einem seiner Gottesdienste erweckte der Pastor einen schon im Sarg liegenden "Toten" wieder zum Leben. Ein Video der "Auferstehung" veröffentlichte Alleluia Ministries im Internet. Dort fand die Großtat des geschniegelten Kirchenoberhauptes, das auf seinem Instagram-Kanal gern mit Privatjet und Luxuslimousinen posiert und dessen Website vor allem durch einen prominent platzierten Spenden-Button auffällt, allerdings nicht das erhoffte Echo. Im Gegenteil. Zahlreiche Twitter-User warfen Lukau Betrug vor oder machten sich über die Aktion und die miserable schauspielerische Leistung der Beteiligten lustig.

Bestatter fühlen sich von Lukau hereingelegt

Und Ärger mit der Justiz hat Lukau nun auch noch. Die Bestattungsunternehmen Kings & Queens, Black Phoenix und Kingdom Blue hätten den Pastor wegen Rufschädigung angezeigt, weil er den angeblich Toten in einem ihrer Leichenwagen zu seinem Gottesdienst gefahren habe, berichtet die südafrikanische Nachrichtenseite "IOL". Die Bestatter hätten angegeben, Strafanzeige gegen Lukau erstattet zu haben, weil sie von den Vertretern seiner Kirche hereingelegt worden seien. "Sie traten an Kingdom Blue heran um einen Sarg zu erwerben, verwendeten Aufkleber von Black Phoenix, um ihr Privatfahrzeug damit zu bekleben, und benutzten dieses Auto, um den Leichnam durch Kings & Queens transportieren zu lassen", zitiert "IOL" die Unternehmen.

Angesichts des Spotts auf Twitter hat Alleluia Ministries International ihre Auferstehungsgeschichte mittlerweile ein wenig modifiziert: Tatsächlich sei der "Tote" bereits wieder lebendig gewesen, als sein Körper auf dem Kirchengelände ankam, erklärte die Glaubensgemeinschaft laut der südafrikanischen Nachrichtenseite "Sowetan Live". Lukau habe nur "ein Wunder vollendet, das Gott bereits begonnen hatte".

Quellen: "IOL""Sowetan Live", Instagram, Twitter

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mad