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Rheinland-Pfalz: Drei Kinder sterben bei Zugunglück

Bei zwei tödlichen Zugunglücken sind drei Kinder und ein Mann ums Leben gekommen, zehn Menschen wurden verletzt. In Rheinland-Pfalz erfasste ein Zug drei Jungen im Alter von 11, 13 und 14 Jahren. In Niedersachsen prallte ein Zug auf einen Lastwagen - der Fahrer wurde getötet.

Drei Jungen sind in Germersheim in Rheinland-Pfalz von einem Zug erfasst und getötet worden. Die drei Schüler im Alter von 11, 13 und 14 Jahren liefen hinter einer Kurve im Stadtteil Sondernheim auf der Trasse, wie die Polizei mitteilte. Die drei Jungen waren sofort tot. Einer hatte am Dienstag Geburtstag. Der 14-Jährige und der Elfjährige waren Brüder. Sie waren auf dem Heimweg zu ihrem Freund und hatten ihre Schulranzen dabei. Eine Notbremsung in letzter Sekunde machte der Lokführer (28) vergeblich. Die etwa 90 Fahrgäste blieben unverletzt. Die Reisenden wurden mit Bussen weiter befördert. Die Staatsanwaltschaft Landau machte zunächst keine Angaben zur Identität der Jungen. Der genaue Ablauf des Unfalls sollte zudem noch weiter ermittelt werden.

Lastwagenfahrer getötet, Lokführer verletzt

Wenige Stunden später ereignete sich auch in Niedersachsen ein Bahnunfall, bei dem ein 53-jähriger Lastwagenfahrer getötet wurde. Er ereignete sich an einem unbeschrankten Bahnübergang in der Nähe von Vechta im Ortsteil Lutten der Gemeinde Goldenstedt. Der 53-Jährige stieß dabei mit seinem unbeladenen Geflügellaster mit einem Zug der Nordwestbahn zusammen. Der Lastwagen wurde von der Wucht des Aufpralls neben die Bahntrasse geschleudert, der Zug kam etwa 200 Meter hinter der Unfallstelle zum Stehen. Der Lokführer sowie zwei 55 und 48 Jahre alte Frauen wurden schwer verletzt, fünf weitere Frauen und zwei Männer zwischen 16 und 56 Jahren wurden leicht verletzt. Der Schaden am Zug wurde laut Polizei auf etwa 1,8 Millionen Euro, derjenige am Lastwagen auf 100 000 Euro geschätzt. Die Strecke war für mehrere Stunden gesperrt.

AP/DPA / AP / DPA
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