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Russland Neue Waldbrände fordern mindestens fünf Todesopfer


Bei neuen Waldbränden im Süden Russlands sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere Bewohner der Region werden noch vermisst.

Bei neuen schweren Waldbränden sind im Süden Russlands mindestens fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Bewohner würden noch vermisst, sagte der Gouverneur der Region Wolgograd, Anatoli Browko, am Freitag der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Betroffen waren nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums die Gebiete Wolgograd, Saratow und Samara, dort verbrannten hunderte Häuser, rund 1000 Menschen wurden obdachlos.

Starke Winde hatten demnach vor allem die Brände um Wolgograd rund 1000 Kilometer südöstlich von Moskau angefacht. Dort seien seit Donnerstag 530 Gebäude abgebrannt, darunter etwa 400 Wohnhäuser. Knapp tausend Menschen wurden in Sicherheit gebracht. In Saratow rund 700 Kilometer östlich der russischen Hauptstadt gingen mehr als 30 Gebäude in Flammen auf. Schwierig war auch die Lage in der Industriestadt Togliatti am Unterlauf der Wolga. Als die Brände in der Nacht fast den Stadtrand erreichten, riefen die Behörden den Notstand aus. Nach Angaben von Bürgermeister Anatoli Puschkow standen erneut 200 Hektar Wald in Flammen. Brände durchschnitten an mehreren Straßen auch die Verbindungsstraße von Moskau nach Tscheljabinsk im Ural.

Die Behörden reagierten schnell. Präsident Dmitri Medwedew kündigte rasche Hilfe an, Regierungschef Wladimir Putin stellte Wiederaufbauhilfe in Höhe von umgerechnet 25 Millionen Euro in Aussicht. Das Innenministerium entsandte laut Itar-Tass mehr als 500 Brandbekämpfer in die betroffenen Regionen.

Eine beispiellose Hitzewelle hatte im Sommer eine Serie verheerender Waldbrände vor allem in West- und Zentralrussland ausgelöst. Rund 50 Menschen starben, mindestens eine Million Hektar Land verbrannte, ganze Ortschaften wurden zerstört. Erst am 23. August hatte das Katastrophenschutzministerium den Ausnahmezustand in der letzten von sieben betroffenen Regionen aufgehoben. Während es in Moskau inzwischen wieder kühler ist, lagen die Temperaturen in den südlichen Regionen in den vergangenen Tagen weiterhin bei rund 40 Grad Celsius.

AFP AFP

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