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Spanien Weil sie Bingo spielen wollte: Frau täuscht eigene Entführung vor

Jemand kreuzt mit einem Stift Zahlen auf einem Bingo-Bogen an.
Mit dem Lösegeld ging die Frau erstmal Bingo spielen
© Getty Images
Eine Spanierin hat ihre eigene Entführung vorgetäuscht und 6000 Euro von ihrem kranken Ehemann gefordert. Das Geld setzte sie für Glücksspiel ein.

Um an Geld zu kommen, hat sich eine Frau aus Spanien einen besonders skurrilen Plan ausgedacht. Die spanische Polizei hat die Frau festgenommen, da sie ihre eigene Entführung vorgetäuscht haben soll – um anschließend mit dem vom Ehemann gezahlten Lösegeld Bingo spielen zu gehen.

Ihr Ehemann lag im Krankenhaus

Der Ehemann der Frau lag zum Zeitpunkt der Lösegeldforderung im Krankenhaus in der Stadt Badalona. Dort habe er anonym eine Nachricht von seiner Frau erhalten, in der sie ihn über die "Entführung" informierte und ein Lösegeld in Höhe von 6000 Euro forderte. Ohne zu zögern habe der Mann einen Teil des Geldes auf das Konto der vermeintlichen Entführer überwiesen. Allerdings informierte er auch die Polizei, welche den Fall schnell lösen konnte.

Frau im Bingosaal entdeckt

Die spanische Polizei entdeckte die 47-Jährige schließlich in einem Bingosaal, unweit vom Krankenhaus entfernt. Sie hatte das Geld abgehoben und war damit Bingo spielen gegangen. Es wird vermutet, dass die Frau an Spielsucht leidet. Inzwischen befindet sie sich unter Auflagen wieder auf freiem Fuß, muss sich allerdings bald vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Vortäuschung einer Straftat. Nach spanischem Recht kann ihr deswegen eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren drohen.

DPA

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