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Ferieninsel Phuket öffnet wieder Gastronomin über die Auswirkungen der Tourismus-Krise: "Habe an Selbstmord gedacht"

Sehen Sie im Video: Eine Gastronomin über die Auswirkungen der Tourismus-Krise: – "Habe an Selbstmord gedacht".




"Damit das Geschäft überleben kann, brauche ich ein Einkommen von mehr als achttausend Baht pro Tag. Heutzutage ist es unmöglich, so viel Geld zu verdienen. An manchen Tagen verdiene ich ein- bis viertausend Baht, aber es gab Zeiten im letzten Monat, in denen ich nur dreihundert Baht pro Tag verdiente. Das ist der Grund, warum ich nur zwei Stunden am Tag schlafe, weil ich andere Einnahmequellen finden muss, um alle Ausgaben zu bezahlen", sagt die Restaurantbesitzerin Pimonta Suksaen aus Phuket. Auf der bei Touristen so beliebten thailändischen Insel dürfen seit Donnerstag vollständig Geimpfte aus dem Ausland wieder Urlaub machen - und das ohne zweiwöchige Hotelquarantäne und obwohl die Infektions- und Todeszahlen in vielen Regionen immer noch hoch sind. Für Suksaen sind die Touristen aus dem Ausland aber überlebenswichtig. „Die letzten zwei Jahre waren wirklich hart. Es gab Zeiten, in denen ich daran dachte, Selbstmord zu begehen. Der Wiedereröffnungsplan des Landes hält mich am Leben." Eine Situation, in die sich viele gar nicht hineinversetzen können. Umgerechnet rund 50 Milliarden US-Dollar hat Thailand an Tourismuseinnahmen im vergangenen Jahr nicht einnehmen können. Die Einkünfte aus dem Ausland sind nach offiziellen Eingaben um 83 Prozent gesunken. Rund 40 Prozent der Tourismusbetriebe mussten vorübergehend oder dauerhaft schließen. Unterstützung seitens der Regierung bekam Suksaen nie. „Seit dem Beginn der Pandemie habe ich keine Hilfen bekommen. Meine Schulden belaufen sich mittlerweile auf ungefähr eine halbe Millionen Baht", was umgerechnet rund 15.000 US-Dollar sind. Am Flughafen waren am Donnerstag bereit die ersten Touristen zu sehen. Doch der Chef des thailändischen Tourismusverbandes rechnet derzeit noch nicht damit, dass viele Gäste kommen. Der ARD sagte er, dass viele Betreiber ihre Geschäfte noch nicht wieder öffnen wollen, da es sich schlichtweg nicht lohne.
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Seit kurzem dürfen vollständig Geimpfte aus dem Ausland auf der thailändischen Insel Urlaub machen. Für die Gastronomin Pimonta Suksaen kommt diese Entscheidung besser spät als nie.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.


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