HOME

Was schwimmt denn da?: Seeungeheuer - Alaska hat jetzt eine eigene Nessie

Durch das trübe, eisige Wasser des Flusses Chena zieht ein langes Etwas mit schneebedecktem Rücken seine Bahnen. Lang ist dabei noch untertrieben, es ist riesig. Ist das Seeungeheuer aus Loch Ness umgezogen? Oder hat es Verwandtschaft in Alaska?

Videoscreenshot

Rätselraten in Alaska: Was schwimmt da durch den Fluss in Fairbanks?

Seit rund 1500 Jahren rätselt die Welt um die Existenz von Nessie. Immer wieder tauchen Fotos auf, die die Existenz des Seeungeheuers in Schottland belegen sollen. Doch Gewissheit gab es nie. Nun hat das Bureau of Land Management in Alaska nicht nur ein Fotos, sondern gleich ein Video als Beweis veröffentlicht, das in Fairbanks, der zweitgrößten Stadt des nordwestlichsten Bundesstaates, gefilmt worden ist. Wie ist das möglich? Gibt es etwa jetzt ein Flussungeheuer?

Craig McCaa, Mitarbeiter des Amtes für staatseigene Ländereien, fotografiert gern das die Natur und das Wetter in Fairbanks. Am 18. Oktober führte ihn sein Weg auf die University-Avenue-Brücke, die über den Chena führt. Er wollte die Eisformationen auf dem Wasser festhalten, als er plötzlich etwas Anderes sah, ein "seltsames Ding", wie er bei "Alaska Dispatch News" berichtet. Ein vier bis fünf Meter langes Etwas mit Eisplatten auf dem Rücken, das sich langsam durch das Wasser bewegt. Schlängelnd. McCaa machte ein Video davon.

Die neue Nessie

Der Beamte veröffentlichte seine Entdeckung am 26. Oktober auf der Facebook-Seite seiner Behörde. 620.000 Menschen haben es sich bereits angesehen. In den zahlreichen Kommentaren stellten die User die seltsamsten Vermutungen an, was sich hinter der schlangenförmigen Kreatur verbergen könnte – vom gigantischen Stör bis zum Seemonster. Vollständig gelöst wurde das Rätsel nie. "Ursprünglich dachte ich, und einige andere auch, es könnte ein dickes Seil sein, das am Boden im Eis feststeckt", sagte McCaa. Doch inzwischen ist es nicht mehr da.

Ob das Flussmonster die Menschheit auch die nächsten 1500 Jahre beschäftigen wird, muss sich erst zeigen. In den amerikanischen Nachrichten hat es jedenfalls große Wellen geschlagen. Aber vielleicht kommt es ja auch einfach irgendwann an Land. Oder reist zurück nach Schottland

bal
Themen in diesem Artikel